lost places im Harz (I)

Es ist schon ein paar Monate her, aber der letzte Ausflug zu einer verlassenen Harzer Villa bleibt unvergessen. Heute endlich kann ich Ihnen hier ein paar Eindrücke davon anbieten. Viele der feinen Details sind mir erst beim Betrachten der Bilder aufgefallen. In der Villa selbst war es dunkel, kalt und unheimlich.

Demnächst werden noch ein paar weitere Reportagen von lost places im Harz hier folgen.

Sommerglück und Klimawandel

This wonderful endless summer Vol. II

Das Vergnügen, nach wie vor fast jeden Morgen draußen frühstücken zu können: was für ein Zugewinn an Lebensqualität! Ok, heute Morgen waren es nur 10 Grad, aber durch die nach wie vor starke Kraft der Sonne, die entgegen anderen Ankündigungen schon wieder scheint, ist es warm genug. Das noch gestern für heute angesagte bisschen Regen wird wohl einmal mehr ganz ausfallen.

Wetteronline stellt die Rückkehr von Hurrikan Dorian in Aussicht: als ‘Ex-Dorian’ wird das Tiefdruckgebiet möglicherweise in gut einer Woche in Nordeuropa ankommen und von dort für eine südwestliche Strömung nach Mitteleuropa sorgen, die uns erneut hochsommerliche Wärme bringt.

Gestern hatte ich seit gut 2 Monaten zum ersten Mal wieder geschlossene Schuhe an. Zuvor immer Sandalen. Meistens ohne Socken. Zum T-Shirt zur kurzen Hose.

‘Früher’ gab es so etwas selbst im Sommerurlaub am Mittelmeer nicht garantiert.

Auf der anderen Seite ist nicht nur der Rasen vor unserem Haus inzwischen ähnlich vertrocknet wie letztes Jahr. Und die Talsperren im Harz auf Tiefstand. Im Wald sieht man inzwischen viele viele tote bzw. im Sterben befindliche Bäume. Beileibe nicht nur Fichten. Die fallen natürlich besonders auf, weil sie meist gleich rudelweise sterben. Aber gerade am Waldrand sind inzwischen auch zahlreiche Buchen tödlich vertrocknet, selbst Eichen strecken schon die Flügel. Und die Ackerkrume fliegt im Staub davon, den die Bauern mit ihrem Gerät aufwirbeln.

Auch wenn der Wassermangel nicht ganz so schlimm wie nach dem Sommer 18 sein mag, so ist die Dürre trotzdem eine galloppierende Katastrophe, deren Ende nicht in Sicht ist.

Es ist allerhöchste Zeit, den immer offensichtlicheren Klimawandel nicht nur ökonomisch, sondern existentiell zu begreifen. Dass ein paar Waldbesitzer geringere Erträge bzw. höhere Verluste hinnehmen müssen, ist schlimm. Wie sehr der sterbende Wald Tieren und Pflanzen als Lebensraum und allen als klimaregulierende Instanz fehlen wird, ist gar nicht vorstellbar.

Ich persönlich mag mir auch emotional ein Leben ohne Wald nicht vorstellen.

Wir müssen sofort grundsätzlich umplanen: die Wälder mit Baumarten aufforsten, die hitze- und dürrebeständig sind und ebensolche Getreide-, Gemüse- und Obstsorten anbauen.

Unsere Städte müssen wir buchstäblich aufreißen, damit nicht so viel versiegelte Fläche die Hitze staut. All unsere Straßen müssen wieder von schattenspendenden Bäumen gesäumt werden. Effektive Kanalsysteme, die Starkregen abfließen lassen, sind ebenso wichtig wie Schutzmaßnahmen gegen Sturm.

… to be continued

n8blaue Photos

Tatatata!

Meine Damen und Herren, gestatten Sie etwas Werbung in eigener Sache: ab sofort ist mein neues Photoblog n8blau.de online. Es existierte als Idee schon geraume Weile, hat mehr Material in petto, als es je fassen wird, und freut sich nun auf viele interessierte Besucher*innen.

Catania / Sicilia

Gezeigt werden Bilder, die ich in der blauen Stunde oder nachts aufgenommen habe. Überwiegend Stadt-Bilder. Aber das haben Sie sich vermutlich sowieso schon gedacht.

Viel Spaß!

Neues Fahrrad

Mein seit 10 Jahren im alltäglichen Dauersatz befindliches Fahrrad hat neuerdings einen Riss im Rahmen, am Sattelrohr. Man kann damit fahren, aber es knackt beunruhigend und es könnte irgendwann abbrechen. Was dann passiert, möchte ich mir gar nicht so genau ausmalen.
Schon lange jedenfalls traue ich mich deswegen nur noch sehr eingeschärnkt damit Touren zu machen.
Deshalb habe ich einige Göttinger Fahrradhändler aufgesucht und mich von ihnen beraten lassen. Stahlrahmen steht für mich außer Frage. Ganz neu für mich ist die Möglichkeit, anstelle einer Kette einen Riemenantrieb zu nutzen. Klingt cool, aber 2 Probefahrten damit und auch die Aussicht, dass man so einen Riemen nicht so leicht ersetzt bzw. repariert bekommt wie eine Kette, lassen mich davon wieder Abstand nehmen. Auch der Preisunterschied von insgesamt mindestens 200€ spielt natürlich eine Rolle.
Ich will nach langer zufriedener Fahrt mit der 8-Gang-Nabenschaltung Alfine wieder so etwas haben und teste daher auch mal die legendäre Rohloff-Nabe und das ganz neue Tretlager-Getriebe von Pinion. Letzteres bietet den unglaublichen Übersetzungsbereich von 600%. Hat mich sehr beeindruckt. Allerdings knackt es nach dem Schalten immer sehr seltsam im Getriebe – und auch hier finde ich den Preis abschreckend. Den der Rohloff nicht minder. So pendele ich mich schnell bei der Alfine 11-Gang-Nabe von Shimano ein.
Der Rest sind Details.
Bei Pedalritter, wo ich mich am sympathischsten beraten fühle, kaufe ich mir dann ein meeresblaues Rad, auf dem ich mich von der ersten Kurbelumdrehung an wohlfühle. Griffe und Sattel bieten noch Optimierungspotential, aber der Antrieb ist der beste, den ich je hatte: nicht nur ein für eine Nabenschaltung hervorragender Übersetzungsbereich von gut 400%, sondern auch ein sehr angenehm unauffälliger Schaltvorgang (kein Knacken, kein Rattern) überzeugen mich sofort.
Meine erste Tour mache ich durchs Gartetal nach Rittmarshausen und um die Gleichen rum über Bischhausen und Bremke zurück nach Göttingen. Es macht einfach nur Spaß.
Und ich freue mich, auch ohne Elektro-Antrieb meinen Aktionsradius erheblich auszuweiten.

