Harz-Tour zu den Dampfloks

Zwei Männer mit Charakter (oder besonderer Schrulle?) setzen sich ins Auto, fahren knapp 2 Stunden durch den einsetzenden Winter, nur um dann mitten im Harz (sprich: Hachz) auf einem eher unscheinbaren Bahnhof stundenlang rumzulungern.

Aber natürlich nicht in Elend, sondern in Drei Annen Hohne.
Auf diesen Bahnhof rauschen dann allerdings innerhalb einer halben Stunde vier Dampflok-Züge ein. Von Wernigerode zum Brocken, Vom Brocken nach Wernigerode, von Nordhausen nach Wernigerode und von Wernigerode nach Eisfelder Talmühle.
Der Bahnhof heißt Drei Annen Hohne und befindet sich in der Nähe des Brockens, des höchsten Berges im Harz. Die Harzer Schmalspurbahn ist einer der größten zusammenhängenden Kleinbahnbetriebe überhaupt, der im Regelfahrplan Zugverkehr betreibt.
Eine Sensation, immer wieder.

Die beiden charakterstarken Herren sind natürlich zum Photographieren gekommen. Sie nehmen kalte Füße, kalte Hände, kalten Sonstwas billigend in Kauf, setzen sich zwischendurch (in einer Drehpause) ins Auto, trinken heißen Yogi-Tee aus Thermoskanne und glucksen vor sich hin, weil sie sich selber lustig finden.


Leider wird die wunderschöne Bahnhofsbeleuchtung in zart orange heute erst sehr spät eingeschaltet. Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt an einem im Übrigen sehr abwechslungsreichen und faszinierenden Bahnhofsprogramm, das man auch ruhig Spektakel nennen darf. :-)
Gut gelaunt fahren die beiden Photo-Heinis mit ihrem Auto wieder über vollgeschneite und glatte und dunkle Straßen durch die Tiefen des Harzes zurück in ihren Heimatort, wo sie nun wieder eine Weile zehren müssen von diesem Ausflug.

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Wetterhäuschen

Wetterhaeuschen

Ziel- und Wendepunkt eines üblichen Spaziergangs an Sonn- und Feiertagen für Geismaraner und Freunde des Göttinger Südens.

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Gespielte Welt

Spielwelt

Der eigentlich öde Besuch einer Lego-Ausstellung im Städtischen Museum bringt doch ein paar seltene und seltsame Erinnerungsflashs. Wie doch die Spielwelt immer automobil geprägt war und ist! Und wieviel Gefühl immer durch das Wiederentdecken von Automodellen aus Kindheitstagen ausgelöst wird.
Und was man schön fand damals, kann einem heute doch eigentlich nur Schauer des Entsetzens über den Rücken jagen.

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Tauben gurren wieder

Sylvester2003

Im Cheltenhampark waren 2 Bäume dicht von Vögeln besetzt, als ich an Sylvester dort hindurch fuhr. Hatte ich noch nie so gesehen. Und dann waren das auch noch Tauben!
Etwas später sang am neuen Rathaus gegen den lauten Einkaufsverkehr übermütig eine Amsel an. Trotz beißender Kälte und düsterem Licht.
Seit ein paar Tagen sind auch wieder Spatzen zu hören, noch leise, aber klar vernehmbar.
Und heute Morgen 1 Taube, klar & deutlich am Gurren.

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Die Rituale zum Jahreswechsel

Sylvester2003

verhelfen zwar einerseits zu einer Rahmenhandlung, die es meistens verhindert, dass man völlig wahnsinnig wird. Aber mit von Weihnachtsgrippe noch entkräfteten, deshalb übermüdeten und mittelmäßig durchgeknallten Kindern einerseits.
Mit Eltern, deren Sorgenkapazität eigentlich durch Arbeitsplatzerhaltung, diffuse und weniger diffuse Zukunftsängste – zusätzlich zum üblichen – weitgehend ausgeschöft ist, andererseits.
In so einer Konstellation reichen die normalen Rituale manchmal doch nicht für einen befriedigenden und erfreulichen Sylvesterabend und Neujahrstag aus.

