Haftungsausschluß

1. Inhalt dieses Onlineangebotes
Der Autor übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der hier in diesem Blog bereitgestellten Informationen.

Haftungsansprüche gegen den Autoren, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger oder irreführender Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern seitens des Autors kein nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden vorliegt.

Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Autor behält es sich ausdrücklich vor, Teile der Seiten oder das gesamte Angebot ohne gesonderte Ankündigung zu verändern, zu ergänzen, zu löschen oder die Veröffentlichung zeitweise oder endgültig einzustellen. Ausdrücklich wird deshalb darauf hingewiesen, dass bestehende Informationen hierdurch in ihrem Sinn und Kontext verändert werden können.

2. Verweise und Links („Hyperlinks“)
Auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung, die Inhalte oder die Urheberschaft der wegführend verlinkten/verknüpften Seiten hat der Autor keinerlei Einfluss. Hierauf wird besonders hingewiesen. Deshalb distanziert sich der Verfasser hiermit ausdrücklich von allen Inhalten der wegführend verlinkten /verknüpften Seiten gleich welcher Art. Diese Feststellung gilt für alle innerhalb dieses Internetangebotes gesetzten Links und Verweise, seien sie vom Verfasser oder durch Fremdeinträge zustande gekommen.

Für illegale, fehlerhafte oder unvollständige Inhalte und insbesondere für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung solcherart dargebotener Informationen entstehen, haftet allein der Anbieter der Seite, auf welche verwiesen wurde, nicht derjenige, der über Links auf die jeweilige Veröffentlichung lediglich verweist.

3. Salvatorische Klausel
Sollten Teile oder einzelne Formulierungen dieses Haftungsausschlusses der geltenden Rechtslage nicht, nicht mehr oder nicht vollständig entsprechen, bleiben die übrigen Teile dieses Textes in ihrem Inhalt und ihrer Gültigkeit davon unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung soll diejenige wirksame und durchführbare Regelung treten, deren Wirkungen der rechtlichen Zielsetzung dieses Textes am nächsten kommt.

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch
  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit

Hagenweg 20


1983 habe ich in diesem Haus für etwa 9 Monate gewohnt. Damals war es technisch intakt und verhältnismäßig sauber und jedes der weit über hundert 18qm bzw 35qm-Appartments bewohnt. Schaurig war die Anonymität: selbst die Leute, die direkt neben einem wohnten, kannte man nicht. Es gab so etwas wie Angst voreinander. Begegnete man sich auf den langen, kahlen Fluren, grüßte man knapp, ohne genau hinzugucken. Einmal klingelte jemand bei mir und borgte sich Salz oder Milch. Ich erinnere deutlich, wie ich erschrank, als es klingelte. Wie ich sogar zunächst gar nicht öffnete, sondern versteinert da saß und mich nicht mehr traute mich zu bewegen. Dann öffnete ich doch und der Jemand an der Tür war genauso verhuscht wie ich. Ich nahm mir vor, mein Verhalten zu ändern. Aber es ging nicht.

Gruselig waren die Geräusche, die man, vor allem nachts, nie richtungsmäßig zuordnen konnte. Zu laute Fernseher, Trittschall, Stimmen – es ließ sich beim besten Willen nicht herausfinden, woher sie kamen.
Mein Fahrrad schleppte ich immer die Treppe hoch, um es durch’s Appartment durch auf den Balkon zu bringen, weil draußen zu viel geklaut wurde.

Das Klima war übel in dem reinen Betonbunker, deswegen konnte ich nur bei geöffneter Balkontür schlafen. Das war jedoch irrsinnig laut, weil der Hagenweg stark befahren ist. Von Lastwagen und Bussen und Autos.
Ich machte drei Kreuze, als ich dort auszog.