Natürlich kann man auch mit einem einfacheren und viel billigeren Rad fahren. Aber mit einem besseren macht es deutlich mehr Spaß. Ich habe kein eigenes Auto, mache im Alltag fast alles mit dem Rad und Touren sowieso von Mal zu Mal lieber. Dann darf’s auch etwas teurer sein.

Radtour über Mariengarten nach Berge

Spannende, landschaftlich reizvolle und abwechslungreiche Tour südlich Göttingen, bei der mich einige Steigungen ganz schön ins Keuchen gebracht haben.
Besonders in sich hat es der Abschnitt von Herrmannrode nach Neuenrode hinauf. Da geht es 17% hinauf. Habe ich nur in Serpentinen auf der Straße geschafft. Wenn man oben angekommen ist, entschädigt der weite Blick nach Osten zum Rusteberg und zum Ohmgebirge umso mehr. Und die genüßliche Abfahrt nach Berge hinab. Dort ist eine große Zahl von Häusern mit Transparenten behängt: Protest gegen ein geplantes Logistik-Zentrum, das wertvollen Ackerboden versiegeln, die Landschaft nachhaltig verschandeln und die Lebensqualität vor Ort drastisch verschlechtern wird.


Baustelle Fahrradstraße


Die Fahrradverbindung von Geismar durch die Südstadt in die Innenstadt ist vor knapp 10 Jahren zur „Fahrradstraße“ aufgewertet worden. Dazu wurden ein paar – bei gutem Willen erkennbare – Schildlein aufgestellt (im Foto rechts am Rande).
Ein klein bisschen hat es auch geholfen.
Doch nun wird es richtig gut: Der Radverkehr soll durch Umgestaltung der Einmündungen und eine neue Fahrbahndecke beschleunigt werden.
Wichtig erscheint mir in diesem Zusammenhang, dass die Autofahrer über die angezeigten Verhaltensweisen in einer Fahrradstraße, insbesondere dieser hier, nachhaltig aufgeklärt werden. Unter anderem sollte geklärt werden, dass Bürgersteige keine Ausweich-Rennbahn darstellen, wenn an engen Stellen Radfahrer den hier eigentlich nur geduldeten Autoverkehr behindern.

Ost-Sturm

Überall klappert es draußen, eine Sirene heult, im Süden blitzt es und die Gaube wackelt. Zwar hat es heute Morgen kurz heftig geregnet, aber eigentlich ist alles schon wieder fast so trocken wie zum Ende des letzten Sommers.

So seltsames Wetter gab es lange nicht, wenn überhaupt je.

Photoblog und / oder Galerie mit WordPress

Mag sein, dass die Zeiten für private Photoblogs oder Amateur-Galerien vorbei sind. Angesichts von flickr, 500px oder Instagram sind Sinn und Nutzen auch durchaus fragwürdig.
Andererseits gerade deswegen. In meinen Photoblogs ist im Laufe vieler Jahre etwas entstanden, was ich weder wegwerfen noch vergessen will. Um es zu erhalten, sind jedoch inzwischen umfangreiche technische und organisatorische Instandhaltungsmaßnahmen nötig. Zum Beispiel für das Layout. Dabei geht es weniger um Geschmack oder die Frage, ob heute noch gefällt, was vor 15 Jahren cool war. Wichtiger ist, ob auf mobilen Geräten noch das angezeigt wird, was ich zeigen möchte. Und da gibt es einigen Nachholbedarf.
Erste Recherchen bringen mich zu folgenden Möglichkeiten:

Parallel zu den Layoutfragen beschäftigt mich die Organisation der gezeigten Photos. Die primär chronologische Reihenfolge macht kaum noch Sinn, eine thematische würde geneigte Zuschauer sicher weitaus direkter zum Ziel ihrer Interessen führen.
Dazu habe ich noch nicht die richtige Frage gefunden, um etwaige Antworten dann auch verstehen zu können.

Harz-Wanderung

Bei strahlender Sonne zeigten sich Kästeklippen und Okertal von ihren schönsten Seiten. Obwohl die Tour nur 10 km lang ist, ist sie ganz schön anstrengend. Es geht viel bergauf und -ab und die Wege sind zum großen Teil steinig bzw stark verwurzelt. Man sollte wenigstens 5 Stunden einplanen, damit man die Blicke von den Klippen in Ruhe genießen und in der Oker ausgiebig auf den Felsen herumstromern kann.