Sonntagslauf

Seit wenigstens 3 Jahren laufe ich erstmals wieder deutlich mehr als 10km. Dazu auch noch ordentlich den Berg hinauf, über Diemardener Warte in den Wald hinauf und dort weiter bis zum Kerstlingeröder Feld, auf dem ich noch eine kleine Runde drehe. Ich staune über die vielfältige Blütenpracht, die mir an den Wegrändern und im Gras entgegen leuchtet. Und ich staune über meine Kraft und Ausdauer, das Gefühl bis in die Haarspitzen mit Energie voll getankt zu sein. Als ich nach etwa 14 km und knapp anderthalb Stunden wieder zuhause ankomme, brummt alles in mir, ein geniales Gefühl. Könnte ich öfter haben!

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das mit der Kondition

Es ist schon erschreckend, wie schnell Kondition verschwindet, wenn man nicht ständig an ihr arbeitet. Wegen Urlaub und Hitze und allen möglichen anderen fadenscheinigen Gründen habe ich das Laufen vor allem im Juli doch arg schleifen lassen. Das merke ich jetzt böse. Am Sonntag bin ich das erste Mal wieder “normal” gelaufen, also achteinhalb Kilometer. Das habe ich so gerade eben überhaupt geschafft. Drei Gehpausen mußte ich einbauen und die Beine fühlten sich an wie sehr wackeliger Pudding.
Heute Morgen war es gar nicht so sehr Pudding, sondern eher ein Gefühl von Lähmung. Es dauerte endlos, bis ich mal so annähernd locker laufen konnte, wenn überhaupt. Immerhin habe ich 8 km ohne Gehpause hingekriegt.
Also ab jetzt wird da wieder eine Regelmäßigkeit eingeführt. Und eigentlich will ich auch endlich mal wieder 10 km hinkriegen. Locker und mit Spaß dabei und deutlich unter einer Stunde.

Sport-Vögel

Den ersten schnee- und frostfreien Lauf des Jahres genieße ich sehr, nachdem ich wegen Sturz auf Glatteis eine Woche ausgesetzt habe. Und die Amseln sind so nett, ihre Schweigephase zu beenden und heute in einen umfassenden Soundcheck überzugehen.

Südniedersächsische Tundra

morgenlauf03
Am Sonntagmorgen bei -8° und bei etwa 15cm Schnee läuft es sich einfach genial. Und dank Handy auch endlich mal mit Knipsmöglichkeit

Knackende Kälte

Bei -17,5° auf gut 12cm hohem Schnee durch mondbeschienene Landschaft laufen.
Schwer zu toppen.

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Göttinger Altstadtlauf 2009

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Geniales Wetter und nach dem üblichen Stress zu Beginn löst sich beim Lauf alles in gute Laune auf. Nach unserem 5,4km-Lauf denken wir, daß wir auch gern noch weiter gelaufen wären. Gegen die Sonne durch die Groner Straße kommt enorm gut, die Rhythmen der Trommler im Papendieck und beim Carrée gehen unmittelbar in die Beine.
Die Stimmung ist einfach super, besonders an unserem Lieblingsplatz im Papendieck Ecke Johannisstraße, von wo wir die folgenden Läufe mit verfolgen.

Schwere Frühlingsluft

Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, daß man fast meint, in Wolken zu laufen. Der Gesang der Vögel hallt wie in einem großen sakralen Gebäude. Da freue ich mich umso mehr, den heute sehr widerspenstigen inneren Schweinehund nach zähem Ringen doch besiegt zu haben und nach arg kurzer Nacht aufgestanden und laufen gegangen zu sein. Es ist einfach gut, das Gefühl. Heute riecht auch erstmals der seit Tagen blühende Flieder so richtig. Glückshormone finden ihren Weg.

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Richtig kalt mal

Bei etwa -18° hat der Innere Schweinehund scheinbar leichtes Spiel, wenn er meint, mich im Bett halten zu können. Aber die Herausforderung, nun erst recht aufzustehen und loszulaufen, ist stärker. Ätsch.
Ich ziehe alles an, was man zweckmäßigerweise so anziehen kann und laufe los. Unter jedem Schritt knackt der Boden. Der Schnee hat so ein ganz besonderes Knirschen, das ich sehr mag. An den Beinen ist es trotz neuer extra warmer Winter-Tight schon etwas frisch, später werden sie knallrot sein und unter der Dusche ordentlich brennen. Und um die Augen rum das seltsame Gefühl, daß die Tränen festfrieren. Das tun dafür wenigstens nicht die Nasenhaare.
Es läuft sich gut. Nach einer Viertelstunde schwitzen sogar Hände und ein Stückchen Kopfhaut. Bis ich bei einer Änderung der Richtung leichten Wind von vorn verspüre. Daraufhin scheint der Schweiß zu frieren.
Das übliche befreite Denkgefühl stellt sich nur kurz ein, zu lange bin ich mit Körperwahrnehmung beschäftigt. Aber es ist gut und hinterher brummt alles. Besonders seltsam das Temperaturempfinden unter der Dusche: je heißer ich sie drehe, desto frösteliger wird mir. Aber es wird.
Und das Frühstück hat lange nicht so gut geschmeckt…

[Edit später]
07:00 -20°
08:00 -21°
11:00 -18°
13:00 -14°
15:00 -13°
16:00 -12°
17:00 -15°

01:00 -22°

[Edit noch später]
Mit dieser Kälte hat Göttingen wenigstens ein Mal die Tabellenspitze der kältesten Orte angeführt. *Juhuu*
Noch kälter war es in Göttingen ansonsten nur Anfang 1997 und irgendwann 1963.

Laufwärts

Nach sehr langer Phase mauer bis gänzlich fehlender Motivation ist es in den letzten beiden Monaten endlich mal wieder richtig aufwärts gegangen mit der Lauf-Disziplin. Im September habe ich es geschafft, jede Woche dreimal zu laufen und den lahmen Trott der Monate davor mit schnellen Intervallen aufzubrechen und dadurch mein Tempo insgesamt und damit auch den Schwung bei der Sache deutlich zu steigern.
13 Läufe, 122km in 11h 51min, das motiviert gleich mit dran zu bleiben. Vom wohligen Gefühl, das die Endorphine vermitteln, ganz zu schweigen.

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