Novembuli 05


Frühnebel am Juli-Morgen bei Temperaturen um die 10° machen dem November alle Ehre.
Indes es hält sich nicht lange und sobald die Sonne durchbricht, wird es schnell warm und schwül.

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Wind und Regen

Es heult ums Haus, schon zum wiederholten Male heute. Der Regen peitscht gegen die Fenster. Am Morgen waren es gerade mal 6 Grad. Radfahren mit Handschuhen. Jetzt jagt ein Schauer den nächsten, der Wind dahinter erreicht Sturmstärke.
Blättert man im Tagebuch nach, scheint es in den vergangenen Jahren zum Trend geworden zu sein, daß das Frühjahr immer kühler und feuchter wird, der Sommer immer später anfängt, dafür meist eine Zeitlang wenigstens sehr heiß wird und sich bis in den Herbst hinein zieht.
Seltsam und schade. Man hat kaum etwas von den blühenden Pflanzen, weil man es draußen nicht aushält, und die Vögel singen auch nur gelegentlich mal.
*Heul*

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Die Wärme und das Leichte

Morgens um halb sechs schon 15 Grad. Laufen in kurzer Hose und ärmellos, durch freundliche, vor Fruchtbarkeit strotzende toskanische Landschaft. Hasen, Kuckucke und Goldammern, Feldlerchen und Bussarde.
Draußen frühstücken.
Im kurzärmeligen Hemd zur Arbeit fahren.
In der Fußgängerzone flanieren und Lust haben zu lächeln.
Abends draußen sitzen, den Staren, Amseln und Mauerseglern zustimmen, die davon singen, wie schön das Leben ist. Um einen herum toben die Kinder, bis es dunkel ist.
Das Leben findet draußen statt und man schläft bei weit geöffnetem Fenster.

So ist es gut.

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Land im Kälte-Griff

hoherhagenschnee1.jpg
Göttingen (Wetterfroschdienst). Obwohl neuerliche Schneeschauer in den letzten Tagen in der Stadt auf keinen fruchtbaren Boden mehr fielen und trotz eisiger Minustemperaturen ohne viel Federlesens wieder wegkondensiert wurden, bleibt die Kälte hartnäckig und meistenteils unerbittlich.
Auf dem Land, hier am Hohen Hagen zwischen Dransfeld und Jühnde, liegen noch immer 20 bis 30 cm Schnee (übereinander!) und machen keine Anstalten sich freiwillig zurückzuziehen.
Besorgte Bürger argwöhnen bereits, daß es sich um eine erneute Sparmaßnahme der Landesregierung handeln könne, die nach Bekanntwerden der neuesten Haushaltslöcher nun die Frühlingswärme 4 Wochen später als tariflich vereinbart zum Einzug bringen solle, um auf diese Weise die Heizkosten von den Landes- auf die Bürgerkassen zu verlagern. Protest wurde bereits laut, vornehmlich aus den verfrorenen linken Lagern, weil wieder einmal vorrangig sozial schwächer gestellte benachteiligt würden. Eine Stellungnahme der unverfrorenen rechten Regierung steht noch aus.

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Schneewolkenwetter

Am Nachmittag schneit es in dichten dicken Flocken und verwandelt die Stadt innerhalb einer halben Stunde in ein Wintermärchen. Im Licht der Blauen Stunde schließlich schiebt sich eine eigenartige Nebelwolke vom Leinetal her ein Stück nach Geismar hinein.

