crossing the bridge…
Sound und Bild of Istanbul:
[youtube IkzEoWEftNw]
zum Beispiel mit Baba Zula. Entdeckt in Fatih Akins sofort heftiges Fernweh hervorrufendem Film über die einzigartige Musik dieser Stadt.
[youtube ZPzaLGLHbjY]
Sound und Bild of Istanbul:
[youtube IkzEoWEftNw]
zum Beispiel mit Baba Zula. Entdeckt in Fatih Akins sofort heftiges Fernweh hervorrufendem Film über die einzigartige Musik dieser Stadt.
[youtube ZPzaLGLHbjY]
Am Pfingstsonntag war Dampflok-Treffen in Bebra. Da dache ich, könnte man ja schön mal dem von einer Dampflok gezogenen Sonderzug von Vienenburg nach Bebra auflauern und womöglich sogar eine Weile neben her fahren.
So bezogen wir zuerst mal in Eichenberg Stellung. Da gibt es eine Brücke über die Gleise, die einem herrlichen Blick über den Bahnhof und auch noch weit in die Landschaft bietet. So war es kein besonderes Problem, dort eine Stunde auszuharren und auf den Zug zu warten.
Der nicht kam.
Von dem man dann nach 1 Stunde hörte, es werde mindestens noch eine halbe Stunde dauern, bis er komme. War schon schade.
Heute lese ich in einer Randnotiz des lokalen Käseblattes, daß nämliche Dampflok auf ihrem Weg nach Göttingen an einigen Stellen die Böschung in Brand gesetzt habe und deswegen in Göttingen außer Betrieb genommen worden sei. Stattdessen habe der Sonderzug dann eine Diesellok vorgeschnallt bekommen.
Nun möchte ich mir gar nicht so genau vorstellen, wie man sich fühlt, wenn man in so einem Zug drin sitzt und dafür bezahlt hat. Hätte uns von Göttingen nach Bebra genau 97 Euro gekostet.
Wir fuhren (durchaus entgegen sonstiger Vorlieben) mit dem Auto weiter bis Bebra, wo auf dem Bahnhof wirklich reichlich Trubel, viele Leute, viel Lärm, viel Staub, reichlich Rauch und wenig Schatten und erst recht wenig Sitzgelegenheiten waren.
Dafür aber Dampfloks. Hautnah und nicht nur zum Anfassen, sondern sogar zum Führerhaus besichtigen, Dampf schnuppern und Sound hören inclusive Pfeife.

Ja, macht was her, man freut sich einen Moment lang über die Schönheit der großen Räder (jedes etwa so groß wie meine Tochter) und die nostalgischen Gefühle, die mit den Kindheitserinnerungen aufkommen. Und über die rußgeschwärzten Lokomotivführer, die alle wie Lukas aussehen und sicher unglaubliche Mengen teurer Lokomotivfühgrerseife brauchen, wenn sie mal richtig sauber werden wollen.
Oder jedenfalls möchte man sich ja irgendwie gerne freuen. Gelingt dann aber nur bedingt, weil der ganze Rummel ziemlich nervt, weil die Dampfloks mit ihren Zügen alle nur auf Durchreise sind und gar nicht schön, wie man nach den Photos meinen könnte, aufgereiht irgendwo am Rand rumstehen, auf daß man mal so in Ruhe drumrum schleichen könnte. Und nicht mal ordentliche Photos kann man machen, weil etwa 3 Grillionen anderer dampflokbegeisterter Hobbyphotographen auch nix besseres zu tun haben, als einem ständig vor dem Motiv zu stehen, Stative auszubreiten oder sich aufs Gleis zu lehnen, um freien Blick zu bekommen, den man selbst gern hätte.
Auf der Rückfahrt durchs Hessische entdeckten wir so reizende Dörfer wie Erkshausen und viel viel gelber Gegend. Ruhe und gute Luft. Das tat richtig gut.
Wenn man das Rad zurückdrehen könnte, würde man die Privatisierung so manchen ehemals staatlichen Betriebs rückgängig machen. Überlegen wir beim Frühstück. Die Neuseeländer haben das bereits gemerkt und gerade ihre Eisenbahn wieder verstaatlicht, die sie 1993 privatisiert hatten.
Vielleicht sollten wir da mal drüber nachdenken, diesen Mehdorn und diesen Tiefensee endlich vor die Tür setzen und unsere Bahn gleich erstmal staatlich lassen.
Im nächsten Zug entweder die Zeit zurückdrehen oder halt ebenfalls wieder verstaatlichen: die Energieversorger, die Post und die Telekom, die Stadtwerke vieler Städte, die öffentlichen Nahverkehrsunternehmen.

Natürlich in die Südniedersächsische Toskana!

Heute Morgen bin ich in echt lecker riechender Luft von Geismar zum Kiessee gelaufen und drum rum. Am Deich und über’m Kiessee lag ein dünne Schicht Bodennebel, schon von Ferne sehr einladend. Völlig phantastisch dann auf dem Rückweg, als die Sonne darauf sehr ausgefallene Lichtspiele trieb. Natürlich hatte ich keine Digicam dabei, nur meine äußerst analoge Kamera: als die Sonne genau hinter dem großen Baum am Deich stand und durch den leichten Nebel um den Baumstamm herum eine kleine rot schimmernde Korona entstehen ließ, da blieb ich stehen, fokussierte, zoomte gedanklich etwas hin und her und speicherte das Bild dann in den emotionalen Regionen irgendwo hinter den Augen.
Morgens ein gutes Stündchen zu zweit im Wald laufen.
Mittags eine kleine Radtour allein ins Gartetal.
Nachmittags knapp 2 Stunden Waldspaziergang mit meinem Sohn.
Später faul im Garten rumliegen.
Abends dann doch mal rein: Tatort gucken.
Schlafen aber wieder mit weit geöffneten Fenstern.
Gestern bin ich im kurzen Hemd zur Arbeit gegangen und hab den ganzen Tag gefroren. Heute natürlich wieder langärmelig – und auf einmal ist es richtig warm. Die Bäume schießen ins Kraut, die Lebensgeister blühen auf und tief innen gedeihen mächtig Frühlingsgefühle. Endlich!


Zufällig entdeckt, als ich nach Infos zum Schöneberger Gasometer gesucht habe. Von diesem Berliner Maler, der leider nur bis 1935 gelebt hat, gibt es einige außerordentliche Bilder zu bewundern. Mein spontaner Eindruck: der hat so gemalt, wie ich gern photographieren würde. Laut Wikipedia sind seine Bilder public domain.

In der IGS Göttingen geben die Musikklassen des 5. bis 8. Jahrgangs zusammen mit der Blues-Brothers-Band ein zweistündiges abwechslungsreiches und begeisterndes Konzert.
Ein paar photograpfische Eindrücke gibt es demnächst hier.