Ergiebiger Regen


Noch regnet es nicht – aber bald. war das Motto des Wochenendes. Dabei fiel u.a. der kultige Wäschewechsel auf der Stolle buchstäblich ins Wasser. Man war froh nicht im Zelt leben zu müssen und schaute immer mal wieder besorgt auf die eigenen Hände, ob zwischen den Fingern schon Schwimmhäute wachsen. (Umfassende Illustration bei Toby)
Heute Morgen dachte ich noch halb im Scherz, ich sollte Handschuhe mitnehmen zum radfahren. Dann war ich froh, meine unbehandschuhten Hände unter die Jackenärmel stecken zu können. 10° an einem Hochsommermorgen lassen selbst hartgesottenen Humor frostig werden.
Das Gewitter am Samstag, das garstig krachend und ergiebig schüttend genau über uns hinweg gezogen ist, hat einen Dachstuhl in der Liebrechtstraße in Brand gesetzt und damit erheblichen Schaden angerichtet, wenn auch niemand verletzt wurde.
Es geht uns besser als den Italienern oder Canariern oder Balkanesen, deren Wälder seit Wochen in Flammen stehen. Es geht uns besser als den Briten, deren Land unter Wasser steht.
Vieles ist hier besser, aber nichts ist gut.

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Gewitter gucken

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Als Nachtisch nach den Erdbeeren mit Schlagsahne gibt es heute Gewitter auf Kanal 1.

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Mond besucht Venus

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Ein erhabener Anblick, von dem man sich gar nicht mehr trennen mag. Im Feldstecher kann man die Kraterlinien des Mondes an der Lichtgrenze entlang wandern.
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Mond über Geismar


Das Bild ist von Freitag, einen Tag vor Vollmond. In dieser Nacht ist Mondfinsternis. In Göttingen ganz besonders: wegen absolut bedecktem Himmel ist der Mond nämlich gar nicht zu sehen.

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Frühlingsanfang


Angefühlt hat es sich nach allem heute, nur nicht nach Frühling. Der Wind kalt und bissig, die ständigen Regenschauer scheußlich und das reichhaltige Grau dabei äußerst novembrig. Aber eben nicht nur. Tatsächlich riß in der zweiten Tageshälfte die Bedeckung auf, die Sonne kam vielmals durch und erzeugte eine Fülle von Regenbogen, die einem heftigen Apriltag alle Ehre gemacht hätte.

Dieser merkwürdige Winter, der damit endlich zuende ist, war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnung.

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das gemanagte Chaos

Ab Vormittag läßt die Bahn ihre Fernzüge nur noch mit reduzierter Geschwindigkeit fahren, ab frühen Abend zunächst die ICEs gar nicht mehr, später wird überhaupt jeglicher Verkehr eingestellt. Die vielen vielen Reisenden, die auf den Bahnhöfen stehen bleiben, müssen sich Notunterkünfte suchen oder eben die Nacht auf dem Bahnhof verbringen.
Offenbar in Eigenregie, auf jeden Fall in jeweils eigener Verantwortung schicken die Schulen die Kinder am späten Vormittag bereits nach Hause, damit sie dort noch sicher hin gelangen. Die öffentlichen Verkehrsbetriebe jedoch sind davon nicht benachrichtigt worden, so daß vor allem die Überlandbusse über Mittag absolut überfüllt sind. Zusätzliche Busse sind nicht so schnell einsetzbar. Also bleiben viele Kinder und auch Erwachsene an den Haltstellen stehen, müssen entweder eine Stunde auf den nächsten Bus warten oder zusehen, wie sie anders nach Hause kommen. Ob es wohl statistisch erfaßt wird, wieviele Menschen deswegen zu Schaden kommen?
Am Tag danach fällt die Schule aus. Im Radio wird dies zehn Minuten vor Schulbeginn durchgegeben. Unsere Kinder sind natürlich hingefahren, mit dem Fahrrad glücklicherweise, und kommen nach zehn Minuten freudestrahlend zurück. Was machen Kinder berufstätiger Eltern, die möglicherweise zuhause vor verschlossene Türen kommen, weil die Eltern mittlerweile arbeiten gegangen sind? Was machen Kinder, die vom Dorf in die Stadt gefahren sind und deren nächster Bus erst zwei Stunden später zurück fährt und dann womöglich wieder völlig überfüllt ist? Denkt da eigentlich jemand drüber nach, bevor der Unterricht einfach ausfallen gelassen wird?
Für den Abbau der Lehrerüberstunden sind diese zwei Tage sicher prima. Aber für die Kinder? Und für die Eltern?

Vielleicht ein Thema für den heutigen Brennpunkt? Stellen wir einen rotnasigen Journalisten vor eine leere Schule, lassen wir sein Fellmikrofon ordentlich wehen und ihn ein wenig schwanken im unsichtbaren Ansturm der tosenden Elemente und davon berichten, daß die eigentliche Sturmflut erst noch erwartet wird, wenn all den heimgeschickten Schülern bekannt gegeben wird, daß der ausgefallenene Unterricht durch verschärfte Hausaufgaben ausgeglichen werden muß. Und daß die Lehrer zwar jetzt ihre Überstunden ein wenig abbauen konnten, daß sie dafür aber auch wieder ein paar Stellen gestrichen bekommen.

