Womit sie uns erfreuen

Seit Monaten.
Unsere lieben Nachbarn.
Tags und nachts.
In Bild und Laut.


Seit Monaten.
Unsere lieben Nachbarn.
Tags und nachts.
In Bild und Laut.

Heute wird Gerhard Seyfried 60.
Dazu möchte ich ihm aufs herzlichste gratulieren!
Seine Cartoons haben schon vor 30 Jahren mein Leben bereichert und tun es noch heute. Anläßlich des taz-Artikels zum Tage drücke ich meinen Kindern das schmale bunte Bändchen „Invasion aus dem Alltag“ von 1981 in die Hand. Die fangen darauf hin sofort an, sich laut gackernd an der Teuropa-Karte zu erfreuen. Und an den vielen liebevoll gezeichneten Details, von denen jede einzelne Seite übervoll ist. Eine witziger als die andere. Immer noch.

Da erstrahlt die Elbinger Straße in lange nicht gesehenem Glanze. Auch wenn sie immer noch nicht Fahrradstraße geworden ist. Obwohl die Herren Meyer und Dienberg das letztes Jahr November so überaus vollmundig angekündigt hatten.
Aber das war ja auch letztes Jahr.
So lange gibt’s jetzt schon grapf-Bilder im Internetz. Fing seinerzeit an mit der formschönen URL private.addcom.de/grapf, die es ironischerweise immer noch gibt.
Am 14. März 2000 wurde die damalige kleine Galerie auf grapf.de umgeschwenkt. War ich stolz! Von den damaligen 3 täglichen Zugriffen auf die Seite waren jeweils 2 von mir, um zu sehen, ob der Zähler schon weiter gezählt hatte. Und die andern waren von Freunden und Verwandten, die ich lange genug genervt hatte.
Wieviel Zeit man damals mit der Layout-Gestaltung verbracht hat! Als es CSS noch nicht wirklich gab, die ganze Galerie-Technik mit php und MySql erst recht nicht. Jeder Link und jede einzelne HTML-Seite war von Hand erstellt und entsprechend groß die Fehlerzahl und entsprechend langwierig die Fehlersuche.
Einzelne Bilder kommentieren zu lassen, war noch nicht einmal als konkreter Traum am Horizont, man hatte lediglich Gästebücher, gemietete, als Preis mit nerfiger Werbung verunziert, die man regelmäßig wechseln mußte, weil sie irgendwann aufhörten zu funktionieren.
Die erste große Anerkennung erfuhr die Galerie Grapf, als web.de meine Bahnbilder als Linktipp der Woche anpries. Die Besucherzahlen kletterten innerhalb von Stunden auf das Zichfache ihres Normalwertes. Leider war das schon alles. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es von buchstäblich tausenden von Besuchern kein einziges feedback. Endlose stumme Klicks. Nichts sonst. Dieses Gefühl mochte ich nur sehr bedingt.
Eine völlig neue Welt eröffnete das Erscheinen der Weblogs. Aber dazu mehr Ende April, wenn dieses Blog hier Jubiläum feiert.
Wer bei uns anruft, hört vor allem sich selbst. Und das nervt. Ursache ist die DSL-Telefonitis, Verzögerungen, die möglicherweise mit der Firmware in der Fritzbox zu tun haben.
Besonders ärgerlich daran ist, daß dieses Problem erst neuerdings aufgetreten ist. Per VoIP telefonieren wir schon länger und bis vor kurzem war das überwiegend erfreulich, weil viel billiger als normal über Festnetz.
Und das Telefonieren mit dem Handy macht auch keinen Spaß mehr, in erster Linie wegen des äußerst kundenunfreundlichen Geschäftsgebarens von O2. Früher einmal war ich begeistert von der Idee mit der Homezone, von der aus mal so günstig mit dem Handy telefonieren konnte. Heute ärgert man sich über den äußerst dummerweise abgeschlossenen Genion-L-Vertrag, der jeden Monat 35 Euro kostet und trotzdem nur Flatrate ins Festnetz und nach O2 beinhaltet, während Gespräche in andere Netze satte 19 Cent kosten. Aber man kommt aus diesem Knebelvertrag auch nicht raus. Allein ihn zu reduzieren, also in eine weniger teure Variante zu wechseln, kostet zur Zeit 150 Euro Wechselgebühren. Wobei man bei jedem Anruf bei der zuständigen Hotline leicht andere Ansagen bekommt. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als daß O2 seine Kunden mit Macht loswerden will.
Am Wochenende sind in großen Formationen die Kraniche nach Norden über uns hinweg geflogen. Die Amseln singen bereits regelmäßig am Morgen, wenn auch immer noch etwas verhalten. Heute Morgen am Wasserwerk Kiesseestraße die erste Singdrossel der Saison. Und Rotkehlchen, die offenbar zwischenzeitlich Pause gemacht hatten.
Schön ist das!
Der Februar war wettermäßig ein echter Verwöhnmonat: so viel Sonne und Wärme! Klimakatastrophe hin oder her, wenn sie sich hier so auswirkt, fällt es sehr schwer, sie bedrohlich zu finden.
Seit dem letzten Wochenende bekommen die ersten Bäume Blüten und Blätter, die Vegetation scheint Monate zu früh dran zu sein. Oder täuscht das, wie schon so oft?
Im Bildwerk3 lese ich immer lieber. Da stehen sehr oft sehr interessante Artikel über Photographen und Photographie-Events drin und gute Bilder machen die beiden MacherInnen auch. Jetzt habe ich bei ihnen ein beantwortetes Stöckchen gefunden, das ich nach anfänglichem Zögern mal aufnehme. Weil das Thema einfach auch mein Thema ist: Schreiben über Photographie. Und weil ich es immer mal wieder wichtig und sinnvoll finde, über den Sinn meines Geschreibsels hier überhaupt zu reflektieren.
Fragen und Antworten
Wie lange schreibst du schon über Photographie?
Meine ältesten Einträge zum Thema sind fast so alt wie dieses Blog hier selbst, also annähernd 5 Jahre. Aber ich schreibe immer nur gelegentlich mal über Photographie, es ist in diesem Blog nur ein Thema unter vielen, wenn auch ein sehr wichtiges. Was unter anderem daran liegt, daß die Photographie eine meiner wichtigsten Beschäftigungen ist.
Über welche Themen der Photographie schreibst Du am liebsten ?
Ich gebe sehr gern Empfehlungen für Ausstellungen oder Websites von anderen Photographen, die mir aufgefallen sind und deren Bilder mich beschäftigen. Noch lieber schreibe ich über eigene besondere Erlebnisse und Erfahrungen beim Photographieren, auch über den Umgang mit Software oder die Kamera. Dabei fällt mir mal gerade so ganz deutlich auf, daß ich das öfter tun sollte. Und könnte. Und mir jetzt mal vornehme.
Photographie hat für mich seit jeher viel, sehr viel mit Kommunikation zu tun. Und was ist Bloggen, wenn nicht ein Vehikel genau dafür! Insofern passt das wie die Kamera ans Auge :-)
Wieviele Artikel veröffentlichst Du pro Woche ?
Da gab es über die Jahre hin immer sehr unterschiedlich Phasen: von 10 pro Woche in Stoßzeiten bis zu einem alle zwei Wochen in Flauten gab es alles. Auch wenn mir das nicht immer gelingt, lege ich etwas mehr Wert auf Klasse als auf Masse.
Bist Du selbst Hobby- oder Berufsphotograph ?
Wie hieß das so schön in einer dieser Science-Fiction-Parodien: „wir schalten jetzt um auf wahnsinnige Geschwindigkeit“ …
In diesem Sinne bin ich weder Hobby- noch Berufsphotograph, sondern wahnsinniger Photograph. Ich verdiene schon gern sehr gelegentlich mal ein paar Mark mit dieser Passion, aber den Schritt ins Profilager will ich nicht gehen. Mal von der wenig einladenden Markt-Situation der Photographen ganz abgesehen ist meine Kreativität eher eine launische und spontane – und mit Auftragsarbeiten, ja schon mit einfach geplanten Shootings komme ich nur sehr unregelmäßig zurecht.
Welchen Artikel würdest Du als Deinen beliebtesten einschätzen ?
Heiß diskutiert und deshalb mein favorisierter Artikel war Anleitung zum Kommentieren, schon fast 2 Jahre alt.
Ein Thema, das aber immer aktuell ist und um das man sich immer wieder anne Köppe kriegen kann. Was will man mehr?
Welches deutsche Fotografieblog würdest Du (ausser Deinem eigenen) empfehlen ?
Ich lese gerade mit großer Lust und ebensolchem Gewinn Bildwerk3. Die inspirieren mich, die beiden!
An Martin Gommel mal ein großes Dankeschön für seinen kreativen Einsatz. Und auch hier für die Inspiration.