Das Leben der Anderen

Ich bin heilfroh, daß ich es noch geschafft habe, diesen außergewöhnlichen Film im Kino zu sehen.
Nicht nur das Thema, den DDR-Alltag als Leben in einem Überwachungsstaat, finde ich äußerst interessant und geradezu gruselig aktuell, auch die Art und Weise, wie einem als Zuschauer all die Implikationen nahe gebracht werden, ist etwas ganz besonderes für das deutsche Kino. Die Schauspieler, allen voran Ulrich Mühe, gehen einem unter die Haut. Was dieser Mann an Erfahrung, an Erleben und an Empfindung in einen Blick, in eine Geste packen kann! Und wie er diese Wandlung des Stasi-Überzeugungstäters zum „Guten Menschen“ spielt, ja verkörpert, das fand ich einfach ergreifend. Noch mehr als die nicht minder ausdrucksvoll gespielte Entwicklung der Schauspielerin CMS, dargestellt von meiner Lieblingsschauspielerin Martina Gedeck, die zur Prostitution mit dem Parteibonzen gezwungen wird, um auf der Bühne bleiben zu dürfen.
Die Figuren sind allesamt vielschichtig, man durchlebt ihre Entwicklungen mit und sie sind so ambivalent gezeichnet, wie das Leben sich in der Realität auch meist entwickelt.

Darüber hinaus ist Das Leben der Anderen auch ein subtiles Miteinbeziehen des Kinozuschauers selbst, der hier, wie auch sonst oft und gern, am Leben, das da vor ihm abläuft, teilhaben darf, der zugucken darf wie der Stasismann in seiner einsamen Überwachungszentrale – ein Bild übrigens, das ich so schnell nicht vergessen werde.
Dieser Film war ganz eindeutig – auch – für mich.

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch
  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit

Eine Johannisbeere


will das einmal werden.

  • Beitrags-Kategorie:Allgemein
  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit

Auf Vögel achten!

Das will Herr Gabriel von uns: daß wir eine Stunde lang Vögel zählen.
Klingt seltsam. Ist aber eine tolle Idee. Man sollte Vögeln ohnehin viel mehr Aufmerksamkeit widmen. Nicht nur, weil sie die Wildtiere sind, die uns am nächsten sind. Sondern weil sie, ganz besonders jetzt im Frühling, Lebensfreude vermitteln. Aber sowas von. Achten Sie einfach mal drauf. Und hören Sie hin :-)

  • Beitrags-Kategorie:AllgemeinVögel
  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit

Sortier-Arbeiten


Und dann sitze ich da abends zuhause am Computer, nachdem ich den Tag an einem anderen Computer verbracht habe, sortiere Istanbul-Bilder und schmachte so vor mich hin.
Vor allem an diesen Blick aus dem Hotelzimmer über die gammeligen Dächer von Sultanahmet hin zum Marmara-Meer erinnere ich mich ungeheuer gern. An dieses Geräusch der S-Bahn und an die Liebesgesänge der Möwen und morgens um kurz vor 6 den Ruf der Muezzine. Das hat sich tief eingebrannt.

  • Beitrags-Kategorie:PhotographieTagebuch
  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit

Fast Frühling


Die Bäume sind noch so kahl, als sei noch tiefster Winter, direkt in der Sonne und im Windschatten ist es zwar wunderbar warm, aber im Schatten und, wenn es weht, beginnt man schnell zu frösteln.
Der Waldboden ist überdeckt mit diesen bezaubernden blauen Blüten, Vögel singen, es ist fast wie Frühling.
Mir fehlt das ungeheuer, daß es nicht richtig losgeht, daß es nicht wirklich warm wird und daß alles in so einer seltsamen Warteschleife zu hängen scheint. Warten – worauf?

  • Beitrags-Kategorie:Allgemein
  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit

Istanbul

Morgen geht’s los. Lange war ich nicht mehr so aufgeregt.

  • Beitrags-Kategorie:Allgemeinto the core
  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit