Morgensternhimmel vor Whynachten

Das Thermometer zeigt -9° und das Herz sackt unwillkürlich in die Hose. Bei der Temperatur nach draußen? Um viertel vor sechs? Morgens? Freiwillig? Wie irre muß man denn sein?
Ach, gar nicht so. Einfach etwas mehr anziehen als sonst und ganz ruhig und locker los laufen wie sonst auch. Die Handschuhe ziehe ich nach fünf Minuten schon aus, nach einer Viertelstunde schwitze ich beinahe wie immer.
Bei jedem Schrit knirscht und knackt der hartgefrorene Boden.

Und oben am Westhimmel leuchtet Saturn (?) in den Zwillingen, rechts daneben Capella mit dem Fuhrmann, sehr auffällig und charakteristisch. Links neben den Zwillingen fast im Zenith steht der Löwe, aufgrund der hellen Nachbarn beinahe unscheinbar. Weiter im Südosten strahlt Jupiter, zur Zeit fast so hell wie Venus, die erst gegen sieben Uhr etwa im Osten sichtbar wird. Von Jupiter ausgehend nicht weit Richtung Nordosten befindet sich Arcturus, der Hauptstern des Bootes, dem sich Jupiter gewiß nie weiter nähern wird als jetzt gerade. Beide so hoch am Himmel und so dicht beieinander wirken so auch sehr ungewohnt.
An diesen kalten klaren Morgenden ist es eine Lust hinaufzublicken und sie zu identifizieren, die Sterne und Planeten.

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Morgen, Aufstehen!


Gefühlte Zeit: 3 Uhr 27 – gemessene Zeit: 6 Uhr 47 – Alltag im Dezember

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Rosdorf – Süd-Ost-Umgehung




In Sachen Straßen bauen und Gewerbegebiete ausweisen sind die Rosdorfer bekanntermaßen nicht zimperlich. So scheuen sie sich auch so gar nicht, mitten hinein in das Naherholungsgebiet Kiessee ihre Südost-Umgehung hineinzubauen. Es kann einem nur schlecht werden, was hier für Landschaft vernichtet wird und Fläche versiegelt und damit Lebensqualität den Bach runter geht.

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Lünemann – danach

Nach dem vollständigen Abriß des ehemaligen Lünemann-Geländes an der Kurzen Geismar Straße bietet sich den Weihnachtseinkäufern nun ein beruhigend leerer Anblick. Der Schutt ist weitgehend abgeräumt, die Brache ödet still vor sich hin.

Hier wird noch gearbeitet


Seit einiger Zeit beschleicht mich immer öfter so ein ganz eigenartiges Hochgefühl, wenn ich Produktionsstätten sehe, in denen noch produziert wird.

Nächste Abrißbirne im Anmarsch

Wie das Göttinger Tageblatt heute im allgemeinen Wirtschaftsteil auf Seite 7 berichtet, wird das Gebäude von Möbel Lützkendorf mit samt Hinterhof im kommenden Jahr abgerissen und an seiner Stelle ein Neubau errichtet. Millionen Euronen werden fließen, um ein weiteres Stück Göttinger Altstadt für immer zu vernichten.

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Der große Auftritt

Die große Tochter hatte ihren alljährlichen großen Ballett-Auftritt. Mit ihren neun Jahren schon mindestens der dritte. Und jedesmal dieselbe große Aufregung davor. Endlos die Vorbereitungen, vor denen sich auch gebeutelte Mütter kaum drücken können. Kostüme müssen genäht werden, ungewohnte Trainigsorte aufgesucht und viel zusätzliche Zeit investiert werden.
Und dann konzentriert sich alles auf bestenfalls anderthalb Stunden, in denen alle Ballettmäuse zwischen 4 und 14 ihr Bestes geben. Und alle Eltern, Geschwister, Großeltern, Patenonkel und -tanten (sogar ein Klavierlehrer wurde gesehen!) sitzen auf den Rängen und im Parkett, knipsen und blitzen und videofilmen so angestrengt um die Wette, daß man sich wie bei einer Pressekonferenz fühlt. Die schwülstige Musik dröhnt aus den ein Ideechen zu billigen Boxen und die gegenseitige Dankesorgie zum Ende hin kennt weder Grenzen noch Schranken.
Es gehört eben dazu.
Aber schön ist etwas anderes. Schön ist, wenn man bei ganz anderer, intimerer Gelegenheit, einer Übungsstunde beiwohnen darf, wenn die Ballettlehrerin mit strenger und doch liebevoller Stimme ihren Schülerinnen das abverlangt, was diese tatsächlich können. Wenn zur knappen, stilistisch eher kühlen Klaviermusik Plié und Relevé, Erste Position und Soutenu aufgerufen und dargeboten werden, wenn die kleinen Grazien anmutig die Beine lüpfen und strecken, an der Stange vor dem Spiegel, eine hinter der anderen, eine schöner als die andere – und alle stolz und ganz in ihrem Element.
Aber der große Auftritt… – ist zum Glück für dieses Jahr wieder einmal überstanden. Und meine kleine Ballerina ist fertig und schläft glücklich.

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