Heute steht der Bunker großteils leer. Wer dort wohnt, hat keine andere Alternative mehr. Der Zustand ist, schon von außen betrachtet, das nackte Grauen: jede Menge zerstörte Fensterscheiben, überhaupt der Eindruck allgemeiner Verwahrlosung, üble Gerüche, bellende Hunde – Angst. Man kommt dort vorbei und traut sich kaum näher ran, sieht zu, daß man so schnell wie möglich weiter kommt und nicht weiter drüber nachdenkt, wie es den Menschen gehen mag, die dort wohnen.

  • Beitrags-Kategorie:Allgemein
  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit

Dem Fischer

Dem Fischer weine ich keine Träne nach. Und das keineswegs nur, weil er sich ja alle Hintertüren offen gelassen hat und gewissiglich aus den hinteren Reihen heraus weiter munter Ränkespiele betreiben wird.
Nein: mit Herrn Fischer hat ausgerechnet ein Grüner die deutsche Beteiligung an Angriffskriegen (Kosovo, Serbien, 1999) wieder ermöglicht. Ein Schritt in der deutschen Nachkriegsgeschichte, der meines Erachtens nicht hätte getan werden dürfen.
Aus dem Sog, in den diese Entscheidung die Grünen gerissen hat, haben sie sich nicht mehr befreit – und hier liegt vermutlich auch die Schnittstelle zur Zusammenarbeit mit Cducsufdp.
Einer der Gründe, warum die Grünen – wenn überhaupt – nur noch kleineres Übel sein können.
Utopien scheint es nicht mehr zu geben. Jedenfalls kann man sie keiner Partei mehr zuordnen.
Und dies ist eins der Verdienste, die man dem Herrn Fischer bedenkenlos zuordnen kann. Ein Bärendienst.

  • Beitrags-Kategorie:Allgemein
  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit

Jamaica als Urlaubziel ok

– aber nicht hier als Regierungsform, klar?!
Süßsäuerlich mit starkem Hang zu angebittert wird Ängschie durchregieren auf den entscheidenden Feldern Globalisierung gewinnen, Spitzenverdiener entlasten und die Last auf die da unten verteilen (gibt ja schließlich genug davon), Ökoreformprojekte ins Aus laufen lassen, den finalen Kotau vorm großen Bruder Bush machen, zwischendurch versteckt devot nach rechts hinten linsen, wo Onkel Edmund den Rohrstock in stillen Momenten auf den Tisch knallen läßt –
Dazu die dauergrinsende Westerwelle, die den konservativen Einpeitschern liberal-debil den Weg ebnet.
Die Grünen dürfen trottelig-gutmütige Miene zum bitterbösen Spiel machen und werden trotzdem nur als Miesmacher und Blockierer gebasht. Ihre Forderungen werden als kontraproduktiv, wachstumshemmend und arbeitsplatzverhindernd hingestellt und damit abgeschmettert.

So oder so wird es kommen.

Es wird die Grünen zerreißen. Die Fundis müssen sich eine neue Heimat suchen und die verbleibenden werden sich fragen, warum sie sich nicht gleich der FDP eingliedern lassen.

Laßt euch nicht ins Bockshorn jagen! Bleibt standhaft! Laßt Jamaica in der Karibik!

  • Beitrags-Kategorie:Allgemein
  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit

Am Tag danach

Eines finde ich bemerkenswert: Es gibt nun die dritte Wahl hintereinander eine Mehrheit jenseits des so genannten bürgerlichen Lager aus Union und FDP!

Die Farben werden neu gemischt.

ein Trauerspiel von herumtaumelnden Testosteronhaufen

verdacht, daß beide da rauswollen. schröder ebenso wie merkel. ängschie weiß, dass sie die nächste zeit augen im rücken bräuchte und schröder will eigentlich nur als ungeschlagener kanzler das feld und sich den dank und respekt seiner partei abholen

Merkels klarer Auftrag zur Regierungsbildung ist genauso lächerlich und unwahr wie Schröders surreale Siegerpose. Gerade diese beiden Modelle haben ausgedient. Es bräuchte ein paar nüchterne Leute mit Resten von Realitätssinn, die sich zusammensetzen und sich über die relevanten Inhalte verständigen. Es geht um die Zukunft dieses Landes und nicht die von Politdarstellern. Auch die Nachrücker Wulff oder Steinbrück können da in keiner Weise erhellend wirken, von Kochs oder Gabriels ganz zu schweigen. Alle nur Machtgeier.
Aber das ist es, was geschieht: das, was immer geschehen ist. Machtgerangel. Nichts sonst. Niemand will hier im Ernst Verantwortung übernehmen, aber alle das größte Stück vom Kuchen.
Erbärmlich.

