Das Ferkel-Buch, Teil 2 und Ende
Also das Ferkel-Buch ist da.
Aber mal direkt und unmißverständlich: es ist den Hype, der um es gemacht wird, nicht wert. Ganz sicher gibt es keinen ernsthaften Anlaß es zu verbieten, schon allein weil darin keine Inhalte vorhanden sind, die über das augenscheinlich vorfindliche hinausgehen. Und das ist auch gleichzeitig der für mich endgültige Kritikpunkt. Das Buch ist weder religionskritisch noch sonst ernsthaft kritisch. Es betrachtet ein paar religiöse Symbole von 3 Weltreligionen äußerst oberflächlich und gibt sich keinen Moment Mühe, diese Oberfläche zu durchbrechen und so etwas wie eine inhaltliche Auseinandersetzung zu führen.
Meine dreizehnjährige Tochter las die ersten paar Seiten, sagte nur das ist aber platt und legte es weg. Keine weitere Diskussion. Ich selbst hatte Mühe es ganz durchzulesen, weil ich mich nur geärgert habe. Wenn der Verfasser meint, er würde seinem humanistischen Verein damit einen Dienst erweisen, so irrt sich der.
Ich hätte mich über Ansätze, Argumente, irgendetwas in der Art sehr gefreut, die mir einen Einstieg in religionskritische Gespräche mit meinen Kindern ermöglicht hätten. Aber die Frage nach Gott prallt im Grunde an der Fassade des dreifach verschiedenen äußerlichen Absolutheitsanspruchs der großen Religionen schon ab. Wo bleibt da der Sinn? Um den aber würde es doch gehen.
Schade um die gründlich verpatzte Gelegenheit.
Wer das Buch gern kaufen möchte: ich hätte da ein äußerlich neuwertiges Exemplar. Preis: VS.