Neujahr2004

Bei -1° aber schneidendem Wind liegt die gefühlte Temperatur eher bei -15° und bei der ätzenden Neujahrsmittagslaune des Nachwuchses ist auch der Gefrierpunkt der Elternlaune in gefährliche Nähe gerückt.
Eigentlich kann das Jahr nur noch besser werden.

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Kalter Jahresausklang

Kalte+Daecher

Morgens um sechs steht hoch am Himmel Jupiter und überstrahlt die Sterne des Löwen. Ein Stück weiter links die Sichel des zunehmenden Mondes neben dem immer noch recht hellen roten Mars.
Drei Stunden später tritt die Sonne über den Berg und lässt die Dächer Göttingens in mild-kaltem Licht erstrahlen. Immer wieder ein majestätischer Moment.
Kalte+Daecher+2

Besonders der Rauch aus den Schornsteinen im Gegenlicht!

Benzstr

Wieder ein paar Stunden später (es ist ja nur gut 8 Stunden hell) leichter Kältedunst, schöne Winterabendstimmung. Der letzte ganze Abend im alten Jahr. Der Abend, an dem man sich so mit am meisten dazwischen fühlt.
Man hat Feuerwerk gekauft, allmählich entsteht Vorfreude auf den Jahreswechsel, diesen besonderen feierlichen Moment, von dem man stets auf’s Neue erwartet, dass er etwas wirklich Neues und Gutes bringt.
Trotz der sich mit den Jahren arg verdichtenden Erfahrung, dass der Januar in der Regel vor allem dunkel, kalt und trist ist, ist immer wieder neu diese Hoffnung da. Plötzlich und stark.

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Zwischen den Jahren

ist man ja immer so besonders drauf: besinnlich und voll der guten Vorsätze. Früher war mir das extrem wichtig, viel aufzuschreiben: das alte gründlich durchzureflektieren, neues zu antizipieren, Sinn zu suchen und einen symbolischen Sprung ins Neue zu zelebrieren.
Dieses Jahr erstmalig haben wir die Einladung zu einer Sylvesterparty ausgeschlagen, weil wir lieber mit unseren Kindern feiern wollen. Familiäre Enge genießen und dann böllern. Übrigens weder trotz Iran (Erdbeben etc.) noch gerade wegen, sondern einfach weil es Spaß macht und weil ich diese moralische Abwertung des Sylvesterrituals mittlerweile völlig indiskutabel finde. Spenden für Leute, denen es dreckig geht, muss man nicht in umgekehrten Zusammenhang zum eigenen Vergnügen bringen. Diese Werteverknüpfung führt nur zu unguten Gefühlen, die niemandem etwas nützen.
Viel Gutes erwarte ich nicht vom neuen Jahr. Politisch und wirtschaftlich wird es wohl kaum entspannter werden – und gesundheitlich kann man für alle nur das Beste hoffen und wünschen!

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Wintereinbruch

Schneeregenblau
Gestern regnete es Bindfäden, heute schneite es weiße Wände, die am Boden sofort zu dreckigem Matsch tauten. Jetzt friert es. Wird schön glatt werden.

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Auf der Abschussliste

Leine-Pappeln
Die kommen bald alle weg.

Das Göttinger Grünflächenamt plant. Da bleibt kein Auge trocken. Und kein Baum ungeschoren oder gar unversehrt. 151 Bäume sollen im Stadtgebiet Göttingen in dieser Saison gefällt werden.
Danach wird es sicher schön übersichtlich aussehen. Überall. Denkt man.
Grauen macht sich breit.

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Man darf gratulieren

Die Lokal-Redaktion des Göttinger Tageblatts bekommt eine neue Chefin: Britta Bielefeld.
Eine vortreffliche Wahl!
Das grapf°log erhofft sich davon endlich eine wirklich frische Brise für die örtliche Berichterstattung.
Die Ernennung Ilse Steins zur Chefredakteurin war noch nicht so ganz das erhoffte Signal gewesen – aber jetzt!
Herzlichen Glückwunsch, Frau Bielefeld! :-)

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