Es war ein Glück


“Womit haben wir uns eigentlich diesen September verdient?”, fragte Herr T. “Mit dem beschissenen Juli!”, antwortete Frau J. Womit sie einerseits ganz richtig lag. Andererseits denke ich hier, wie auch sonst gern, daß man sich sowas nicht verdient. Wenn denn überhaupt, dann gibt’s Glück geschenkt.
Diese Tage mit Frühnebel und diesem blauen blauen Himmel, der sich wie das Mittelmeer so weit und warm über das Leben und das Gemüt ergoß, die Radtouren mit Kind3 morgens übern Deich zum Kindergarten. Endlich konnten wir das Tabu brechen, das bei unserm Sturz im Frühjahr entstanden war. Keine Angst mehr vor dem Hubbelweg. Stattdessen Freude über den Graureiher, der mit majestätischen Flügelschwüngen hoch über uns hinweg fliegt.
Ein Geschenk. Es fällt schwer es jetzt loszulassen.

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Hurricanes

Hurricane Rita
Rita. (Bild: NASA)
Weitere Infos, Bilder und Animationen der NASA.

Allein bei der Vorstellung, daß ein einziger Sturm etwa halb so groß ist wie der Golf von Mexico, wird einem doch schon irgendwie mulmig. Selbst hier mitten in Deutschland, in völlig geschützter Umgebung. Wie mag es sich anfühlen, etwa an der texanischen Küste zu wohnen, sein Haus mit allem Hab und Gut zurücklassen zu müssen, um vor so einer unausweichlichen Naturkatastrophe zu fliehen?

Was wird J.R. dazu sagen, wenn seine ganzen Ölbohrtürme verwüstet werden?

Ob die Amerikaner, wenn so ein Hurricane nach dem andern über ihr Land fegt, ihre Haltung zum Klimaschutz wohl doch einmal überdenken?

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Katrina und die Rettung 2. Klasse


(Photo von James Nielson/AFP)

Die Ärmsten der Stadt sind am härtesten von der Flut betroffen. Damit reihen sich die USA nahtlos in den weltweit üblichen Standard ein. Schon bei der Tsunami-Katastrophe trat offen zu Tage, dass, wer Kohl(e) hat, auch gerettet wird. Gezielt. Persönlich. Per Hubschrauber.
Wer aber ein Habenichts ist, soll dafür bei jeder sich bietenden Gelegenheit noch einmal extra bestraft werden.
In den Südstaaten hat die schwarze Bevölkerung die A***-Karte. Traditionell.
Aber auch für uns alle wird es noch viel schlimmer kommen. Die sprunghaft steigenden Spritpreise sind da sicher erst zaghafter Vorbote.

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Sommergedicht


So ein unglaublich schönes Wetter wie heute war dieses Jahr noch nicht. Den ganzen Tag völlig tiefblauer absolut wolkenloser Himmel – ohne Kondensstreifen, aufs angenehmste wärmende Sonne, Wohlgerüche in der Luft und daraus folgend milde Laune vom feinsten.

Danke!

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Geiles Gewitter





Schnell nach der Arbeit noch die leeren Wasserkästen aus dem Keller holen, rein in den Anhänger, runter den Berg zu Löb (ehemals) und neues kaufen. Und was man sonst noch braucht. Schon währenddessen dräuendes Gewölk am Himmel und die leicht bange Frage, ob ich denn wohl noch trocken nach Hause komme. Aber kein Problem, sogar mit schwer beladenem Anhänger bergauf.
Ist sogar noch genug Zeit kurz aufs Feld zu fahren, um dem Schauer mutig entgegen zu sehen. So eine geniale Sicht hatte ich lange nicht. Ich bin begeistert und harre pausenlos knipsend aus, bis die ersten Tropfen fallen. Dann aber auch schnell rein, Kaninchen in den Stall und gerade so eben rechtzeitig vor dem Starkregen ins Haus. Kewler Urlaubsanfang :-)

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Toskana tropicana

Gerade geht hier wieder so ein tropisch anmutender Schauer nieder. Sehr viele sehr dicke Regentropfen, Naheinschläge von Blitzen mit entsprechend lautem Donner. Wildes Wolkenschauspiel. Einfach klasse.
Gestern Abend war es so schwül, dass ich mich sofort nach der Ankunft zuhause sofort bis auf die Unterhose ausziehen musste. Alles klebte. Dazu der Himmel voller streifenartiger Wolken, wie gekämmt, später mit zerfaserten Anhängseln unten drunter, dass man jeden Augenblick Tornados erwartete. Die Spannung stieg, bis sie sich in einem knackigen Gewitter entlud, das wir mit drei Fotoraps plus Video vom Dachzimmer aus genossen.

