Vögel erobern die Stadt

Am frühen Morgen staune ich nicht schlecht, als ich mitten in der Südstadt laut und deutlich eine Nachtigall singen höre. Wenig später, als ich im Garten liege und Dehnübungen mache, fliegt majestätisch und dicht über mich hinweg ein Reiher. Und von unten sieht man seine roten Beine.
Das gab’s bisher hier gar nicht.

Klare Ansage gegen Turbo-Abi

An die zehntausend Menschen aus ganz Niedersachsen haben am vergangenen Samstag in Hannover ihre Meinung zur geplanten Verkürzung der Schulzeit an Gesamtschulen bunt und energisch vorgetragen.
Wie lange wird die Landesregierung noch auf ihrer bornierten Ignoranz beharren?

Vorab hier ein programmatisches Bild zur Nachricht. Mehr Bilder demnächst hier auf gö*.

Chaos durch Unfähigkeit

Die Niedersächsische „Landesregierung“ (CDU-FDP) gibt sich alle Mühe, das Bildungssystem gründlich vor die Wand zu fahren. Statt längst überfällige Konsequenzen daraus zu ziehen, daß das Turbo-Abitur (in 8 statt 9 Jahren) Schüler und Lehrer an Gymnasien vor kaum zu bewältigende Probleme stellt, will sie ihre krasse Fehlplanung noch auch noch auf die Gesamtschulen ausweiten.
Gegen den erklärten Willen von Schülern, Eltern, Lehrerverbänden und sogar größeren Teilen ihrer eigenen Parteibasis wollen die harten Christdemokraten ihr Ding durchziehen. Und zwar im Schnelldurchgang. Ihre Regierungssprecherin hat bereits das Amt niedergelegt, als nächstes Bauernopfer ist Frau Heister-Neumann ausgeguckt, die offenbar die Linie ihres Chefs nicht überzeugend genug rüberbringt. Das soll der Althusmann dann besser besorgen. Schließlich geht es nicht um Inhalte, sondern darum, wie man sie rüberbringt.

Wer würde dieser „Regierung“ den Hauch einer Träne nachweinen!

Schlimm ist, daß am Ende die Schüler auf der Strecke bleiben werden. Trotz immer massiver sich auswirkendem Lehrermangel wird man ihnen den Stoff von 9 Jahren in 8 Jahren reinzuprügeln versuchen, um sie dann – wenigstens zum Teil – ein Jahr früher, denkbar schlecht geschult, in eine alles andere als rosige Zukunft zu entlassen.
Das Geld, das für fehlende Lehrer und auch sonst zur Behebung der strukturellen Bildungsmisere dringend benötigt würde, investiert man lieber in die Zubetonierung des Landes und in den Saurier Automobilindustrie.

Nach uns die Sintflut. Und bis dahin: Chaos Durch Unfähigkeit.

» » Samstag, 9. Mai um 12 Uhr ist Demo in Hannover.

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Laufen im Frühnebel

deichmorgennebel
Traumhaft schön ist es, hier morgens zu joggen. Oder mit dem Rad entlang zu fahren. Oder spazieren zu gehen. In diesen Tagen gibt es sogar noch ein Froschkonzert gratis als Beigabe.
(Und genau hier wollen diese Knallchargen (CDU-FDP-SPD) ihre idiotische Südspange hinbauen. Sie werden nicht eher Ruhe geben, bis das letzte Stück Südniedersächsischer Toskana zubetoniert ist.)

Abendradtour an den Kiessee

Abendradtour1
Nach dem ersten Sommergewitter des Frühlings dampft die Erde und es ist noch um Längen feuchter als am Morgen.
Abendradtour2
Eigentlich sind wir auf der Suche nach der Nachtigall oder wenigstens nach Familie Graugans.
Abendradtour4
Aber die sind alle ausgeflogen.
Abendradtour5

Schwere Frühlingsluft

Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, daß man fast meint, in Wolken zu laufen. Der Gesang der Vögel hallt wie in einem großen sakralen Gebäude. Da freue ich mich umso mehr, den heute sehr widerspenstigen inneren Schweinehund nach zähem Ringen doch besiegt zu haben und nach arg kurzer Nacht aufgestanden und laufen gegangen zu sein. Es ist einfach gut, das Gefühl. Heute riecht auch erstmals der seit Tagen blühende Flieder so richtig. Glückshormone finden ihren Weg.