  • Beitrags-Kategorie:Allgemein
  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit

Blaue Sonne


Grelle Kontraste. Lichtenergie pur. Lebenselixier.

  • Beitrags-Kategorie:Allgemein
  • Lesedauer:1 Min. Lesezeit

Was für ein Krimi!

Noch vor wenigen Tagen unkte ich verdrossen rum, daß es sowieso egal sei, wer diese Wahl gewinnt, weil sich eh nichts ändern wird. Dies hat sich in der vergangenen Woche schon deutlich geändert, insofern ich zunehmend den Eindruck gewann, daß sich mit einem Wechsel, wie ihn sich Merkel vorgestellt hat, das politische und wirtschaftliche Klima hier im Land doch noch einmal drastisch verschlechtern würde. Sicher vom Wahlkampf aufgebauscht, aber –
Heute dieses phantastische Wetter, dieser unglaublich blaue Himmel, grell strahlende Sonne – ich fragte mich zwischenzeitlich, was das wohl für ein Zeichen sein soll. (Ja, manchmal glaube ich an Zeichen.)
Nun dieses Wahlergebnis. Als ich die erste Hochrechnung hörte, mußte ein kleines Freudentänzchen sein. Denn
– Schwarz-gelb ist deutlich abgeschmettert.
– Das CDU-Facelifting via Merkel hat nichts genützt.
– Schröder hat die Ohrfeige bekommen, die dringend nötig war. Er hat es nur noch nicht gerafft.
– Die Grünen sind in schwieriger Situation klar bestätigt worden.
Das übersteigt meine Erwartungen deutlich. Zu sehr habe ich da noch die Erfahrung von 1983 vor Augen, als Kohl eine unfaßbare Mehrheit errang und die Grünen noch nicht mal hineinkamen in den Bundestag.
Der Kiessee in Göttingen am Wahlsonntag

Es gibt, wie den Verlusten der großen Parteien zu entnehmen ist, ein klares Bedürfnis im Volk nach klaren Aussagen. Mit dem Geschwafel von Politik der Mitte sind zwar noch zwei Drittel der Wähler zu mobilisieren – aber es sind nur noch zwei Drittel!
Der Erfolg der kleinen Parteien spricht Bände. Die Zugewinne der FDP kann ich inhaltlich zwar nicht nachvollziehen – was hat man denn da im liberalen Sinne eigentlich gewählt?! – aber vermutlich sind es einfach schwarz-gelb-interne Proteststimmen.

Unglaublich, wie sich die Würdenträger dann da präsentiert haben. Vor ihren Freundinnen und Freunden und dann in der Elephantenrunde. Und wie diese öffentlich-rechtlichen TV-Masken mit ihren ewig gleichen Nullachtfuffzehn-Fragen allesamt vor die Wand liefen. mh’s kritische Würdigung beschreibt dies trefflich.

Die entstandene Spannung bietet Chancen, die aber – fürchte ich – allesamt ungenutzt den üblichen Politikertugenden zum Opfer fallen werden.

  • Beitrags-Kategorie:Allgemein
  • Lesedauer:2 Min. Lesezeit

Güterbahnhof: Abriß


Lange schon weiß man, daß es passieren wird. Im Sommer bin ich extra noch einmal zu einer ausgiebigen Photo-Session dort gewesen. Aber wenn es tatsächlich zur Sache geht, wenn da in Klump gehauen wird, was man faszinierend gefunden hat und noch immer findet, wenn ein Ort verschwindet, der eine Bedeutung hat, dann ist das nicht gerade leicht zu verknüsen.
Selbst bei den geilen Wetter nich, doo.