mal selber was machen

Mal den Whynachzmann einen guten Mann sein lassen und die Eltern sowieso. Einfach mal einen ausrudern, raus auf den See, in die Welt, hinaus ins große Unbekannte!

Mal den Whynachzmann einen guten Mann sein lassen und die Eltern sowieso. Einfach mal einen ausrudern, raus auf den See, in die Welt, hinaus ins große Unbekannte!

Nach einem weiteren Tag, den man haette auswringen koennen, so feucht und warm war er in Goettingen, tuermten sich am fruehen Abend gigantische Wolkengebilde am Himmel auf. Zusammen mit der Sonne, die mal daneben, mal dahinter hervor schien, ein wundervoller Anblick.
Dieses Bild entstand, als es endlich auch blitzte und donnerte und nachdem die ersten 5 Tropfen Regen in 3 Reihen gefallen waren.

Kommt es mir nur so vor, oder ist das Getreide dieses Jahr 4 Wochen frueher reif als sonst? Auf jeden Fall ist der Boden so trocken, dass es knackt. Das bisschen Gewitter aendert da nichts dran.

Im Sommer ist der Radler abends schneller als sein Schatten!
Dank Beates unermüdlicher konstruktiver Kritik, der Hilfe einiger sehr nützlicher bei Ralph gefundener Seiten zum Thema und dem Einsatz meiner Geduld und Spucke genügt das grapf°log nun allmählich meinen eigenen Ansprüchen, was technisches Design und Layout anbelangen.

Und zum Browsen empfehlen wir nur:
Wer selbst Lust hat, sich an CSS zu versuchen, dem kann ich folgende Seiten empfehlen:
→ CSS4You
→ CSS2 Referenz
→ CSS-Technik

Auf dem Kiessee in Gö

Leben und Leben lassen

Zwillinge an Bord
Es ist Sonntag und die Sonne scheint und wir haben so viele Aktionsmöglichkeiten, daß im Streit und Nerv über die Auswahl die Freude auf der Strecke bleibt. Morgens das siebte Mal den baldigen Urlaub umplanen, mittags alle Kinder ins Auto stopfen und zum Tag der Offenen Tür bei den Göttinger Verkehrsbetrieben aufbrechen. Während Toby feierlich all die merveilles vorliest, die uns dort erwarten, wird mir schlagartig klar, daß der Tag nicht stimmt. Das Event fand am 12. statt, es ist aber der 13.
Sonntag, der 13. Ein Tag, mit dem man rechnen muß.
Rückkehr nach Hause, erstmal Kind3 ins Bett gestopft, das sowieso mittagsschlafreif ist. Dann mit Kind2 kleine Radtour ins Feld. Eigentlich möchte ich ihm anhand der üppig blühenden Feldblumen die Vorzüge unserer Heimat näher bringen. Aber ach! Was gestern noch in voller Pracht strahlte, ist heute vertrocknet, läßt den Kopf hängen, hat seine Farbe verloren.

Zu allem Überfluß bekommt Kind2 einen nicht enden wollenden Nies-Anfall. Irgendwelche aggressiven Pollen offenbar.
Anstatt am Nachmittag mit dem Auto noch weitere landschaftliche Highlights anzusteuern, bugsiere ich die Drei per Fahrrad zum Kiessee, wo wir uns für 9 Euro eine Stunde lang ein Tretboot mieten. Kind2 hatte sich das schon seit langem gewünscht.
Wie idyllisch.
Der Streit, wer wann und wie lange vorne sitzen darf. Die endlos neu auszudiskutierende Frage, wieviel 5 Meter sind (näher darf man mit dem Boot nicht ans Ufer). Jetzt mehr rechts. Nein, wieder links. Vorsicht. Aufpassen, du rammst noch das Kanu… –
Auf dem Rückweg nach Hause ist der Papa vor allem froh, daß er diese Episode überstanden hat und das Thema damit erstmal weder erledigt ist. Plötzlich macht es laut und energisch Pfffzischschsch! Und H’s Reifen ist geplättet. Eine Lektion zum Thema: wer sein Fahrrad liebt, der schiebt.
Wie schön, dann ein Handy zu haben und die liebe Gattin herbestellen zu können, daß sie die havarierte Tochter in den Kombi laden möge…
Krönender Abschluß: das Abendessen, an dem B ihre neu erworbenen Kochkünste unter Beweis gestellt hat. O-Ton der Herr Sohn: Bäh, ih, mag ich nicht. Was ist das denn! Das eß ich nich. Und all der andere gar zu übliche Abendessensnerv in der Kleinfamilie.
Welch anderen Schluß läßt diese Verkettung von Ereignissen zu, als daß es uns zu gut geht.

