Tauben gurren wieder

Sylvester2003

Im Cheltenhampark waren 2 Bäume dicht von Vögeln besetzt, als ich an Sylvester dort hindurch fuhr. Hatte ich noch nie so gesehen. Und dann waren das auch noch Tauben!
Etwas später sang am neuen Rathaus gegen den lauten Einkaufsverkehr übermütig eine Amsel an. Trotz beißender Kälte und düsterem Licht.
Seit ein paar Tagen sind auch wieder Spatzen zu hören, noch leise, aber klar vernehmbar.
Und heute Morgen 1 Taube, klar & deutlich am Gurren.

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Die Rituale zum Jahreswechsel

Sylvester2003

verhelfen zwar einerseits zu einer Rahmenhandlung, die es meistens verhindert, dass man völlig wahnsinnig wird. Aber mit von Weihnachtsgrippe noch entkräfteten, deshalb übermüdeten und mittelmäßig durchgeknallten Kindern einerseits.
Mit Eltern, deren Sorgenkapazität eigentlich durch Arbeitsplatzerhaltung, diffuse und weniger diffuse Zukunftsängste – zusätzlich zum üblichen – weitgehend ausgeschöft ist, andererseits.
In so einer Konstellation reichen die normalen Rituale manchmal doch nicht für einen befriedigenden und erfreulichen Sylvesterabend und Neujahrstag aus.

Neujahr2004

Bei -1° aber schneidendem Wind liegt die gefühlte Temperatur eher bei -15° und bei der ätzenden Neujahrsmittagslaune des Nachwuchses ist auch der Gefrierpunkt der Elternlaune in gefährliche Nähe gerückt.
Eigentlich kann das Jahr nur noch besser werden.

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Kalter Jahresausklang

Kalte+Daecher

Morgens um sechs steht hoch am Himmel Jupiter und überstrahlt die Sterne des Löwen. Ein Stück weiter links die Sichel des zunehmenden Mondes neben dem immer noch recht hellen roten Mars.
Drei Stunden später tritt die Sonne über den Berg und lässt die Dächer Göttingens in mild-kaltem Licht erstrahlen. Immer wieder ein majestätischer Moment.
Kalte+Daecher+2

Besonders der Rauch aus den Schornsteinen im Gegenlicht!

Benzstr

Wieder ein paar Stunden später (es ist ja nur gut 8 Stunden hell) leichter Kältedunst, schöne Winterabendstimmung. Der letzte ganze Abend im alten Jahr. Der Abend, an dem man sich so mit am meisten dazwischen fühlt.
Man hat Feuerwerk gekauft, allmählich entsteht Vorfreude auf den Jahreswechsel, diesen besonderen feierlichen Moment, von dem man stets auf’s Neue erwartet, dass er etwas wirklich Neues und Gutes bringt.
Trotz der sich mit den Jahren arg verdichtenden Erfahrung, dass der Januar in der Regel vor allem dunkel, kalt und trist ist, ist immer wieder neu diese Hoffnung da. Plötzlich und stark.

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Zwischen den Jahren

ist man ja immer so besonders drauf: besinnlich und voll der guten Vorsätze. Früher war mir das extrem wichtig, viel aufzuschreiben: das alte gründlich durchzureflektieren, neues zu antizipieren, Sinn zu suchen und einen symbolischen Sprung ins Neue zu zelebrieren.
Dieses Jahr erstmalig haben wir die Einladung zu einer Sylvesterparty ausgeschlagen, weil wir lieber mit unseren Kindern feiern wollen. Familiäre Enge genießen und dann böllern. Übrigens weder trotz Iran (Erdbeben etc.) noch gerade wegen, sondern einfach weil es Spaß macht und weil ich diese moralische Abwertung des Sylvesterrituals mittlerweile völlig indiskutabel finde. Spenden für Leute, denen es dreckig geht, muss man nicht in umgekehrten Zusammenhang zum eigenen Vergnügen bringen. Diese Werteverknüpfung führt nur zu unguten Gefühlen, die niemandem etwas nützen.
Viel Gutes erwarte ich nicht vom neuen Jahr. Politisch und wirtschaftlich wird es wohl kaum entspannter werden – und gesundheitlich kann man für alle nur das Beste hoffen und wünschen!

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Wintereinbruch

Schneeregenblau
Gestern regnete es Bindfäden, heute schneite es weiße Wände, die am Boden sofort zu dreckigem Matsch tauten. Jetzt friert es. Wird schön glatt werden.

