Echte Winterbilder

Falls Sie meinen, wir hätten aber dieses Jahr einen harten Winter hierzulande.
Falls Sie frierend lamentieren, es reiche jetzt aber mal endlich mit Minusgraden und Schnee und alldem.
Gucken Sie mal hier, wie richtiger Winter geht.

Nasse Luft

Seit 2 oder 3 Tagen taut es heftig. Die meisten Straßen und Wege sind auch wieder mit dem Rad zu befahren, was das Leben wieder einfacher macht. Damit einher geht eine unglaubliche Nässe allüberall. Gestern Abend schien alles zu dampfen, ähnlich wie Nebel und doch anders.
Heute Morgen hängen die Kirchturmspitzen in den Wolken, ebenso oberes Geismar und der Hainberg. Die Welt ist dunkelgrau mit einem ganz leichten Hang zum Blaugrau. Es wird kaum hell.
Aber wenn man gelaufen ist und die Endorphine sich im Körper verteilen, ist es deutlich weniger bedrückend als sonst, man ist sogar beinahe geneigt, es gemütlich oder romantisch zu finden.

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An der Frostbar

Schnee, so ganz in weiß, wird ja einfach gern genommen. Je dichter die Flocken, desto froher das Locken. Winteridylle ist wie noch mal an den Weihnachtsmann glauben dürfen.
Allein, es bleibt ja nicht so.
Nur wenige Tage, auf den großen Straßen sogar nur Stunden, dann überlebt nur das Braun, der Schmutz, der Matsch, der Ekel.
Erstaunlich, wie die Leute an den Haltestellen stehen, Dieseldunst atmen und sich dem Frieren hingeben. Anstatt einfach selbst die Füße zu bewegen, die paar Schritte – wenigstens bis zur nächsten Haltestelle – zu gehen und dabei warm zu werden und die Umgebung zu wechseln.
Erstaunlich auch, wie rücksichtslos und nur am Recht des Stärkeren orientiert alle miteinander verkehren. Autofahrer preschen auf Einmündungen zu Vorfahrtsstraßen zu, als seien Radfahrer minderwertige Leben. Radfahrer klingeln Gehbehinderte oder Kinderwagen Schiebende von den schneebefreiten Teilen der Gehwege, weil sie nur dort selbst halbwegs sicher fahren können. Und Fußgänger bleiben gern in Gruppen über das Wetter kakelnd gerade dort stehen, wo sie die meisten anderen behindern. Und alle warten scheinbar nur darauf angefratzt zu werden, damit sie volles Rohr zurück keifen können.
Schlechte Laune und Griesgrämigkeit brauchen gar keinen besonderen Grund, aber sie finden immer einen.

Knackende Kälte

Bei -17,5° auf gut 12cm hohem Schnee durch mondbeschienene Landschaft laufen.
Schwer zu toppen.

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just 1 Sommertag

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Zwischen mal kurzen mal längeren, oft enorm heftigen Schauern scheint immer wieder die Sonne.
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Sommerloch

Es gibt keine blutrünstigen Familientragödien, keine Polit-Action, über die man wirklich gern schreiben wollte, und keine Sex&Crime-Stories.
sommerloch
Es bleiben lediglich sorgsam inszenierte technische Pannen und Website-Abstürze und dieses trostlose dunkle, kalte, nasse Loch, das Sommer genannt wird.

Das kann nur besser werden. Woanders.

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it’s raining again

Morgens um halb sieben schon ein Regenbogen.
Später denkt man, könnte man mit dem Boot zur Arbeit fahren.
Stattdessen mit Regenjacke, -hose und Schirm (!) auf dem Rad. Die Schuhe werden natürlich trotzdem klitschnaß.

Nachmittags heulen ernste Sturmböen um die Häuser und beuteln die Bäume, daß man sich echte Sorgen macht. Tief „Martin“ zieht einen riesigen Kreis über das Land.

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Das kalte Frühjahr

Nachdem es das ganze Frühjahr nur an einem einzigen Tag mal gerade eben etwas wärmer als 10° war, am vergangenen Samstag nämlich, es ansonsten reichlich und heftig gefroren hat, ist nun der Winter wieder volle Lotte zurückgekehrt: nach ordentlichen Nachtfrösten schneit es gerade waagerecht und mit Schmackes.
Das gemeinste daran irgendwie, daß man so gänzlich um die so lang ersehnten morgendlichen Vogelkonzerte betrogen wird. Denn die Amseln singen kaum bis gar nicht, wenn es so lausig kalt ist. Und außerdem ist man nur noch am Schlottern. Ist auch das Wetter endlich in der Krise angekommen? Wie soll das weiter gehen?

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Vögel für den Frühling

Am frühen Morgen haben die Amseln zu singen begonnen. Zwar noch ziemlich zaghaft, aber es ist ja auch noch arg kalt.
Über Tag fliegen viele viele Kraniche über die Stadt. Ich sehe allein drei oder vier große Formationen, die mit ihren charakteristischen Rufen von Südwest nach Nordost unterwegs sind.
Derweil ist der Himmel gritzegrau, die Luft zum Auswringen feucht und man kommt nicht aus dem Frieren raus.

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