Sport-Vögel

Den ersten schnee- und frostfreien Lauf des Jahres genieße ich sehr, nachdem ich wegen Sturz auf Glatteis eine Woche ausgesetzt habe. Und die Amseln sind so nett, ihre Schweigephase zu beenden und heute in einen umfassenden Soundcheck überzugehen.

Photoblogs und Bilderwelten

neu entdeckt:
Frank Kunert kannte ich schon vom feature in der photonews. Seine surrealen und subversiven Miniaturwelten baut er in liebevoller Handarbeit selbst, um dann mit seiner Kamera noch besonderere Kunstwerke draus zu getalten.

Martin Neuhof betreibt das ästhetisch sahnige und inhaltlich spannende Blog farbwolke. Was er selbst so photographiert, finde ich auch sehr inspirierend.

fillmyeyes ist mir vor Jahren schon mal untergekommen. Wieder entdeckt. Viel zu gucken!

Shenzhen Photos: persönliche und sehr eindrucksvolle Bilder aus dem chinesischen Alltag in der Stadt Shenzhen.

nicht wirklich neu, aber bisher noch nie verlinkt:
daily dose of imagery. Das aktuelle Streetcar-im Schnee-Photo verdient unbedingt besondere Würdigung!

Vögel-Situation

Spatzen und Kohlmeisen piepen ja schon länger, bei jeder sich bietenden Gelegenheit (T > -10°…), von Amselgesang bislang jedoch nicht einmal eine Andeutung.
Aber gestern Sichtung des ersten großen Kranich-Zuges. Dazu einen ganzen Nachmittags lang Sonne.
Da hat man selbst bei 5° das Gefühl, man sollte schnell die Badehose einpacken und ab zum – Kiessee.

Neues Objektiv oder neue Kompakte oder was?

Seit langem hadere ich mit meiner DSLR-Ausrüstung. Zwar beherrsche ich die Bedienung meiner EOS 30D inzwischen ganz gut, bin mit der Bildqualität im Großen und Ganzen zufrieden und decke mit meinen Objektiven einen Brennweitenbereich von 18 bis 480mm (umgerechnet auf KB) ab, was mehr als ausreichend ist.
Aber diese Ausrüstung ist mir viel zu schwer und unhandlich, als daß ich sie in den letzten Jahren auch nur ein einziges Mal irgendwohin komplett mitgenommen hätte. In den meisten Fällen bin ich mit 1 oder 2 Objektiven unterwegs – und auch das ist mir oft zu viel, zu schwer, zu umständlich. Ich hasse Objektivwechsel. Noch fürchterlicher finde ich Staub und Schlieren auf dem Sensor. Die Operation, den Dreck zu entfernen, mache ich nur im äußersten Notfall und das raubt mir dann den letzten Nerv.
Die wesentlichen Gründe, warum ich überhaupt mit einer DSLR photographiere, sind die Gestaltungsmöglichkeiten mit knapper Schärfentiefe (“DOF”) und im available-light. Bokeh als Gestaltungsmittel ist bei Kompaktkameras nach wie vor quasi unmöglich, es sei denn, man knipst im Makro-Bereich oder baut es nachträglich mit Photoshop ein, was ich auch schon gelegentlich getan habe. Aber bei meinen bevorzugten Motiven (street-Photographie) ist das meistens arg aufwendig. Zu aufwendig. Die low-light-Fähigkeiten hingegen werden zumindest bei manchen Kompakt-Kameras allmählich besser.
Wo könnte also der beste Kompromiß liegen?