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Gewitternacht

Um halb zwölf ist es immer noch so warm, dass ich trotz weit offener Fenster ohne Decke auf dem Bett liegen kann. Draußen ringsum Wetterleuchten und leises fernes Grummeln. Eine wunderbare Stimmung. Ich liebe Gewitter.
Als nicht im Urlaub befindlicher Arbeitnehmer muss ich natürlich versuchen zu schlafen – und meine Versuche Blitze zu photographieren beizeiten aufgeben. Auch weil das mit der Canon G6 einfach nicht geht. Die 15sec maximale Belichtungszeit reichen nicht. Jedesmal wenn der Verschluss wieder zugeht, kommen die Blitze, auf die ich in den 15sec vorher gehofft habe. Und nach solchen Aufnahmen braucht die Kamera immer noch mal fast genau so lange, um das neue Bild zu berechnen und zu speichern. Und wenn man dann wieder drauf drückt, dann sind das wieder genau die 15sec, wo die Blitze entweder gar nicht oder in einem anderen Himmelsabschnitt niedergehen.

Zwei Stunden später, ich hatte leicht geschlafen, ist das nächste Gewitter richtig da. Ich mache noch mal ein paar Knipsversuche, vor allem um wach zu bleiben. Unglaubliche Atmosphäre. In der Ferne eine Stelle am Horizont, die rot leuchtet. Fast wie ein Nordlicht, was aber natürlich nicht sein kann, weil ja alles tief voller Wolken hängt.

Hier eins der vielen wunderbaren Bilder von Toby.

Dann eine fast plastisch sichtbare schmale Wolkenfront, die mit einer plötzlichen und intensiven Bö über mich hinwegrauscht. Eindrucksvoll und unheimlich. Im Haus heult es und ich muss den Fensterflügel festhalten, damit er nicht vom Sog des Windes zuknallt. Eine seltsam lange Weile fast gar keine Blitze, bis sie dann auf einmal ganz nah – und laut! – wieder kommen und es schnell und sehr heftig zu regnen beginnt. Ich schließe die Fenster, lege mich aufs Bett und lausche dem Trommeln der Tropfen auf dem Dach. Das ist so laut, dass man den Donner kaum noch hören kann.

Und so geht es weiter. Gewitter Nummer drei kommt irgendwann, als es schon hell wird, wieder mit einem kurzen aber äußerst intensiven Regenschauer.

Das Weckergepiepe morgens ist entsprechend schmerzhaft, von ausgeruht kann keine Rede sein, abgekühlt ist es draußen auch nicht nennenswert: der Eindruck von tropischem Klima deutlich. Nach diesem Erlebnis und mit dem Gefühl des Übernächtigtseins aber ein irgendwie tief sitzendes saugutes Gefühl. So darf es gern öfter sein.
(Ach ja, und dann brauch ich ne schussbereite und blitzaufnahmefähige Kamera. Unbedinckt!)

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rain over all


Heute wieder: düster, so düster draußen. Ganz eigenartige Atmosphäre in der Stadt. Dazu dieser starke Wind, der die Schauer vor sich hertreibt. Doch Julember?

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Himmelszeichen

Fing gut an: beim Weg zum Brötchenholen so richtig Lust verspürt auszuschreiten, tief einzuatmen, Leben aufzunehmen und wiederzugeben. Aber ging nicht so weiter. Harter Dämpfer gleich beim Frühstück: werde nicht am Photobloggertreffen in FFM am 6./7. August teilnehmen können, weil B’s lieben Kolleginnen ihr an diesem Wochenende einen Dienst aufgedrückt haben. Obwohl sie ausdrücklich um das Gegenteil gebeten hatte. Sehr kollegial. Blöde Zippen! (Nur nicht zu sehr aufregen…)
Schwül ist es immer noch, aber längst nicht mehr so warm wie gestern und deshalb gut auszuhalten. Nur seltsamer Himmel. Abends ein Phänomen, das ich so noch nie gesehen habe:

Mitten am Himmel, beinahe im Zenith, ein Regenbogen. Ob das was zu bedeuten hat?
Und dann, wenig später, auch das noch:

Savoir vivre.
Ach ja.

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Das Freitagnachmittagsgewitter


Solange man sich nicht bewegt, ist die Temperatur sehr angenehm. Beim Atmen treten jedoch erste Schweißperlen auf die Stirn. Mittags in der Stadt scheinen die Schuhsolen auf dem Asphalt fest zu kleben. Die Straßen strahlen Glut aus. Die Karstadtmarkthalle ist eine finnische Sauna, in der ich eine Tropfspur zurücklasse und nur auf Grund der übergroßen Anstrengung die Kassiererin nicht frage, wie sie das erträgt. Neben ihr pustet ein übergroßer Ventilator die heiße Luft von hinten nach vorn. Das Gewitter bringt beinahe die dringend ersehnte Abkühlung. Aber eigentlich verwandelt es die Szene nur in eine Dampfsauna.

Es hat was.

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