Die Kindergarten-Radtour

Noch zwei Wochen. Dann ist die Zeit der gelegentlichen Radtouren morgens vorbei. Dann wird sie in einen anderen, viel näheren Kindergarten wechseln. Im Moment habe ich das Gefühl, daß mir der Abschied schwerer fallen wird als ihr. Es war immer etwas besonderes, in den ersten Jahren mit ihr hinter mir im Kindersitz, seit nun schon weit mehr als einem Jahr auf dem Nachläufer.
Wie das war, als sie noch dodadodadoda machte! Als sie die ersten Lieder sang. Als sie das Traumhaus kennenlernte und später das abgebrannte Haus, das im Lauf der Zeit zum kaputten Haus wurde. Oder wenn wir die Häschenstrecke fuhren, deren letzter Teil parallel zur Eisenbahn verlief, die wir dann riefen. Und die kam, fast immer, auf Zuruf. Wie wir die quakenden Frösche entdeckten oder den Reiher, der am Rand des Leineufers stand und auf Fische wartete. Wie stolz und glücklich sie stets war, wenn sie Vögel oder andere Tiere vor mir entdeckte.
Immer diese eigenartige Mischung aus Momenten besonderen Glücks und der Hektik, sie im Kindergarten abliefern und anschließend zur Arbeit fahren zu müssen. Manches Mal im Regen, bei Sturm, auf vereisten Wegen, im Schnee, bei säuischer Kälte oder – wie in diesen Tagen – in schweißtreibender Hitze. Und tropsdem. Das Gute ist stärker und fast immer war diese Tour ein wunderbarer Start in den Tag.
In unserer Erinnerung wird es einen wichtigen Platz haben. So wie die Erinnerung an die Zeit mit den beiden Großen: die gleiche Tour, nur mit zwei Kindern im Anhänger. Wie gute Laune die immer hatten. Wie sie zusammen sangen oder sich Witze erzählten.

Leben ist Bewegung.
Nichts bleibt, wie es war.

Die Wärme in diesen Tagen

Lebenselixier.
Für’s Arbeiten ist es zwar allenfalls suboptimal, wenn man mit den Fingern immer an der Tastatur kleben bleibt, mit den Armen an den Lehnen und mit den Beinen in der Hose – aber das Lebensgefühl, wenn man morgens um halb sieben schon draußen frühstücken kann und abends um zehn noch nur mit Shorts draußen sitzen kann, das ist einfach rundum gut.
Dieses tief einwirkende Gefühl von Leichtigkeit.
Die immer wieder neue Freude über neue Blumenköhle am Himmel.
Die offenherzige Bekleidung junger Damen in der Stadt.
Und jeden Tag mindestens ein Eis essen und dahinschmelzen.

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der die das – wieso weshalb warum

Es heißt das Blog. Ist doch klar. Weil kommt von das Web plus das Log.
Daß manche Leute ungeachtet dessen immer schon meinen, Weblogs seien eine männliche Domäne, es müsse also der Blog heißen, ordne ich genauso ein wie die weit verbreitete Unsitte, den Komparativ mit wie zu bilden, also größer wie zu sagen. Statt größer als.
Daß nun der Duden auch der Blog gestattet, macht es nicht richtiger, in meinen Augen. Aber das scheint eine reine Frage des Opportunismus zu sein. So wie viele Leute die Stati sagen, wenn sie die Mehrzahl von Status meinen, die tatsächlich Status (mit langem u) lauten würde, was aber kaum ein Nichtlateiner weiß. Oder die Sache mit den Visa, von denen eins Visum heißt…
Autoritäre Rechthaberei führt hier aber genauso wenig weiter wie schlonziges Mir doch egal, ich red wie’s mir gefällt. Sprache verändert sich genauso wie die anderen Kommunikationsformen und Werkzeuge, derer wir uns bedienen. Durch E-Mail und SMS sind viele neue Wörter, oft durch Abkürzungen, entstanden, die es vorher nicht gab und die Leute, die die neuen Techniken nicht nutzen, auch nicht verstehen. LG zum Beispiel, oder cu. Oder die Smilies.
Oder oder oder.
Ich finde es gut darüber zu diskutieren und zu streiten. Sprache ist etwas lebendiges, ihre Entwicklung gibt unmittelbar Aufschluß über unsere Identität als Gesellschaft, als Volk, als kommunizierende Gemeinschaft. Worauf es ankommt, ist meiner Meinung nach vor allem, daß wir uns verstehen. Und daß dieses Verstehen so genau und so spezifisch wie möglich stattfindet.
Das ist einer der Gründe, warum ich daß immer noch mit ß schreibe und Delphin mit ph. Meinen Kindern erkläre ich aber ohne mit der Wimper zu zucken, daß daß jetzt mit ss zu schreiben ist und daß sie das mit dem Delphin oder der Philosophie so halten können wie ein Dachdecker. Oder Dachdäcker. Je nachdem ob es von decken oder von Dackel kommt. :-)
Anstrengend, oder? Ansträngend?
Wiedemauchsei, das grapf.log war immer schon mein Ding – aber wer’s männlich braucht, kann hier trotzdem lesen – und mitstreiten, wenn’s beliebt. :-)

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Gewitter in Geismar

Sehr allmählich kam es auf sehr breiter Front von Westen.

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Türkisch-Kenner gesucht

Für die Kommentare des Herrn Süleyman Yüzübenli, die er in mittlerweile stattlicher Zahl auf türkisch in meinem Photoblog hinterläßt, z.B. hier, suche ich dringend einen netten Menschen, die diese Kommentare wenigstens einmal durchsehen und am liebsten übersetzen kann.
Sonst werde ich sie demnächst löschen. Denn ich möchte keine Kommentare haben, deren Inhalt mir absolut verborgen bleibt. Ich kenne Herrn Yüzübenli nicht und kann nicht einschätzen, wes Inhalts seine Worte sind. Dafür ist mein Grundvertrauen in die Menschheit nicht mehr unerschüttert genug, auf Dauer.

Also, nochmal: wer zufällig türkisch und deutsch kann und Lust und Zeit hat, ein paar Sätze türkisch ins deutsche zu übersetzen, der melde sich doch bitte bei mir!
Danke!

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Sonntag am Wendebachstausee



Badespaß pur bis zum Gewitter. Plötzlich sah man sich umringt von dräuenden Blumenköhlern am Himmel. Und dann fing’s an zu donnern, der Troß der Badenden setzte sich in Richtung Parkplatz in Bewegung, als es auch schon wie aus Eimern zu schütten begann. Und zu blitzen.
Als wir am Auto ankamen, waren wir durchnäßt und der Schotter vom Weg war uns bis zu den Knien hinauf gespritzt.
Und dann saß man im Auto und schwitzte sofort wieder, während es draußen wirklich heftig krachte und die Straßen in Sturzbäche verwandelte.

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Hase im Gartetal


eine unerwartete und um so erfreutere Begegnung auf dem Radweg zwischen Diemarden und Reinshof.

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Am Wendebachstausee


Gab da früher mal so ne Werbung, die einfach nur sagte: it’s better in the Bahamas.
Wir sagen heute: Es ist noch besser am Wendebachstausee.

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