Das kalte Frühjahr

Nachdem es das ganze Frühjahr nur an einem einzigen Tag mal gerade eben etwas wärmer als 10° war, am vergangenen Samstag nämlich, es ansonsten reichlich und heftig gefroren hat, ist nun der Winter wieder volle Lotte zurückgekehrt: nach ordentlichen Nachtfrösten schneit es gerade waagerecht und mit Schmackes.
Das gemeinste daran irgendwie, daß man so gänzlich um die so lang ersehnten morgendlichen Vogelkonzerte betrogen wird. Denn die Amseln singen kaum bis gar nicht, wenn es so lausig kalt ist. Und außerdem ist man nur noch am Schlottern. Ist auch das Wetter endlich in der Krise angekommen? Wie soll das weiter gehen?

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. tobyyy

    Da habe ich es hier wohl etwas besser. So gegen 5:30 Uhr singt die Nachbaramsel ganz herrlich. Nur höre ich sie wegen geschlossenem Badfenster nur leise. Und später weisen mir Singdrosseln den Weg.
    Aber es ist vergleichsweise verhalten, das stelle ich auch fest. Aber ich hoffe, dass es die Piepmätze dann nachholen im April oder Mai…

  2. Fotoente

    … sehne mich jetzt schon nach Grillabenden in lauen Sommernächten …

  3. p.m.

    Mein garteneigenes Rotkehlchen erfreut mich immer wieder, gerade auch wenn es eher eklig draußen ist. Zu gerne würde ich wissen, ob es seit Jahren immer der gleiche Vogel ist oder der Nachfahr in xter Generation.
    In Geismar ist der Frühling angekommen wenn am Bolzplatz die Stare in den dicken Pappeln schillernd lautstark rumoren (falls man die Bäume nicht längst abgeholzt hat). Amselgesang habe ich schon als Kind auf Musikkassetten aufgenommen und Regengesang genannt, damals waren sie noch melancholischer in der Tonfolge.

    1. grapf

      Ach die Pappeln am Bolzplatz. Oh je :-(
      Die hat der Herr Norbert Mattern vor vielen Jahren schon persönlich abholzen lassen. Was ich ihm nie verzeihen werde…
      An die Starenwolken in den Pappeln erinnere ich mich noch gut, jetzt haben wir zum Glück seit einigen Jahren welche, die direkt in unserm Dach nisten. Auch in einer großen Tanne im Nachbargarten wohnen regelmäßig Stare, die sich dort den Platz einträchtig mit Amseln und manchmal auch Krähen und Lachtauben teilen.
      Ein Rotkehlchen haben wir hier in der Nähe nicht.
      Die Abnahme der Melancholie im amsulanischen Gesang ist mir auch gelegentlich aufgefallen. Ich war mir aber nie sicher, ob ich mir das nicht einbilde.

      1. p.m.

        Ich hätte es mir denken müssen, warum auch hätte er gerade die verschonen sollen.

        Die Amseln hatten früher noch nicht diese flinken Wendungen und Versatzstücke in ihren Strophen, die sie der modernen Technik abgelauscht haben. Schon vor über zehn Jahren sagte mal jemand: ich glaube, die Amsel imitiert zwischendrin mein Telefon.

Schreibe einen Kommentar