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Wintergewitter

Nicht nur, daß der Sturm so derbe tobte, daß unser Schlafzimmer in der Dachgaube zu wackeln schien. Hinzu kam auch noch ein seltsames Gewitter. Milchig grelle Blitze, fast gleichzeitig kurzer trockener und unerwartet leiser Donner. Noch leicht fiebrig wurde ich gar nicht ganz wach davon. Im Kopf noch dieses auf ziemlich viel sinnlose Action zusammengestauchte Phantasie-Konglomerat Earthsea hin und her brandend. Vor langer Zeit las ich das als Buch und war begeistert, weil Ursula K. Leguin darin nicht nur irgendeine weitere Welt entwirft, sondern auch mit viel Geschick und Hintersinn die Existenz der Dinge hinter den Dingen zum Klingen bringt. Die Idee von der Bedeutung der wahren Namen beeindruckt und beeinflußt mich noch heute.
Das albern horrormäßige namenlose Schattenwesen des Films kann mit der äußerst fiesen Realität, die im Buch entfaltet wird, nicht annähernd mithalten.
Man wurde den Eindruck nicht los, daß da ein ernsthaftes literarisches Anliegen mit harrypottermäßigen Filmtricks den zeitgeistigen Bedürfnissen angepaßt werden sollte. Schade drum.
Die Erdsee-Trilogie von Ursula K. Leguin hat etwas absolut zeitloses und kann ich unbedingt empfehlen!

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Morgensternhimmel vor Whynachten

Das Thermometer zeigt -9° und das Herz sackt unwillkürlich in die Hose. Bei der Temperatur nach draußen? Um viertel vor sechs? Morgens? Freiwillig? Wie irre muß man denn sein?
Ach, gar nicht so. Einfach etwas mehr anziehen als sonst und ganz ruhig und locker los laufen wie sonst auch. Die Handschuhe ziehe ich nach fünf Minuten schon aus, nach einer Viertelstunde schwitze ich beinahe wie immer.
Bei jedem Schrit knirscht und knackt der hartgefrorene Boden.

Und oben am Westhimmel leuchtet Saturn (?) in den Zwillingen, rechts daneben Capella mit dem Fuhrmann, sehr auffällig und charakteristisch. Links neben den Zwillingen fast im Zenith steht der Löwe, aufgrund der hellen Nachbarn beinahe unscheinbar. Weiter im Südosten strahlt Jupiter, zur Zeit fast so hell wie Venus, die erst gegen sieben Uhr etwa im Osten sichtbar wird. Von Jupiter ausgehend nicht weit Richtung Nordosten befindet sich Arcturus, der Hauptstern des Bootes, dem sich Jupiter gewiß nie weiter nähern wird als jetzt gerade. Beide so hoch am Himmel und so dicht beieinander wirken so auch sehr ungewohnt.
An diesen kalten klaren Morgenden ist es eine Lust hinaufzublicken und sie zu identifizieren, die Sterne und Planeten.

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Erster Schnee


Letzte Nacht gingen die reichhaltigen Niederschläge irgendwann in Schneefall über und ließen mengenmäßig kein bißchen nach. Eine Viertelstunde vorm Wecken schon hörte ich die Kinder in ihren Zimmern rumhopsen und begeisterte Schnee-Rufe ausstoßen. War das eine gute Laune beim Frühstück! Als sei der Whynachzmann schon verfrüht eingetroffen.

Draußen lagen dann überall tatsächlich gut 5cm Schnee, in schwer geklutschter Form. So schwer, daß es so manchen dicken Ast dahingerafft hat. Auf den Straßen das übliche Chaos – jedes Jahr dasselbe. Mit dem Fahrrad echt nicht mehr lustig, zwischen den KlutschRillen, den riesigen schwarzen Lachen und den gnadenlos durchbrezelnden Autos, vor allem Taxen, die Balance und die Contenance zu wahren.

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storm-chasing


Nachdem nachmittags eine sehr beachtliche Wolkenwurst bzw Böenwalze über die Stadt gezogen war und ich keine Knipse dabei hatte (passiert mir ja eigentlich nie), mußte ich nun noch mal los. Storme zu chasen gab es zwar eigentlich nicht mehr, es war nur noch eine Hatz vor der Regenzone her, den tollen Wolken hinterher – aber mit laut beautiful garbage im Auto machte es trotzdem Spaß.
Je älter ich werde desto irrer. Doch, oder?

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