Umnebelt

Eine der besten Erfindungen seit der Entdeckung des Joggens ist eindeutig der Frühnebel, genauer gesagt: Örtliche Frühnebelfelder!
Als Kind liebte ich sie schon, weil von ihnen so etwas behaglich Gruseliges ausgeht. Belebend und Phantasie anregend.
Auf Kiessee neigen örtliche Frühnebelfelder zum Wabern. In kleinen, manchmal größeren Schwaden rotten sie sich zusammen und ziehen sehr gemächlich ihren Weg, dessen Richtung im Vorbeilaufen nicht eindeutig zu bestimmen ist. Vom Westufer des Sees sieht man das östliche Ufer kaum, wohl aber die dahinter stehende Baumreihe, die wie eine schwarze Wand anmutet. Darüber gab es heute Morgen einen großen roten Farbverlaufsfleck. Wohl wegen der Sonne, irgendwo dahinter.
Aber noch sehr duster.
Und still.
Völlig lautlos plötzlich ein riesiger Vogel. Mit breiten Schwingen gleitet er majestätisch langsam quer hinüber zum anderen Ufer.
Ein paar Meter weiter dümpelt ein Paar Wasserballtore in den wabernden Schwaden.
Windstille.
Klein Pling, nur in der Ferne das Rauschen der Straße.
Und ganz in der Nähe, direkt bei mir: das Schnaufen des Joggers.

Wenn der Tag so anfängt…!

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Oderberger Straße

Oderberger1
summer in the city

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Göttinger Pflanze 1

Kornblume
Sonntagmorgenspaziergang in der Südlichen Feldmark. So lange habe ich mir schon gewünscht, so eine Blüte zu erwischen…!
In den heißen Monaten beim morgendlichen Joggen bin ich oft genug drauf rumgetrampelt, weil sie einfach überall waren. Wenn ich dann mittags oder nachmittags noch einmal losfuhr, um sie zu photographieren, dann taten sie stets so, als seien sie vertrocknet: hängende, welke Blätter, so gar keine Farbe mehr.
Lag offensichtlich an der Trockenheit und der Hitze.

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Geträumtes Land

Getraeumtes_Land
Wie im Traum: von erhöhter Warte aus ins Land schauen. Je dunkler es wird, desto besser gewöhnen sich die Augen. Dinge werden sichtbar, die bei Tageslicht verborgen bleiben. Vom Horizont her nähern sich Empfindungen, die unheimlich, ja manchmal überwältigend sind.
Wo eigentlich ist der Horizont? Wo endet der Traum? Wo fange ich an?

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Goodbye Lenin

Open-Air-Kino
– Open-Air-Kino im Freibad –

Sehr angenehme, kultige Atmosphäre, ein frischer aber nicht zu kalter Abend mit sternklarem Himmel – und ein wunderbarer Film: geschichtlich spannend, ostalghische Bedürfnisse aufs Zuvorkommendste bedienend, herzerwärmend, anrührend, humor- und sehr liebevoll. – Lange war Kino nicht mehr so schön!

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Urlaub vorbei

Retour au bureau.
Abwechslungsreiche und überwiegend schöne und fast ausschließlich sonnige dreieinhalb Wochen liegen hinter mir. Habe diesmal so richtig das Gefühl, ein Stück älter geworden zu sein, im positiven Sinne. Viel erlebt, viel wahrgenommen, viel nachgedacht, viele gute Gespräche geführt, intensiv gelebt.
Ein gutes Resümmée, oder? Heute Morgen beim Laufen deutlicher Herbstgeruch in der Luft. Endlich wieder „frische Luft“ am Morgen. Als ich Ende Juli morgens in Berlin lief, bei knapp 20°, eher im Mief als in Luft, obwohl kaum bekleidet schon nach wenigen Metern schweißtriefend, kamen schon erste Anflüge von Herbstherbeiwünschen.
In diesen Tagen scheint sich die Luft in irgendeiner Weise grundlegend zu verändern. Ob es an der Abkühlung liegt? Sie hat jedenfalls nun etwas an sich, daß tiefe Empfindungen in mir weckt, kühle feuchte, aromatisch duftende, zum sehr frühen Morgenlicht prima passende Gefühle, die ich ebenso in mich einsaugen möchte, wie ich sie wohl auch einfach selbst produziere.
Das gibt es nur in dieser Jahreszeit.
Und da dachte ich immer, ich sei ein Frühlingstyp. Oder kann sich so etwas auch ändern?

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