Ehrung für Gauß-Sternwarte


oder auch: der Herr Näder macht’s richtig. Der Entrepreneur des Jahres 2003, geschäftsführender Gesellschafter von Otto Bock, sagt so ganz nonchalant, es mache ihm und seiner Familie Spaß, wenn sie mal mithelfen könnten. Mit einem sechsstelligen Betrag will er mit dazu beitragen, daß die Gauß-Sternwarte restauriert wird.
So macht man sich Freunde und hinterläßt seine Spuren im Sand der Zeit.
Daneben macht Göttingens Noch-OB Danielowski seltsamerweise gar nicht so den sonst von ihm gewohnten strahlenden Eindruck.

Gestern auf dem Wall

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Endlich waren wir mal auf dem Wall. Der Wall ist eine von Bäumen gesäumte Befestigungsanlage rund um die Göttinger Altstadt, auf der man wunderschön spazieren gehen kann.
Die großen Kinder waren da schon einmal mit ihrer Grundschullehrerin gewesen. Daher etwas sparsame Reaktion zuerst. Aber als sie dann merkten, daß ihr Papa gar nicht unbedingt dozieren wollte, ließen sie sich drauf ein.
Wir guckten uns das Dach des Kauflands an, das sehr sehr massig wirkt und irgendwann einmal grün werden soll. Anfänge davon sieht man sogar schon. Schade nur, daß man es nicht betreten kann. Ein verchromter Stahlzaun verhindert das wirkungsvoll.
Auf dem Wall ist es selbst bei solcher Dunkelheit wie gestern schön. Den Regen zwischendurch bemerkten wir kaum, weil ihn die hohen alten Bäume weitgehend von uns abhielten. Wegen dem Regen allerdings und auch, weil wir kein Entenfutter mitgenommen hatten, fiel ein längerer Aufenthalt im Cheltenhampark leider aus.
Stattdessen waren wir länger im Alten Botanischen Garten und da besonders gern im Farn-Gewächshaus. Da ist es so warm drin, daß erst mal die Brille beschlägt. Und es wachsen riesige teilweise Jahrzehnte alte Farne darin. Wenn man wieder hinaustritt, friert man unwillkürlich, bei der aktuellen Witterung jedenfalls.

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Sommeranfang ’06

Zweiter Juni.
Nachdem der Tag gestern von heftigen Regenschauern aus vollbedecktem und düsterem Himmel geprägt war, zu Temperaturen zwischen 6° und 10°, beginnt der heutige Tag mit Sonnenschein bei 5°. In der Ebene liegen allerdings schon die Wolken auf der Lauer, um sich nach kurzer Helligkeitsperiode wieder um angemessene Verdunkelung zu kümmern.
Bevor ich aus dem Haus gehe, ziehe ich erst meine Fleece-Jacke, dann meine Regenjacke an, packe die Regenhose ein und ziehe Handschuhe an. Ohne setze ich mich nicht mehr aufs Rad. Habe gestern ohne genug gefroren.
Im Haus ist der Wollpullover wieder das angenehmste Kleidungsstück.
Sommeranfang.

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Unterwegs in Linden

In Linden, Hannovers schönstem Stadtteil, bin ich aufgewachsen. Bis 1978 habe ich dort gelebt. Seitdem kehre ich immer wieder gern dorthin zurück. Obwohl ich mittlerweile viel länger in Göttingen wohne, bleibt das Gefühl heimatlicher Verbundenheit zu Linden intensiver, tiefgründiger.
Während ich in Hannover an einer Fortbildung teilnehme, nutze ich gern wieder einmal die Gelegenheit. Diesmal erkunde ich Seitenstraßen der Limmerstraße in Linden Nord. Bei einigen Namen frage ich mich, ob ich dort wohl schon je gewesen bin: in der Ottenstraße etwa. Namen wie Elisenstraße, Nedderfeldstraße oder Stärkestraße sind mir umso vertrauter. Und diese zahlreichen schön sanierten roten Backsteinbauten! Dazu überall blühende Robinien, deren süßlicher Duft in den Straßen hängt.

Türkische Männer, die ihre Terrier Gassi führen. Türkische Frauen mit oder ohne Kopftuch, Kinder an der Hand und auf dem Bobbycar oder türkische Mädchen SMS tippend und beim Shoppen. Meinen orientalischen Imbiß nehme ich gemeinsam mit zwei jungen Iranerinnen und deren Kindern, zwei jungen Afrikanern und einem fernöstlichen Asiaten ein. Falaffel mit Döner an Humus und scharfer roter Sauce. Schmeckt großartig. Ich fühle mich zuhause.