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Mit dem Kind im Walde

waldgang
Spontaner Spaziergang, der uns beiden so gut gefällt, daß wir das ganz bald wieder machen wollen.
waldkind

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Offener Brief zur niedersächsischen Schulpolitik

An die Niedersächsische Landesregierung (CDU / FDP)!

„Tu felix austria“ – die österreichische Bundesministerin für Unterricht, Kultur und Kunst, Dr. Claudia Schmied, spricht sich für die Abschaffung der Hauptschule in ihrem Land aus und freut sich, bis Ende des Jahres flächendeckend in ganz Österreich gemeinsames Lernen für Kinder von 10 bis 14 Jahren verwirklichen zu können! (ndr info, der talk, 26.4.2009)

Dies ist der Wunsch der Eltern und die Empfehlung aller internationalen und nationalen Studien zur Verbesserung der Bildungsmisere.

Was ist der Grund für Ihre anhaltende Weigerung, die Ergebnisse der Studien anzuerkennen? Was ist Ihre Motivation, den dringenden Wunsch so vieler Eltern (auch und gerade von gymnasialempfohlenen Kindern) nach einer integrativen Gesamtschule über 9 Jahre zu ignorieren?
G8 war eine tragische Fehlentscheidung – sie wird nicht besser dadurch, dass sie wiederholt wird!
Wir kennen viele Eltern, deren Kinder ein Gymnasium besuchen, und viele Gymnasiallehrer: nicht eine/r ist zufrieden mit G8 oder sieht irgendeinen Vorteil darin, der den aus der verkürzten Schulzeit resultierenden Stress für alle Beteiligten rechtfertigen würde. Warum haben Sie nicht die Größe, Ihren Fehler einzugestehen?
Ihre größte Sorge müsste doch sein, den chancen- und hoffnungslosen Hauptschülern einen besseren Bildungsabschluss zu ermöglichen – besonders im Hinblick auf die „sozialen Unruhen“, die einige Politiker und Gesellschaftswissenschaftler prophezeien. Warum zerstören Sie zielgerichtet die einzige Schulform, die lernschwächeren Schülern eine reelle Chance bietet?

Sie sollten auch noch einen weiteren Aspekt Ihrer Politik beachten:
nämlich welches Demokratieverständnis Sie in die jetzige Schülergeneration implementieren wollen. Die Kinder nehmen deutlich wahr, wie ihre Eltern alle in der Demokratie zur Verfügung stehenden Mittel (Unterschriftensammlungen, Petitionen, Demonstrationen etc) für die schulische Zukunft ihrer Kinder nutzen – nur mit dem Erfolg, dass Sie Ihre Politik nach Gutsherrenart und unter Umgehung gebotener Mitsprachemöglichkeiten (Anhörung der Verbände, GEW, direkte Befragung der Betroffenen) durchprügeln!
Dies wirft ein äußerst schlechtes Licht auf Ihr Demokratieverständnis!

Von guten Argumenten für das Abitur nach 12 Jahren und von einem Dialog mit den Eltern zu sprechen (O-Ton Herr Althusmann laut GT vom 25.4.2009), ist eine Missachtung Ihrer und unserer Intelligenz!

Noch können Sie ohne Gesichtsverlust die Richtung ihrer Schulpolitik ändern. Gehen Sie doch mal mit gutem Beispiel voran und zeigen Sie, dass Sie als Politiker lernfähig sein können!

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Radtour in den Wald

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Das mit wahnsinniger Geschwindigkeit schießende Grün und die kühle Sonne ziehen mich in den Wald, über die Schillerwiesen hinauf zum Kehr und weiter aufs Kerstlingeröder Feld, wo ich eine Weile unter hohen hellgrün strahlenden Hainbuchen sitze und dem Gesang von Rotkehlchen, Amsel und Singdrossel lausche. Den Takt gibt der Specht. Und der Sound ist zum Anbeten schön.
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