Im Kältegriff

Der nächtliche Tiefswert ist noch einmal Rekord: -24°! Heute Morgen sind es aber nur noch etwa -16°, als ich zur Arbeit fahre. Ich bin überrascht, wie schnell man sich daran gewöhnt. Meine Handschuhe bringen es nicht, die Finger werden kalt. Fäustlinge wären viel besser, versuche ich auch schon seit Jahren zu bekommen, als Windstopper vorzugsweise, scheint es aber (zumindest hier) nicht zu geben. Aber ansonsten bin ich akklimatisiert. Radfahren kein Problem, das Eis auf den Straßen ist schön rauh. Nur die Autofahrer könnten – wie immer – eine Spur rücksichtsvoller sein. Wieso die meinen, in den engen Straßen der Südstadt schon wieder Jagd auf Radler machen zu müssen, ist mir schleierhaft.
Zuhause nimmt man deutlich die unzureichende Isolierung des Hauses wahr. Die Wände sind a***kalt und durch alle Ritzen an Fenstern und Türen weht ein eisiger Hauch.
Aber –
ich möchte mir nicht vorstellen, wie es sich unter den Rolltreppen auf den Bahnhöfen oder in Ubahn-Stationen anfühlt, wo DB AG und lokale Verkehrsbetriebe menschelnderweise Obdachlosen Übernachtungsmöglichkeiten gewähren. Zum Naseabfrieren wird es dort immer noch reichen, denkt man.

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Richtig kalt mal

Bei etwa -18° hat der Innere Schweinehund scheinbar leichtes Spiel, wenn er meint, mich im Bett halten zu können. Aber die Herausforderung, nun erst recht aufzustehen und loszulaufen, ist stärker. Ätsch.
Ich ziehe alles an, was man zweckmäßigerweise so anziehen kann und laufe los. Unter jedem Schritt knackt der Boden. Der Schnee hat so ein ganz besonderes Knirschen, das ich sehr mag. An den Beinen ist es trotz neuer extra warmer Winter-Tight schon etwas frisch, später werden sie knallrot sein und unter der Dusche ordentlich brennen. Und um die Augen rum das seltsame Gefühl, daß die Tränen festfrieren. Das tun dafür wenigstens nicht die Nasenhaare.
Es läuft sich gut. Nach einer Viertelstunde schwitzen sogar Hände und ein Stückchen Kopfhaut. Bis ich bei einer Änderung der Richtung leichten Wind von vorn verspüre. Daraufhin scheint der Schweiß zu frieren.
Das übliche befreite Denkgefühl stellt sich nur kurz ein, zu lange bin ich mit Körperwahrnehmung beschäftigt. Aber es ist gut und hinterher brummt alles. Besonders seltsam das Temperaturempfinden unter der Dusche: je heißer ich sie drehe, desto frösteliger wird mir. Aber es wird.
Und das Frühstück hat lange nicht so gut geschmeckt…

[Edit später]
07:00 -20°
08:00 -21°
11:00 -18°
13:00 -14°
15:00 -13°
16:00 -12°
17:00 -15°

01:00 -22°

[Edit noch später]
Mit dieser Kälte hat Göttingen wenigstens ein Mal die Tabellenspitze der kältesten Orte angeführt. *Juhuu*
Noch kälter war es in Göttingen ansonsten nur Anfang 1997 und irgendwann 1963.

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Eisnebel und dann

nebelnacht
Nachts legt sich gefrierender Nebel auf Geismar. Am nächsten Tag beguckt sich die Sonne das Ergebnis und alle sind begeistert.
eistag2

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Seltsamer Novembermorgen

Morgens laufe ich bei knapp 14° und nach stürmischer Nacht noch immer regem Wind in kurz und staune über das tief dunkel violette Morgenrot zu einer Zeit, als es mal gerade so anfängt zu dämmern. Später dann natürlich noch in grell rot und pink und alldem. Aber das Dunkelrot war viel toller.
Und wie die alte Regel sagt „Morgenrot schlecht Wetter droht“ zieht schon das böse Regenband von Westen heran. Aber 14° sind es immer noch.

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Oktopril oder was


Sonnige Abschnitte wechseln mit tiefer Düsternis und heftigen Regenschauern bei stark böigem Wind, der gruselig heulend die Wassermassen an die Fenster prasseln läßt. Mittags im Sturmschritt eine Regenrunde um den Wall. Kommt gut. Und so einen flachen Regenbogen über der Altstadt habe ich auch noch nicht gesehen.

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Erster Nachtfrost

Der Herbst der Herbst der Herbst ist da. Das Thermometer zeigte zwar knapp 4° an, als ich heute Morgen los lief, aber das traf wohl nur auf eine Höhe von über 1 Meter zu und das, was man so geschütze Lage nennt. Denn auf den Wiesen vor der Stadt lag eine wunderschön glitzernde Schicht Rauhreif und aus dem See und den Bächen stiegen Frühnebelfelder auf. Darüber zarte Morgenröte und eine Schar Enten, die mit knarzenden Geräuschen fast genau über mich drüber flog. Dazu einfach leckere Luft. Herrlich.
Die Kondition ist nach wie vor gut. Regelmäßig dreimal die Woche laufen klappt vor allem dann, wenn man es immer an denselben Tage tun kann und die Geschwindigkeit bzw die Anforderung an sich selbst variiert. Heute war locker und gleichmäßig schnell angesagt: in 53:27min etwa 9,5km. Damit bin ich äußerst zufrieden.

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Nachgetragener Winter


Als ob das jetzt nötig wäre. Nee, also echt!

[edit 90 Minuten später]
Nun schneit es dichte Flocken, sehr schräg. Alles wird weiß. Selbes Timing wie vor 2 Jahren.

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