Radtour Neiße: Görlitz – Bad Muskau/Łęknica

Es fährt sich wunderbar an der Neiße. Sehr schön angelegter Radweg, der immer wieder durch interessante Orte führt und dazu verlockt, immer mal kurz nach Polen hinüberzufahren. Wir queren die Grenze an einem Tag etwa 8 mal.

Auf dem „Polenmarkt“ in Łęknica irritiert uns etwas, dass es dort „Hunde und Fische“ zu kaufen gibt. Allerdings kommen wir nach Ladenschluss dort an, so dass wir außer dem Schild nichts dazu in Erfahrung bringen können.

In Bad Muskau fahren wir durch den weitläufig angelegten Park, der zum Unesco Erbe gezählt wird. Leider fängt es dabei an zu regnen. Wir würden gern schnell ein Restaurant finden, um ins Trockene zu kommen und weil wir Hunger haben. Das gestaltet sich ganz schön schwierig. Das einzige Restaurant, das geöffnet hat und in dem wir auch essen wollen, finden wir erst nach gut einer halben Stunde: eine Pizzeria. Da hat es dann auch schon aufgehört zu regnen.

Radtour Neiße: Görlitz / Zgorzelec

Für den Start unserer Radtour haben wir uns ausgerechnet ein Wochenende ausgesucht, an dem in mehreren Bundesländern, die wir durchfahren, die Ferien beginnen. In Zusammenarbeit mit dem DE-Ticket sorgte dies dafür, dass wir die Anreise echt in vollen Zügen genießen konnten. Wir kamen in jeden Zug (von insgesamt 5!) noch mit hinein, verpassten keinen Anschluss – und bekamen überall Sitzplätze!

Görlitz gefällt mir auch beim zweiten Besuch wieder mega. Das Flair der alten Stadt mit ihrer Mischung aus fein sanierten und noch immer illuster vor sich gammelnden Häusern ist einmalig. Die vielen Kopfsteinpflasterstraßen sind natürlich nur ästhetisch toll. Zum Radfahren und auch wegen der Lärmentwicklung durch Autos sind sie definitiv nicht so optimal.
Aber das ganz Besondere ist, dass man über die schöne Fußgängerbrücke über die Neiße spaziert und in Polen ankommt, wo die Stadt Zgorzelec heißt. Nicht nur das Bier ist dort viel billiger und schmeckt besser.