Hauptstadtführung

So oft war der Papa schon in Berlin. Und nie durften sie mit.
Nun endlich doch! Ab morgen lassen wir uns von unseren „großen“ Kindern vier Tage durch die Hauptstadt führen. In den letzten Wochen hatten sie Gelegenheit, einen Kinderreiseführer zu studieren und sich die Orte auszusuchen, die sie am meisten interessieren.
Vorfreude allerorten :-)
Bin sehr gespannt, ob, wie und wenn, was ihnen gefallen wird. Und ob der Papa ein wenig von seinem Berlinspleen rüberbringen kann.

Der blaue Autobus

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drehte heute Abend nach längerer Pause mal wieder eine Runde durch die Stadt. Am meisten freut sich der Papa.

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Das Paarungsverhalten

des Außenministers und andere Erfolge der Achtundsechziger – ein Artikel den Jürgen Elsässer in telepolis über die Spätwirkungen geschrieben hat, läßt mich nicht los.
Thema ist auch die „Vernichtung kollektiver Geborgenheit“, wie sie u.a. Michel Houellebecq in seinen Romanen beschreibt. An seiner „Ausweitung der Kampfzone“ hatte ich einiges zu knabbern.

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Rosenstraße

Im Kino: eigentlich sollte es Raumpatrouille werden. Ein Wiedersehen mit der alten Kultserie. Aber die Anfangszeit stimmte nicht mit der erwarteten überein. Verlegenheitshalber also nach langer Zeit mal wieder Margarete von Trotta. Mittlerweile schon fast ungewohnt, im Kino mit Kultur konfrontiert zu werden. Wie lange liegt die Zeit des deutschen Autorenfilms zurück?!
Mit Fassbinder, Wenders, Kluge, von Trotta und Sanders-Brahms bin ich aufgewachsen. So bedeutungsüberladen und schwer genießbar wurde dieses Genre irgendwann, daß man so richtig aufatmete, als man mit DIVA quasi sinnfreies Ästhetik-Kino genießen konnte ohne sich rechtfertigen zu müssen.
Heute hängt mir das Hollywoodkino von Tom Hanks bis Arnold Schwarzenegger so zum Hals raus, daß ich eigentlich noch nicht mal mehr fernsehen mag. Reduziert auf Effekte, coolste Typen und perfektest gestylte Weibsbilder – nur noch abgef***t. Rosenstraße ist ein Film wie früher. Konventionell erzählt. Starke und lebendige Frauen, eigenartig gebrochen wirkende Männer, die so gar nicht dem stromlinienförmigen Ideal der Gegenwart genügen und eine geschichtliche Situation, die man zur Genüge zu kennen meint: das dritte Reich.
Das Thema: Liebe und ziviler Ungehorsam, Widerstand gegen die übermächtige Staatsgewalt.
Aufwühlend, anrührend, treffend. Schnell ziehen einen Maria Schrader und Katja Riemann in ihren Bann, möchte man nicht nur wissen, wie es weitergeht, sondern ist man mit dabei: ergriffen von einem Geschehen, das einerseits Alltag war und gar zu oft aktuell ist, das sich andererseits so selten ereignet, daß die wenigen erfolgreich Widerständigen meist zu übergroßen Heroen entrückt werden. Rosenstraße erzählt von normalen „arischen“ Frauen, die sich nicht damit abfinden, daß ihre jüdischen Männer verhaftet wurden und auf ihre Deportation warten. Allein ihre hartnäckige Anwesenheit, ihr ruhiger aber beharrlicher Protest, den sie trotz Androhung von Waffengewalt durchhalten, scheint zum Erfolg zu führen. Ihre Männer werden am Ende freigelassen.
Wie das gelingen konnte, bleibt letztlich offen. Was schade ist. Weil die ermutigende Aussage des Films so ein wenig farblos bleibt.

Andererseits wäre es sicher verfehlt, vom Kinoabend Rezepte für ein widerständiges Leben mit nach Hause nehmen zu wollen. Und vielleicht liegt im „einfachen“ Erzählen auch eine viel tiefere Kraft, die viel weiter führt, aber auch viel langsamer und behutsamer.

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Kein Gegensatz

zwischen Islam und Menschenrechten lese ich heute Morgen echt überrascht in der taz. Ich freue mich sehr für Schirin Ebadi, für den Iran und für das Nobel-Kommitee, das damit ja endlich mal wieder eine ernstzunehmende Entscheidung getroffen hat.
Vielleicht haben sie in Oslo ja doch gerafft, daß sie sich durch die Wahl des Papstes endgültig lächerlich gemacht hätten.

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Herbstlicht

Drachenwetter

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An die Sommergegner!

Da haben Sie es nun!
Ihr tage-, wochen- ach was monatelanges Gezeter über den zu langen zu trockenen zu heißen Sommer zeigt Wirkung!
Glückwunsch!
Endlich wieder Regen.
Mistiger nasser windgepeitschter waagerecht alles durchnässender ekelhafter Sch***-Regen. Nciht allein, daß alles naß wird davon. Ich auch. Und kalt ist mir auch. *Bibber*

Ich kann da nur sagen: ich war da immer gegen. Und werde weiter dagegen streiten.

Mitstreiter gesucht!
Die sich von ein paar läppischen über 30° nicht gleich weichkochen lassen, sondern bereit sind, es durchzuziehen und durchzuhalten: Sommer für alle! Und zwar jetzt sofort!

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