Entweder ich möchte für die EOS ein (1!) Objektiv haben, das 80% aller Fälle abdeckt. Da möchte ich mal das neue Canon 15-85 testen und außerdem das neue Sigma 17-70 mit IS und Ultraschallmotor.
Oder ich möchte ein ganz neues Kamerasystem haben, das kleiner und leichter ist und bei dem die Sensorreinigung per Ultraschall oder ähnlich gelöst ist. Z.B. das (µ)4/3-System von Olympus bzw. Panasonic. Die Lumix G1 scheint mir ein System zu sein, das enorm viele Vorteile in sich vereint: es ist kompakt, leicht, hat keine Spiegelmechanik, bietet aber alle Möglichkeiten, die auch ein DSLR-System bietet. Leider aber gibt es für das µ4/3-System bislang nicht sehr viele Objektive, die zudem nicht gerade durch besondere Lichtstärke auffallen.
Die dritte Möglichkeit wäre eine reine Kompaktkamera mit fest eingebautem Objektiv. Getestet habe ich bereits die Panasonic Lumix TZ7, die einen verführerischen Zoom-Bereich hat, aber leider sehr schwammige Bedienelemente, die mein Vertrauen nicht geweckt haben. Mein Testexemplar brachte auch keine überzeugende Bildqualität.
Ein paar Tage hatte ich auch die Lumix LX3. Sie macht eine beachtlich gute Bildqualität, liegt aber überhaupt nicht gut in meiner Hand. Sie hat zwar schön viele Knöpfe, mit denen man die wichtigsten Bildparameter direkt einstellen kann. Diese Knöpfe sind aber alle echt zu klein und fummelig. Und schließlich ist mir der Zoom-Bereich bis umgerechnet 60mm einfach zu kurz. Als sie dann auch noch meinen PC beim Herunterladen der Bilder zum Absturz brachte, verlor ich rapide das Interesse an ihr.
Als langjähriger Benutzer einer Canon G6 (vorher auch schon G2) war ich eigentlich scharf auf die G11, bei der Canon im Rückschritt von 15 wieder zu 10 Megapixeln aus meiner Sicht eine idiotische Entwicklung endlich umgekehrt hat. Die Kamera kriegt viele gute Kritiken als bester Universalkompromiß – ihrer Klasse. Ihr Zoom von 28-140mm klingt sehr alltagstauglich, wobei man sich am kurzen Ende natürlich etwas mehr wünschen würde. Noch mehr würde ich mir die bei der G6 noch vorhandene Anfangslichtstärke von 2,0 wünschen – und 3,0 am Tele-Ende. Ebenso hätte ich gern, daß CF-Karten und die alten Akkus weiter nutzbar wären. Von beiden habe ich nämlich reichlich hier rumliegen. Beide waren einmal für die G2 und G6, die EOS 10 und EOS 30 und für die Canon-DV-Kamera nutzbar. Das waren noch Zeiten…
Nun hat Samsung eine neue Kompakte angekündigt, die “nur” 10 Megapixel auf einem 1/1,7″-Sensor unterbringt, bei 24mm eine Lichtstärke von 1,8 bietet und bei 72mm immer noch 2,4. Das klingt ja schon herausragend gut. Und zu alledem hat sie auch noch ein hochauflösendes Klappdisplay. Ob das mein Kompromiss wird? Bin sehr gespannt auf die ersten Testergebnisse und Beispielbilder!
Dazu dann noch eine andere Kompakte mit einem richtigen Tele? Dann würde man 2 Kleinknipsen mit sich tragen, die zusammen so viel wiegen wie ein Zoom-Objektiv für eine DSLR.
Ich denke, letztlich wird für mich die Entwicklung in diese Richtung gehen. Denn immer wieder merke ich, daß es am wichtigsten ist, eine kleine, schnell gezückte Kamera dabei zu haben, weil ich damit meiner persönlichen Art der Kreativität den freiesten und spontansten Lauf lassen kann. Und nicht abends Nackenschmerzen habe. Selbst meine Handy-Camera ist in vielen Fällen der beste Kompromiß – weil ich sie dabei habe und weil sie quasi immer schon angeschaltet ist.
Und für das Bokeh kaufe ich mir eine Software-Lösung? Warum eigentlich nicht…

Glatt

Offenbar streiken die städtischen Schneeräumer noch immer. Zumindest die Radwege sind am Morgen nirgends geräumt. Bei den Fußwegen gibt es die einen, bei denen man in einem Meer von Split fast versinkt, und die anderen, die es mit dem Räumen nicht so genau nehmen und wo jetzt eine schöne Eisschicht drauf ist.
Mit dem Rad eiert man zwischen Scylla und Charybdis hin und her.
Das könnte jetzt bitte wirklichmal ganz schnell aufhören. Samstag habe ich mein (neues!) Fahrrad endlich mal vom Rost befreit und sauber gemacht und neu eingeölt, fährt wieder richtig toll. Aber jetzt möchte ich natürlich auch nicht, daß es sofort wieder eingesalzen wird… :-/

Schnee, mal wieder

schneeweg
Gestern schien noch richtig die Sonne, die letzten Schneehaufen an den Straßenrändern wirkten geradezu verwaist, wie Relikte aus einer anderen Zeit.
Dann begann es nachmittags wie aus heiterem Himmel zu schneien, wild und ungestüm. Blieb aber nix liegen, weil es viel zu warm war.
Und nun hat es über Nacht locker 10 cm geschneit. Oder soviel ist liegen geblieben.

Südniedersächsische Tundra

morgenlauf03
Am Sonntagmorgen bei -8° und bei etwa 15cm Schnee läuft es sich einfach genial. Und dank Handy auch endlich mal mit Knipsmöglichkeit