Wir schalten um nach München.

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Cyrill is approaching…: noch ist es ruhig

Die Ruhe vor dem Sturm. So kommt es einem draußen vor. Schon wieder so seltsam warm, wolkig aber auch mit Sonne. Und im Hinterkopf die Sturmwarnung für morgen. Vermutlich werden wieder Teile der Nordsee-Inseln (Sylt und Amrum sowieso, aber womöglich auch Langeoog & Co) abbröckeln und weggespült werden. Aber auch im Südniedersächsischen soll es böse zur Sache gehen.

Im Moment verlautet es:

Von Donnerstag Mittag bis Freitag Morgen besteht die Gefahr von
Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten über 120 km/h (Stärke 12
Bft) aus Südwest, später West bis Nordwest.

„Dies ist ein erster Hinweis auf erwartete Unwetter. Er soll die
rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmassnahmen ermöglichen. Die
Prognose wird im Laufe der Nacht konkretisiert. Bitte verfolgen
Sie die Wettervorhersagen mit besonderer Aufmerksamkeit.“

Und schon morgen könnte es heißen:

Hinweis auf mögliche Gefahren:
– verbreitet schwere Schäden an Gebäuden
– entwurzelte Bäume sowie herabstürzende Dachziegel, Äste oder
Gegenstände
Alle Fenster und Türen schliessen!
Gegenstände im Freien sichern!
Abstand halten von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und
Hochspannungsleitungen!

Mich macht das unruhig.

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Frühling?

Heute Morgen um halb acht mit der Kaffeetasse und dem Marmeladenbrot in der Hand vorm Haus gestanden und dem Gesang der Amsel in Nachbars Garten zugehört. Nein, war nicht die erste. Die singen ja schon seit Wochen. Aber so allmählich nähern wir uns dem Zeitpunkt, wo das auch normal wäre. Nach alter Zeitrechnung (vor der Klimakatastrophe) wurde die Vogeluhr ab Mitte Januar umgestellt. Da begannen dann so gaaanz allmählich die ersten mit dem Soundcheck. Erste Amseln waren selten vor Anfang Februar zu hören und auch nur, wenn es nicht zu kalt war.
Aber heute Morgen waren es 8° und für heute über Tag sind 12° angekündigt.
Meine eigene biologische Uhr kommt mit diesen Neuerungen nicht wirklich zurecht. Einerseits bräuchte mein Gefühl mal eine ordentliche Frostphase, andererseits bibbere ich schon bei +3° so, daß ich mich frage, was ich bei richtiger Kälte noch alles anziehen sollte.
Und für die ersten Frühlingsahnungen, die früher mit den Vogelgesängen ausgelöst wurden, fehlt völlig das Wintergefühl, das bislang einfach nur ausgefallen ist.
Nein, also wenn Sie mich fragen, bin ich gegen diese Neuerung. Ich beantrage hiermit die sofortige (naja oder spätestens aber nächste Woche) Wiedereinführung des ordnungsgemäßen Winters. Bitte liefern Sie umgehend Frosttage, Rauhreif und dann eine nette geschlossene Schneedecke für, sagen wir, zwei Wochen. Danach bitte dann schnelles Tauwetter und dann gern Frühling.
Oder so.

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Jahreszeitlich orientierungslos

Gefühlt ist es wie Frühling, wenn es morgens 11° warm ist, am 5. Dezember, Rotkehlchen und Amseln singen, es sich ohne Handschuhe, ja beinahe ohne Jacke radfahren läßt und man das Kind nicht wie eigentlich üblich stundenlang anziehen muß, sondern ihm grad so was überwirft und losfährt.
Am Ersten Adventswochenende habe ich in Berlin die vielen Cafés und Kneipen bestaunt, vor denen die Leute draußen im Freien saßen, zwar dick angezogen, aber draußen – und die Sonne genossen, Sonne satt aus einem schier endlos blauen Himmel.
Und was bedeutet das nun? Heißt Klimawandel jetzt, daß der Winter künftig ausfällt oder nur noch in der Light-Variante angeboten wird? Wie reagieren die Wetterfühligen? Was macht so eine gepflegte Depression, wenn sie keinen richtigen November mehr bekommt? Und wie finden wir das, wenn wir an Heilich Abend Rasen mähen müssen, während aus den offenen Wohnzimmerfenstern Oh du fröhliche trällert?
Die wichtigste Frage aber: wann sollen wir uns verlieben, wenn der Frühling schon im Herbst stattfindet?

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Vorglühen


Es will nicht kalt werden. Die Dunkelheit aber schreitet voran. Wie ihr zum Trotz glüht der Himmel fleißig abends und morgens, singen hier Rotkehlchen, Stare und hin und wieder sogar ein paar Amseln.

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