Gartenkreuzspinne


Dieses possierliche Kerlchen bewohnte die Decke unseres Badezimmers mehrere Tage lang. Heute beschlossen wir es zurück an die frische Luft zu setzen. Zum Glück kam Toby gerade vorbei und konnte diesen gefährlichen Job übernehmen.

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Schneckensommer

Übrigens hat B neulich innerhalb einer Viertelstunde im Garten 86 Schnecken gesammelt, einen Abend später waren es nur auf einem 3-Quadratmeter-Beet über 40.
Ich muss neuerdings beim Laufen genau gucken, wo ich hintrete, um nicht auf Schneckenschleim, der ganze Fußwege mit Spuren überzieht, auszurutschen oder auf die Nachtschnecken selber draufzutreten. Das Geräusch und das Gefühl möchte ich mir noch nicht mal vorstellen.
Es flutscht nicht: es glitscht.

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Toskana tropicana

Gerade geht hier wieder so ein tropisch anmutender Schauer nieder. Sehr viele sehr dicke Regentropfen, Naheinschläge von Blitzen mit entsprechend lautem Donner. Wildes Wolkenschauspiel. Einfach klasse.
Gestern Abend war es so schwül, dass ich mich sofort nach der Ankunft zuhause sofort bis auf die Unterhose ausziehen musste. Alles klebte. Dazu der Himmel voller streifenartiger Wolken, wie gekämmt, später mit zerfaserten Anhängseln unten drunter, dass man jeden Augenblick Tornados erwartete. Die Spannung stieg, bis sie sich in einem knackigen Gewitter entlud, das wir mit drei Fotoraps plus Video vom Dachzimmer aus genossen.

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Gewitternacht

Um halb zwölf ist es immer noch so warm, dass ich trotz weit offener Fenster ohne Decke auf dem Bett liegen kann. Draußen ringsum Wetterleuchten und leises fernes Grummeln. Eine wunderbare Stimmung. Ich liebe Gewitter.
Als nicht im Urlaub befindlicher Arbeitnehmer muss ich natürlich versuchen zu schlafen – und meine Versuche Blitze zu photographieren beizeiten aufgeben. Auch weil das mit der Canon G6 einfach nicht geht. Die 15sec maximale Belichtungszeit reichen nicht. Jedesmal wenn der Verschluss wieder zugeht, kommen die Blitze, auf die ich in den 15sec vorher gehofft habe. Und nach solchen Aufnahmen braucht die Kamera immer noch mal fast genau so lange, um das neue Bild zu berechnen und zu speichern. Und wenn man dann wieder drauf drückt, dann sind das wieder genau die 15sec, wo die Blitze entweder gar nicht oder in einem anderen Himmelsabschnitt niedergehen.

Zwei Stunden später, ich hatte leicht geschlafen, ist das nächste Gewitter richtig da. Ich mache noch mal ein paar Knipsversuche, vor allem um wach zu bleiben. Unglaubliche Atmosphäre. In der Ferne eine Stelle am Horizont, die rot leuchtet. Fast wie ein Nordlicht, was aber natürlich nicht sein kann, weil ja alles tief voller Wolken hängt.

Hier eins der vielen wunderbaren Bilder von Toby.

Dann eine fast plastisch sichtbare schmale Wolkenfront, die mit einer plötzlichen und intensiven Bö über mich hinwegrauscht. Eindrucksvoll und unheimlich. Im Haus heult es und ich muss den Fensterflügel festhalten, damit er nicht vom Sog des Windes zuknallt. Eine seltsam lange Weile fast gar keine Blitze, bis sie dann auf einmal ganz nah – und laut! – wieder kommen und es schnell und sehr heftig zu regnen beginnt. Ich schließe die Fenster, lege mich aufs Bett und lausche dem Trommeln der Tropfen auf dem Dach. Das ist so laut, dass man den Donner kaum noch hören kann.

Und so geht es weiter. Gewitter Nummer drei kommt irgendwann, als es schon hell wird, wieder mit einem kurzen aber äußerst intensiven Regenschauer.

Das Weckergepiepe morgens ist entsprechend schmerzhaft, von ausgeruht kann keine Rede sein, abgekühlt ist es draußen auch nicht nennenswert: der Eindruck von tropischem Klima deutlich. Nach diesem Erlebnis und mit dem Gefühl des Übernächtigtseins aber ein irgendwie tief sitzendes saugutes Gefühl. So darf es gern öfter sein.
(Ach ja, und dann brauch ich ne schussbereite und blitzaufnahmefähige Kamera. Unbedinckt!)

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Hochwasserschutz in der Leineaue


Im Zuge des Ausbaus des Hochwasserschutzes in der Leineaue, der die Stadt Göttingen vor den Folgen des nächsten Jahrhunderthochwassers (zuletzt 1909) bewahren soll, sind für die nächsten Jahre umfangreiche Maßnahmen nördlich des Sandwegs vorgesehen. So soll unter anderem die Leine-Mulde, also der Bereich, in dem die Leine normalerweise fließt, ausgebaggert werden. Den Deichen hingegen sollen Stützkonstruktionen eingebaut werden, was dann auch eine Erhöhung der Deichkronen um etwa einen halben Meter zur Folge haben wird. Und diese Erhöhung, welche durch Anschüttung realisiert werden soll, wird dann vorsichtigen Schätzungen nach für etwa die Hälfte der dort noch vorhandenen Bäume das Ende bedeuten. Zum Schutz der Stadt wird dies billigend in Kauf genommen. Alternativlösungen sind nicht vorgesehen und Ersatzpflanzungen von Bäumen nur in kleinem Rahmen, weil dafür natürlich kein Geld vorhanden ist.
Schon beim Hochwasserschutzbau entlang der Flüthe zwischen Sandweg und Flüthewehr sind zig große landschaftsprägende Bäume gefällt und die Fußgängerbrücke abgerissen worden. Maßnahmen, die den Naherholungswert dieses Gebiets nicht nur während der Baumaßnahmen sondern auch nachhaltig deutlich geschmälert haben.

