Baumfällliste, die Dreiunddrölfzixte

Kann denn mal einer dem Herrn Mattern Bescheid stoßen, und zwar kräftig, doo?!
Wieso meint denn der eigentlich, sich über alle demokratischen Gepflogenheiten hinwegsetzen zu dürfen?
Wenn man dem Tageblatt trauen darf (weiß aber natürlich wirklich nicht, ob man das darf!), dann war verabredet, daß die Liste, auf welcher alle Bäume genannt werden, welche in der folgenden Fällsaison dran glauben müssen, veröffentlicht wird, bevor sie endgültig beschlossen ist.
Genau diese Reihenfolge hat der Fachbereich Stadtgrün nun wieder, ja, schon wieder, umgedreht.

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Lanzarote

Wenn man dort ankommt, braucht man eine gewisse Zeit, um sich an das völlig Künstliche von Umgebung, Urlaubswelt und Leuten zu gewöhnen. Das geht beim zweiten Mal aber schon deutlich schneller. Dann freut man sich über die Kulisse aus Vulkankegeln, Wolken, weiß gekalkten Schachtelhäusern und dahingestreuten Dattelpalmen. Und über die rötlich leuchtenden Wolken nachts, die von den grell-orangenen Lampen illuminiert werden. (Was übrigens angeblich der Lichtverschmutzung der Luft vorbeugen soll. Mein subjektiver Eindruck ist da genau gegenteilig.)
Noch viel mehr aber begeistert natürlich das Meer, dessen Blau sich stündlich wandelt, das mal einen messerscharfen Rand zum Himmel hat, mal völlig horizontlos mit dem Himmel verschwimmt, das mal ruhig da liegt wie Fellinis große Zelluphan-Folie, mal wüst und ungestüm heranrollt und herrlich wild zum Spiel mit den Wellen einlädt.
Egal ob man einfach am Strand steht und sich die Füße umspülen läßt oder ob man sich hineinstürzt – es fühlt sich immer einfach gut an.
Bilder gibt es da.
Was den künstlichen Eindruck die ganze Zeit über unangenehm aufrecht erhält, ist, daß man kein spanisch spricht. Man braucht das zwar auch nicht, weil fast alle Hotelbediensteten und Supermarktverkäuferinnen deutsch oder englisch sprechen können, aber es nervt mich zunehmend, mit den Menschen, die dort leben und (für mich) arbeiten, nicht in ihrer Sprache reden zu können.
Bevor wir also nächstes Jahr wieder hinfliegen, wird spanisch gelernt. Unbedingt.
Eine Lerngruppe aus wenigstens 3 SchülerInnen besteht schon. Fehlt nur noch eine nette LehrerIn – hier in Göttingen, die genug Geduld hat, uns in die Anfänge einzuweihen. Vorkenntnisse in Latein und/oder Französisch vorhanden…

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Gruß an die Vergangenheit

Gestern im Zug nach hause fiel mir plötzlich ein, was sich heute zum dreißigsten Mal jährt: wie Carsten mich zu einer Radtour von Hannover ans Steinhuder Meer einlud. Gemeinsam mit ein paar Menschen, von denen mich eine ganz besonders interessierte.
Es war ein milder Tag, nicht so sonnig wie heute, aber sehr angenehm. Zuerst fand ich das eine Schnapsidee, hatte eigentlich gar keine Lust, wollte lieber ausschlafen. Der Reformationstag war damals für Schüler noch Feiertag.
Aber ich gab mir einen Ruck und fuhr mit.

Der Tag ging als einer der besondersten in meine Geschichte ein, war für mich ein Ausbruch aus dem bis dahinnigen Leben, der Beginn von etwas wirklich Neuem und Wunderbarem.
Noch heute bin ich euch, die ihr dabei wart, innerlich sehr verbunden, auch wenn wir uns im tatsächlichen Leben seit zu vielen Jahren aus den Augen verloren haben.

Carsten, Katharina, Hannes und Bine, seid einmal ganz besonders gegrüßt. Von hier aus, da ich nicht wüßte, wie sonst.

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Ausstellung Gregory Crewdson


Herrn Kutter sei Dank (!!!), bin ich in diese Ausstellung im Künstlerhaus (Hannover, Sophienstraße) gegangen und habe mich vollkommen bannen lassen.
Das „betörend schöne und gleichzeitig verstörende Werk“ des amerikanischen Photographen trifft ins Mark der Zivilisation oder dessen, was wir dafür halten – und begeistert.

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Neues Photo-Projekt am Start

Gemeinsam mit Hildi und Toby starte ich in Kürze ein neues Photo-Projekt zum Thema „Wende“ oder „Wiedervereinigung“. In Form eines Blogs, überwiegend mit Photos, aber auch mit Geschichten, Anekdoten und Infos zu den Ereignissen, vor allem den persönlichen, soll ein kollektiver subjektiver Überblick entstehen. Das Konzept ist in Vorbereitung.
Gesucht werden MitautorInnen, die
– Photos aus der DDR um 1989/90 oder früher oder später zeigen möchten
– Photos aus dem Grenzgebiet der BRD oder von der Mauer zeigen möchten
– Photos zeigen möchten, die das Zusammenwachsen der beiden deutschen Staaten (oder auch genau das gerade nicht) zeigen
– Lust haben, ihre persönlichen Erlebnisse im Zusammenhang mit der Maueröffnung zu schildern

Wer Material hat und Lust mitzumachen, ist herzlich eingeladen, sich hier per Kommentar oder per Mail zu melden. Wir würden uns sehr freuen, das Projekt auf ein paar Schultern mehr verteilen zu können.
Nur Mut!

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Glückwunsch ans Ostkreuz

Die Berliner Photo-Agentur Ostkreuz feiert ihr 15-jähriges Bestehen. Wesentliches Anliegen ist den namhaften Photographen „die Wahrung der individuellen Sehweise für ihre Bilder vom Menschen“, aber auch „die effektlos objektive Sicht aufs neue Deutschland.“

Das Ostkreuz ist im Übrigen der am stärksten frequentierte, sanierungsbedürftigste und ganz klar schönste S-Bahnhof Berlins.

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Feindliche Übernahme des Nikolaiviertels

Laut Göttinger Tageblatt vom vergangenen Samstag ist das komplette Häuserviertel zwischen Groner Straße, Nikolaistraße und Düsterer Straße an einen Investor verkauft worden, der es komplett abreißen und dort ein Einkaufszentrum speziell für Textilien errichten lassen will.
Freunde, mit denen ich darüber sprach, waren ebenso fassungslos wie ich, hielten die Meldung für einen Aprilscherz. Nur daß eben leider 1. Oktober war.
Hat sich das GT im Datum geirrt?

Leider scheint es vielmehr, als würden weite Teile der Innenstadt nach und nach von Fremdinvestoren feindlich übernommen, platt gemacht und mit Betonmasse zugegossen. Siehe Lünemann-Areal, siehe Pläne für Stadtbad-Areal, siehe nun Nikolaiviertel. Was weiter geschieht, ist noch im Dunkeln. Die sogenannte Einweihung des Einkaufszentrums auf dem Lünemann-Areal ist erst im Sommer 2006. Wer weiß, als was es sich wirklich entpuppen wird.
Und: wer zieht da eigentlich die Fäden?