Samstagnachmittagseinkauf

Ich habe mich nach all den Jahren immer noch nicht richtig dran gewöhnt, daß man jetzt samstags auch bis 20 Uhr im Supermarkt einkaufen kann. Aber ich tu es richtig gern.

Ich habe mich nach all den Jahren immer noch nicht richtig dran gewöhnt, daß man jetzt samstags auch bis 20 Uhr im Supermarkt einkaufen kann. Aber ich tu es richtig gern.
Niels Lehmkuhl zeigt in seinem Bahnblog traumhaft schöne Bilder aus dem östlichen Harz-Vorland.
Bahn-Romantik pur.
Dunkelgraue Regenmassen werden an die Fenster geklatscht, der Wind donnert und heult um die Ecken, die Bäume biegen sich tief hinab und ich finde es gerade ziemlich unheimlich.
Wie soll es weitergehen hier?
Hildis Idee finde ich gut: fragen wir mal um, was Ihr wollt! In der Zeit der guten Vorsätze kann man ja auch mal überlegen, wie das eigene Hobby in Gestalt der kommunikativen Schnittstelle zu Euch sich entwickeln soll:
Rege Beteiligung (nicht nur) an dieser Umfrage wünsch ich mir hiermit von Euch allen offiziell zu Whynachten! Ausflüchte werden nicht akzeptiert. Die Kommentarliste könnte endlich mal zeigen, wozu sie fähig ist (kapazitätsmäßig :-)

An dieser Mauer entlang führt ein Weg, der mich seit vielen Jahren fasziniert. Früher war es nur ein schmaler Trampelpfad, von vielen Schlaglöchern und Pfützen so sehr unterbrochen, daß man mit dem Fahrrad nur heftig klappernd und immer mal wieder zum Absteigen gezwungen dort entlang fahren konnte.
Der Weg führt von der Leinebrücke, die die Verlängerung vom Schiefer Weg zum Leinetal bildet, an der Leine entlang bis zur Brücke des Rosdorfer Weges über die Leine. Hat man die Schneeweiß-Mauer hinter sich gelassen, tut sich der Blick auf eine Koppel auf, dahinter die Wohnhäuser der Eisenbahnstraße. Auf dieser Koppel weiden immer schon Pferde. Eine eigentlich unglaubliche Idylle, so mitten in der Stadt. Mit dem Abriß der Wäschereigebäude rückt allerdings auch das Ende der Koppel in greifbare Nähe. Denn auf dem gesamten Gelände sollen Wohnhäuser gebaut werden. Einzig erhalten bleiben soll der Turm.
Ich werde das alles sehr vermissen. Ein weiterer Teil des idyllischen, in gewisser Weise verträumten Göttingens, dessentwegen ich vor zich Jahren hier hängen geblieben bin, verschwindet.
Mit jedem idyllischen Plätzchen, das wir vernichten, verschwindet Raum für Ruhe und Träume und – Lebensfreude.

Das derzeit größte Kran-Ensemble der Stadt, die Baustellen schafft, befindet sich an der Danziger Straße in der Göttinger Südstadt. Mich faszinierte an diesem freundlichen Morgen letzte Woche vor allem das Zusammenspiel der Lichter: Morgenrot und Baustellen-Halogen.

Heute Abend erstrahlt zum ersten Mal der Hopfenweg in Geismar in neuem Lichte. Morgens noch fragte man sich, warum denn die Lampenstiele so enorm lang ausfallen, abends wird klar, es liegt an der besonderen Lampenform, die ganz offensichtlich so gebaut ist, daß nur der Weg bestrahlt wird, nicht aber die Häuser daran.
Erstaunlich, was so alles möglich ist, wenn es die richtigen Leute wollen.
Der Schulweg ist schon den zweiten Winter dunkel und es macht nicht den Eindruck, als würde sich das je wieder ändern.
Alle Jahre wieder, so Anfang bis Mitte Dezember, ist es so weit: die Vorauswahl für die Kalenderbilder ist soweit abgeschlossen, es geht ans Eingemachte. Genauer gesagt ans Einmachen. Und dazu gehört nicht nur die Bestellung der Abzüge von den ausgesuchten Bildern, sondern auch der Kauf von Rohlingen oder Blanko-Kalendern, wobei ich die nicht weiß sondern schwarz haben möchte.
Und ich bin mir eigentlich völlig sicher, daß meine bevorzugte Blankokalendersorte letztes Jahr bei Bieling noch vier Euro fuffzig gekostet hat. Oder so um den Dreh. Ganz sicher bin ich, daß ich beim Kauf von acht Stück davon Rabatt gekriegt habe. Dieses Jahr komm ich da hin und die Dinger kosten fünf Euro fuffzig und meine freundliche Frage nach preislichem Entgegenkommen wird abgeschmettert. Neinnein, das sei so knapp kalkuliert und überdies unfair den Leuten gegenüber, die da 50 von gekauft hätten und auch nicht für billiger.
Raunzend verlasse ich den Laden, wandere weiter zum örtlichen Geizmarkt, wo es andere Blankinis gibt, für 4,95 Euro zwar, aber auch deutlich schlechtere Qualität. Also noch weiter gewandert in den Photorahmenladen meines Vertrauens, dort leider Rohlinge nur bis 13*18. Ich brauch aber 20*30. Nachdem ich ähnlich niederschmetternde Erfahrungen noch in sämtlichen Schreibwarenläden der Stadt habe machen müssen und mich durch einschlägige Seiten im Internetz gekämpft habe, wo das Zeuch nur noch viel teurer zu haben ist und dann auch noch Porto dazu kommt, stehe ich heute reuig wieder bei Bieling und kaufe die üblichen Dinger für den Normalpreis. Leise mit dem Fuß stampfend, aber wenigstens hab ich sie dann.
Und wir merken uns das mal für’s nächste Jahr, gell?
Was ja fast schon geeignet wäre, mich mit der Institution Whynachzmarkt zu versöhnen, das sind so ein, zwei Stände, an denen man so sinnvolles Zubehör wie Jade-Elephanten, Tisch-Nilpferde aus Alabaster, indische Tücher aus Baumwolle in allen möglichen wunderschönen Farben und Mustern und Räucherstäbchen kaufen kann.
Wie das da duftet!
Dieser Duft hat auf mich stets die Wirkung einer Zeitmaschine. Flugs befinde ich mich etwa im Jahre 1975 und stöbere in hübschen kleinen Sätzkästlein, die anmutige Teile meiner Jugend enthalten.