in einer lauen Sommernacht.
Was will man mehr?!
Nach langem Üben nun der erste Entwurf.
Zum Vergleich einfach auf link klicken…
Update dieses Artikels hier
für Hely und Gregor. Ab heute Mittag sind sie dann in der 3. Klasse, wie sie seit Tagen stolz jedem erzählen, der sich nicht wehrt :-)
Heute Morgen sind sie um halb sechs aufgestanden, um uns Eltern eine freudige Überraschung zu bereiten. Weil wir sie sonst allmorgendlich immer so scheuchen müssen. Als ich um zehn vor sechs nach Li Si gucken wollte, die sehr hartnäckig und empört „Mama!!!“ schrie, wurde sie gerade von Hely fürsorglich in die Küche bugsiert, wo sie dann alle drei saßen und mich anstrahlten.
Wer kann da noch meckern! Obwohl ich doch gerade heute mal ein Stündchen länger schlafen wollte.
Als ich zum Frühstück erschien (fertig geschniegelt und so), saßen die Mädchen im Wohnzimmer, die Große las der Kleinen den Blauen Autobus fuhr, heute zum ersten Mal…, Gregor malte am Küchentisch großflächig ausgebreitet ein Abschiedsbild für seine Lieblingslehrerin, die leider die Schule verläßt.
Und heute Mittag gibt’s dann die letzten Zeugnisse ohne Noten.

Üben üben üben!

Thema Südumgehung: von einem Stadtplaner bemüht ruhig moderiert, von einem Gutachter bemüht sachlich präsentiert, inhaltlich belanglos und ohne eine einzige Neuigkeit. Die organisierten Ja-Sager machen nur Stimmung, indem sie ihre persönliche Wut und Betroffenheit vor sich her tragen. Ein Naturschützer langweilt durch sturen dogmatischen Vortrag und scheut sich nicht, mit Feldhamstern zu argumentieren. Anwohner künftig eventuell belasteter Straßen bemühen sich, die auf sie zukommenden Belastungen in schrillsten Farben auszumalen.
Keiner hört auf den anderen. Verhärtete Fronten, jeder unterstellt dem anderen nur eigennützige Motive und Rücksichtslosigkeit. Die Anwohner der Geismarer Hauptstraße, der Kiesseestraße, der Reinhäuser Landstraße oder des Akazienwegs sind begreiflicherweise verzweifelt. Zu viele Jahre schon wird ihnen von der Stadt Besserung versprochen.
Was passiert? Nichts: sinnfreie Verkehrszählungen bestätigen, was auch vorher jeder wußte: die Südumgehung könnte eventuell einige Verkehre umleiten, könnte aber auch nicht. Die eine Straße wird etwas ruhiger, die andere nicht, die dritte lauter. Eigentliches Fazit des Planers aber: es wird sich eigentlich nichts ändern. Am subjektiven Lärm-Empfinden schon mal gar nicht!
Bau der Südumgehung hieße faktisch: Hauptstraße wird etwas ruhiger, Kampstraße etwas lauter, Kiesseestraße je nach dem, Reinhäuser bliebe unverändert, am Kiessee werden Lärm und Gestank gleichmäßiger verteilt.
Aber zu wissen: wir haben endlich die Südumgehung!
Na großartig! Endlich wieder eine neue Straße!
Tragisch, daß für innovative Verkehrskonzepte kein Geld da ist.
Dramatisch, daß niemand überhaut nur die Möglichkeit in Betracht ziehen will, sich anders als im eigenen PKW fortzubewegen.
Zu Fuß gehen? – Wo kommen wir denn da hin!
Rad fahren? – viel zu gefährlich!
Bus fahren? – dauert zu lange, ist unbequem und zu teuer!
Niemand will sehen, daß Radfahren nur deshalb gefährlich ist, weil der Autoverkehr überall Vorrang genießt und Autofahrer ungestraft Jagd auf Radler machen dürfen. Niemand gibt zu, daß der Bus nur deshalb so langsam ist, weil er im Stau steckt, den die Autofahrer verursacht haben.
Zu viele Leute setzen sich zum Brötchenholen beim nicht einmal 1 km entfernten Bäcker in den 5er BMW oder den VW-Sharan oder den Geländewagen mit Kuhfänger. Benzinverbauch auf dem ersten gefahrenen Kilometer: 20 bis 30 Liter. Zeitgewinn: meistens nicht meßbar. Aber bequem und standesgemäß.
Der Geismarer Kontaktbereichsbeamte steht allmorgendlich an der Fußgängerampel Kiesseestraße Ecke Schulweg, um die Schulkinder sicher über die Straße zu geleiten. Wer gefährdet sie dort unter anderem? Mütter, die ihre Kinder mit dem Auto in die Schule bringen.
Wissenschaftliche Untersuchungen besagen, daß es für Kinder in jeder Hinsicht besser ist, ihren Schulweg zu Fuß zurückzulegen. Die meisten Kinder, die bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen, sterben im Auto ihrer Eltern.
Vor diesem düsteren Hintergrund vermag mich nur noch eins aufzuheitern: es gibt noch eine Handvoll Idealisten, die mit viel Zeit und Kreativität ein konkretes Alternativ-Konzept erarbeitet haben. Ich wünsche ihm viele Leser und noch viel mehr Nachahmer!
Weitere Infos zum Thema: