Was von der Hempelgasse übrig blieb


Heute wurde dieser neue Riesensupermarkt Kaufland eröffnet auf dem ehemaligen Lünemanngelände – davon gibt es hier kein Bild. Was hier zu sehen ist, das ist am Rande des neuen groß angelegten Gebäudekomplexes, der im Keller eine Tiefgarage für 260 Autos beinhaltet. Darüber kann man sein Geld für sogenannte Lebensmittel ausgeben. Natürlich hat sich auch Rossmann nicht lumpen lassen, dort eine neue Filiale zu eröffnen.
Aber lassen wir das. Die Hempelgasse steht symbolisch für das Wegerecht der Göttinger durch dieses neue Areal von der Kurzen Geismarstraße zum Wall. Und so sieht das da jetzt aus.

Berlin, Berlin

Letztes Jahr im Juni war ich zuletzt richtig in Berlin. Richtig heißt: für mehrere Tage und nicht nur so’n Kurztrip wie im Januar.
Aber nächsten Samstag klappt’s endlich wieder mal! Wird auch höchste Zeit, neuen Stoff für das Berlin Blog zu sammeln. Vor allem aber bin ich zur Probe bei meiner Lieblingsband eingeladen, nämlich. Mann, freu ich mich da drauf!

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Abendradtour


Nach dem ersten richtigen Gewitter dieses Frühjahrs, bei dem es ein paar mal ganz ordentlich gekracht hat, einen netten Regenbogen gegeben und in Diemarden eine Scheune abgefackelt hat, nutze ich die Gunst der Stunde und radle los.

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brandaktuell: Frühling

Der Frühling, meine Damen und Herren.
Wie aus gewöhnlich recht gut unterrichteten Kreisen verlautet, ist der Frühling nun doch in der südniedersächsischen Toskana eingekehrt. Unser Spezialkorrespondent vermeldet heute Morgen vom Kiessee folgende Indizien:
1 sonnendurchflutete Allee im Frühdunst
1 Singdrossel
2 Nachtigallen
1 weithin hörbar singender Buntspecht
mehrere Zaunkönige, Buchfinken und Grasmücken (div. Sorten)
dazu wie üblich ungezählte Amseln, Spatzen und Meisen (blaue und kohl)
Des weiteren wurde übermittelt, daß es eine Lust war, am Morgen zu laufen.

Wir meinen: so soll es ja sein.
Guten Tag!

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photo.grapf bei photoblogs.org

Seit Tagen bin ich fasziniert vom Besucherstrom auf mein Photoblog. Kein Wunder: aus mir nicht so ganz klar ersichtlichen Gründen ist photo.grapf auf photoblogs.org in den letzten Tagen langsam aber sicher nach oben gewandert. Und da klicken die Leute dann…

Ich freue mich über die Aufmerksamkeit, vor allem natürlich über Kommentare aus aller Welt. :-)

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Nachtigall auf dem Leineberg

Gestern hörte ich beim Abliefern meines Kindes die erste Nachtigall der Saison: im Garten des Kindergartens, gegenüber der Singdrossel. Die beiden sangen fleißig um die Wette.
Das sind so die Situationen, wo ich gern ein klitzekleines qualitativ hochwertiges Aufnahmegerät aus der Tasche ziehen würde und unbegrenzt Zeit haben möchte. Ach ja.

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Schillerstraße im April


Siehe übrigens auch hier, wieviel weiter die Vegetation letztes Jahr um diese Zeit bereits war.

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20 Jahre Tschernobyl

Dieser plötzliche Wind abends, Ostwind ausgerechnet. Dazu diese Wärme, die uns sehr unnatürlich vorkam. Wie wir uns beim abendlichen Spaziergang gruselten und versuchten, uns vor dem Wind zu schützen.
Dieser lähmende Schreck, als die Tagesschau berichtete, daß das Weidevieh nicht raus dürfe bzw. in den Stall zurück müsse.
Die tagelang unklare Nachrichtenlage. Wilde Gerüchte, wo welche Wolke gerade entlang ziehe. Rätselraten, ob der Regen gefährlich sei oder nicht.
Es ballte sich zu einem intensiven Weltuntergangsgefühl. Nicht erst, als endlich Bilder kamen vom havarierten Reaktor. Die Phantasie, die auf dieses Unglück offenbar bestens vorbereitet war, malte gar zu bunte Horrorszenarien.

Als ich im Arte-Themenabend letztes Wochenende die Bilder von den Liquidatoren sah, diesen bedauernswerten Menschen, die da am eigenen Leibe ausbaden mußten, was Atomindustrie und Sowjetpolitik gemeinsam verbrochen hatten, wurde mir auch deutlich, wieviel ich selbst verdrängt habe. Von diesen grausigen Ereignissen vor 20 Jahren und von der nach wie vor vollkommen aktuellen Bedrohung jetzt.
Allein, es nützt ja auch nichts, sich die Gefahr ständig vor Augen zu halten. Es nützt genauso wenig wie die Proteste der Anti-Atom-Bewegung oder das sogenannte Atomausstiegsprogramm der letzten Regierung.
Ich weiß noch, wie wir damals begannen Apfelbäumchen pflanzen zu wollen – im brav lutherschen Sinne. Mittlerweile haben wir einige gepflanzt und ich finde das nach wie vor sinnvoll.

In seinem Konsumblog fragt Ralph Segert übrigens nach Erinnerungen an die Zeit vor 20 Jahren…

Hier gibt es eine an die Nieren gehende Photoserie von Robert Knoth über nukleare Albträume.

Wikipedia über die Katastrophe von Tschernobyl.

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Das Leben der Anderen

Ich bin heilfroh, daß ich es noch geschafft habe, diesen außergewöhnlichen Film im Kino zu sehen.
Nicht nur das Thema, den DDR-Alltag als Leben in einem Überwachungsstaat, finde ich äußerst interessant und geradezu gruselig aktuell, auch die Art und Weise, wie einem als Zuschauer all die Implikationen nahe gebracht werden, ist etwas ganz besonderes für das deutsche Kino. Die Schauspieler, allen voran Ulrich Mühe, gehen einem unter die Haut. Was dieser Mann an Erfahrung, an Erleben und an Empfindung in einen Blick, in eine Geste packen kann! Und wie er diese Wandlung des Stasi-Überzeugungstäters zum „Guten Menschen“ spielt, ja verkörpert, das fand ich einfach ergreifend. Noch mehr als die nicht minder ausdrucksvoll gespielte Entwicklung der Schauspielerin CMS, dargestellt von meiner Lieblingsschauspielerin Martina Gedeck, die zur Prostitution mit dem Parteibonzen gezwungen wird, um auf der Bühne bleiben zu dürfen.
Die Figuren sind allesamt vielschichtig, man durchlebt ihre Entwicklungen mit und sie sind so ambivalent gezeichnet, wie das Leben sich in der Realität auch meist entwickelt.

Darüber hinaus ist Das Leben der Anderen auch ein subtiles Miteinbeziehen des Kinozuschauers selbst, der hier, wie auch sonst oft und gern, am Leben, das da vor ihm abläuft, teilhaben darf, der zugucken darf wie der Stasismann in seiner einsamen Überwachungszentrale – ein Bild übrigens, das ich so schnell nicht vergessen werde.
Dieser Film war ganz eindeutig – auch – für mich.

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