Ich wohne im Hotel im Ahrberg-Viertel. Ahrberg war bis 1992 eine Wurstfabrik direkt am Deisterplatz in Linden-Süd und wurde von 1997 bis 2001 zu einem Wohn- und Kultur-Quartier umgebaut. Die architektonische Integration in das Wohnviertel Linden-Süd um die Charlottenstraße herum scheint mir sehr gelungen. Trotz inzwischen ganz schön müder Füße macht es mir großen Spaß dort spazieren zu gehen. Trotz für die Jahreszeit völlig unangemessener Kälte. Aber immerhin es regnet nicht.

Seltsam berührt mich das Hanomag-Gelände. Von den riesigen Fabrik-Gebäuden, deren Anblick bis zum Ende des letzten Jahrtausends für die ganze Gegend behrrschend war, ist nur noch ein kleiner Teil erhalten, das meiste komplett verschwunden. An seiner Stelle nun Baumärkte. Ausgerechnet.
Ein bißchen Hanomag ist noch übrig. Gerade genug, um abends dort rumzulaufen und ein paar Blaue-Stunde-Bilder zu knipsen. (Demnächst hier…)

Kaufland und der Verkehr


Überraschenderweise sind gar nicht die Autos das Problem. Die verschwinden ohne großes Tamtam in der offenbar ausreichend dimensionierten Tiefgarage und stören dann nicht mehr.
Aber an die Radfahrer scheint niemand so richtig im Ernst gedacht zu haben. Anders ist jedenfalls kaum zu erklären, warum es nur dreieinhalb Fahrradständer vor Kaufland gibt und sonst keine wirklich geeigneten Abstellmöglichkeiten.
Und so stören die vielen wild abgestellten Drahtesel nun auch offenbar schon das öffentliche ästhetische Empfinden. Böse böse böse.

Heidelberg


Was kann man sagen über die berühmte Stadt, die die Amerikaner und Japaner so lieben? Ich meine, außer daß dort der Neckar fließt, daß es ein paar nette Ecken in der Altstadt gibt und das Schloß und die Bergbahn zum Königsstuhl hinauf und all das?

Wir fanden heraus, daß es in Heidelberg immer dunkel ist, ununterbrochen regnet, daß es zwar ein paar schöne Straßenbahnen gibt, daß man aber trotzdem immer nur Bus fährt und daß die Busse immer überfüllt sind.

Außerdem sind die Straßen voll mit jungen Menschen (weil nämlich in diesen Tagen das Landessportfest ausgetragen wird), es ist schwierig ein familienkompatibles Restaurant zu finden, das Preisniveau erscheint hoch – und die Menschen sind durch die Bank freundlich.


Ach ja, fast hätt ich das vergessen. Die Jugendherberge. Da haben wir übernachtet. Ich hatte das Vergnügen schon zum zweiten Mal. Das erste Mal war 1978, auf unserer letzten Klassenfahrt, kurz vorm Abitur. Ich war sehr eigenartig berührt, die 6er-Schlafräume wieder zu erkennen, den Gang dorthin und auch sonst ein paar Details.


Im Gartetal

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Sturmtief Gertrud


Unwetterwarnung für Südniedersachsen.

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Phentermine spamt wieder

Die Phentermine-Dealer sind wieder rege und versuchen, sich via Trackbacks in dieses Blog einzuspammen. Spam-Karma sei dank führt das aber zu nichts außer einer entsprechenden Mail. 1 Mail für 235 Spam-Attacken innerhalb eines Tages.
Auch andere als Phentermine sind fleißiger denn je, Online Poker z.B. Eine neue Welle überschwemmt da seit einigen Tagen auch meine Mailbox: „massive PR-Kampagnen“ für irgendwelche Stocks. Die Spam-Erkennungsalgorithmen sowohl von gmail als auch von Spam-Karma sind ja schon unglaublich ausgereift. Ich staune immer wieder über die enorme Treffsicherheit. Aber die Drecksäcke von Müllverteilern schlafen offenkundig auch nicht.
Ein Spiel mit sehr ungleich verteilten Karten, bei dem die gute Seite der Macht trotz allem immer wieder beeindruckend gut aufgestellt ist.

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