“Die GRÜNEN betonen, dass der benötigte Hochwasserschutz für die Innenstadt nicht zwangsläufig auf Kosten von Natur und Naherholung gehen müsse.” Die aktuelle Planung sei pure technokratische Hochwasserschutzplanung ohne Sinn für Natur und Ästhetik.

Und so wird es weiter gehen.

Per Anhalter durch die Galaxis

Als Jugendlicher und Student bin ich zeitweise fast ausschließlich auf meinem Daumen gereist. Von Göttingen nach Hannover war Standard und ging manchmal schneller als mit dem Zug. Spannende und meist gute Erfahrungen habe ich auch auf der damaligen Transitstrecke durch die DDR nach Berlin gemacht. Und die weiteste Tour führte mich bis in die Pyrenäen, immerhin auch in weniger als 24 Stunden von Wiesbaden bis Perpignan…
Weiter ist es dann aber doch nie gegangen. Und den Erdboden oder gar den Orbit unseres wunderschönen Planeten habe ich auf diese Weise nie unter oder hinter mir gelassen. Um so begeisterter habe ich vor ziemlich genau 20 Jahren erstmalig Douglas Adams gelesen (und seitdem immer wieder), der dem Trampen in seiner letztlich 5-teiligen Trilogie viele verblüffend neue Perspektiven abgewonnen hat. Durch das enge erzähltechnische Gewebe aus Science-Fiction-Satire, Seitenhiebe auf alles, was irgendwo mit Computern zu tun hat, und die liebevolle Veräppelung der Intellektuellen-Scene der späten 70er und frühen 80er des dahingegangenen Jahrhunderts, in dem wir groß geworden sind –
für mich sind diese Bücher Basisliteratur. Ich lese nicht nur immer wieder gern darin, sondern ich schäme mich auch gar nicht, bei allen möglichen Gelegenheiten daraus zu zitieren.
Gestern habe ich endlich den gleichnamigen Film im Kino gesehen. Entgegen all den vielen harschen Kritiken, die ich gerade in Blogs dazu gelesen habe, kann ich nur Lob für diese erstaunlich gelungene Literaturumsetzung finden. Natürlich kann man an einzelnen Details, die man sich beim Lesen anders vorgestellt hat, immer rumkritisieren. Oder an den unendlich vielen Dingen, die im Film ausgelassen werden. Aber entscheidend ist, dass der Adams’sche Humor in voller Breitseite rüberkommt (lange nicht so viel und herzhaft gelacht!), dass jede einzelne Figur mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und gespielt wird, dass es nirgends ins einfach nur Alberne abgleitet, dass einige der Locations (das Vogonen-Raumschiff etwa oder der sagenhafte Planet Magrathea!) einfach genial ins Bild gesetzt worden sind und dass der ganze Film den philosophischen Tiefgang atmet, der den dauerhaften Wert der Bücher ausmacht.
Vielleicht sind die Vogonen etwas zu gefühlvoll entworfen, Marvin mit seinem großen Kopf letztlich zu niedlich (Kindchenschema!) und Zaphod etwas zu nerfig-durchgeknallt – aber eigentlich auch wieder genau das alles nicht. Gefehlt hat mir natürlich die Stelle, an der Vrumfondel fordert, dass er Vrumfondel heißt und sein Kollege ihn einen Idtioten schilt, dass er das doch nicht zu fordern brauche, weil das doch klar sei.
Ebenso klar, wie alle Eingeweihten die Antwort 42 niemals in Zweifel ziehen würden. Nur, dass man die Frage natürlich schon ganz gern wüsste…

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Eine Woche Laufverbot

hat mir der Besuch beim Chirurgen heute Morgen eingebracht. Beim Laufen war da plötzlich so ein heftiger Schmerz gewesen. In der Wade, wie bei einem Krampf. Und obwohl ich dachte, das gehe gleich wieder weg, tat es genau das nicht. Weiterlaufen unmöglich, nur walken. War das peinlich! Als ich bei uns in die Straße einbog, dieser plötzliche Angstschweiß, die Powerwalkerinnen aus der unteren Nachbarschaft könnten mir dort begegnen, wie neulich. Nur, neulich konnte ich lässig an ihnen vorbeiziehen, heute wären sie schneller gewesen.
Aber wenigstens hier Glück im Unglück: keine Walkerinnen weit und breit. Nur ich. Und ich kann jetzt noch nicht mal mehr das, weil da wohl ein paar Faserchen gerissen sind und ich das getapete Bein schonen soll.
Wo ich gerade so schön im Rhytmus und Training war! :-(