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Auf der Abschussliste

Leine-Pappeln
Die kommen bald alle weg.

Das Göttinger Grünflächenamt plant. Da bleibt kein Auge trocken. Und kein Baum ungeschoren oder gar unversehrt. 151 Bäume sollen im Stadtgebiet Göttingen in dieser Saison gefällt werden.
Danach wird es sicher schön übersichtlich aussehen. Überall. Denkt man.
Grauen macht sich breit.

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Man darf gratulieren

Die Lokal-Redaktion des Göttinger Tageblatts bekommt eine neue Chefin: Britta Bielefeld.
Eine vortreffliche Wahl!
Das grapf°log erhofft sich davon endlich eine wirklich frische Brise für die örtliche Berichterstattung.
Die Ernennung Ilse Steins zur Chefredakteurin war noch nicht so ganz das erhoffte Signal gewesen – aber jetzt!
Herzlichen Glückwunsch, Frau Bielefeld! :-)

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Aus für Südumgehung

Feldmark

Lange schon zeichnete es sich ab: die heiß umstrittene Straße, die dem Süden Göttingens Entlastung bringen sollte, ist nicht finanzierbar. Auch anderen Umgehungsstraßen in der Region (von Holtensen über Klein Lengden bis Waake) wurden kurzerhand die Landeszuschüsse gestrichen. Wo kein Geld ist, kann auch keins verteilt werden.
Ein Glück für die südliche Feldmark Göttingens! Sie wird auf lange Zeit vom Autoverkehr verschont und für die lärmgeplagten Göttinger Hauptstraßen-Anlieger Rückzugsgebiet und Ruhepol bleiben.
Für die Verkehrssituation im Süden Göttingens muss aber natürlich trotzdem, um nicht zu sagen jetzt erst recht, etwas geschehen! Eine nachhaltige Lösung, die das Anwachsen von Individualverkehrsströmen nicht als naturgegeben hinnimmt, ist dringend gefordert. Das wäre nun eine Profilierungschance für Politiker, die ihr Engagement für den Stadtteil tatsächlich ernst meinen. Man darf gespannt sein, ob von ihnen etwas kommt und ob es zu irgend etwas nützt. Die Vorschläge aus den Reihen von CDUSPDFDP waren leider wie üblich für die Tonne.
Für die miteinander im Hader liegenden Bürgerinitiativen pro bzw contra Südumgehung wäre nun die Gelegenheit, sich zusammen zu tun und fortan an einem Strang zu ziehen, geht es ihnen doch letztlich um dasselbe Ziel.

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Geniestreich an einem Filet

Arkaden

Gut eine Woche vom Ratsbeschluss bis zur Beparkbarkeit. Wenn doch wichtige Beschlüsse auch so schnell umgesetzt würden! Ein paar Jahre stand hier das geschlossene, abgewickelte Alte Stadtbad. Bis der Stadtrat auf die glorreiche Idee verfiel es abreißen zu lassen, weil niemand das Gründstück mit Stadtbad kaufen wollte

Arkaden

Dann lag das Grundstück weit über ein Jahr brach. Und nix geschah. So gar nix.
Peinlich.
Sehr peinlich.
Und nun, kurz vor dem Whynachts-Run auf die Geschäfte, ging alles ganz schnell. Sogar das direkt angrenzende reine Wohngebiet stellt gar kein Problem dar. Eine 10m lange und 2m hohe Lärmschutzwand erstickt jeden Zweifel im Keim. Hier erreicht ein Stück Stadt (nicht Land!) das höchste Ziel seiner Existenz: es wird Parkplatz.

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Geismartor Bau-Ende

Heute um 14:30 Uhr erfolgt die feierliche Wiedereröffnung und Inverkehrgabe der Kreuzung am Geismartor durch OB Danielowski.
Nach 6 Monaten Bauzeit bekommen die Autofahrer einen hübschen neuen Schmelzpunkt der Verkehrsleidenschaft.
Man darf gespannt sein, welch wunderbare neue Hürden für Fußgänger und Radfahrer mit im Paket versteckt sind.

Übrigens: mir so ganz persönlich hat die Baustelle gut gefallen. Habe den Arbeite(r)n immer wieder gern zugeguckt und oft gestaunt wie ein Kind, wie das alles funktioniert: vom Straße aufsägen über das Ausbaggern bis zum Neu-Asphaltieren mit der Vögele-Maschine, die mir stets ein Grinsen ins Gesicht trieb.

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