Wahlplakate

Da bin ich nun mit dem Fahrrad quer durch die Stadt gefahren auf der Suche nach Wahlplakaten mit großen Gesichtern. Vor allem wollte ich Merkel sehen, am liebsten ebenso aussagekräftig verziert wie den Schröder hier drunter. Aber gibt’s nicht. Schröder hab ich noch paar mal gefunden, ansonsten nur Toppermann, Nullrich und Konsorten – und abgesehen davon, daß hier und da mal eine Ecke von den Plakaten abgerissen war: nichts. Keine Botschaften, kein Protest, einfach so gar nichts.
Irgendwie ernüchternd, daß Göttingen so brav geworden ist. Oder so gleichgültig? Oder so verdrossen? Denken alle, daß es sowieso egal ist, wer da gewählt wird? Wird eh nur schlimmer werden? Noch schlimmer, als es eh schon ist?

Nur zur Klarstellung: dies hier ist nicht S*bine Christi*nsen die Sendung mit der Maus. Hier muß nichts ausgewogen sein.
Im Gegenteil.
Deswegen oder – äh – trotzdem: wenn jemand Hinweise hat, wo es ein verziertes Merkelplakat zu sehen gibt, bitte melden! Danke. Oder gleich Foto einschicken (Mailadresse im Inpressum), wird gern genommen!

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Wehmütig

und mit aller Kraft halte ich an diesem Sommertag fest, als wäre es mein letzter. Es ist so so so schön, das diffuse Licht, der intensive Geruch nach trockenen Böden und Stoppelfeldern, die freundliche Wärme und dieses ergreifende Gefühl frei zu sein.

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Toskanischer Morgen am Deich


Rush hour zu früher Stunde am Flüthe-Damm zwischen Geismar und Rosdorf.

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Kaufland-Rohbau fast fertig


Unglaubliche Mengen Beton und Stahl sind gegossen und geschichtet und füllen nun einen riesigen Raum aus, der vorher leer war. Klingt lapidar, wirkt aber ganz und gar nicht so. Plötzlich ist es in der Kurzen Geismarstraße eng und stickig, man fühlt sich bedrängt von den hohen kahlen Wänden.
Auch von oben wirkt das ganze alles andere als luftig. Wird bestimmt ein grauenhaftes Wohn- und Arbeitsklima in diesem Bau werden. Von dem aus meiner Sicht äußerst fraglichen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ganz zu schweigen.
Aber – warten wir erst mal ab. Eröffnung ist erst nächstes Jahr im Sommer.

Im Gartetal



Diesmal fahren wir nicht weiter. Es gibt nichts, was uns hier ernsthaft wieder wegbewegen könnte.
Here I just have found, what I’ve been looking for.

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Im Garten


Je bedrohlicher das wird, je undurchschaubarer das Chaos da, diese grauenhafte Gemengelage aus Naturkatastrophe und Politdesaster dies- wie jenseits des großen Teichs, desto intensiver das Bedürfnis, sich in der intim-privaten Idylle zu vergraben, Decke drüberzuziehen und sich die Welt schön zu träumen.

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Katrina und die Rettung 2. Klasse


(Photo von James Nielson/AFP)

Die Ärmsten der Stadt sind am härtesten von der Flut betroffen. Damit reihen sich die USA nahtlos in den weltweit üblichen Standard ein. Schon bei der Tsunami-Katastrophe trat offen zu Tage, dass, wer Kohl(e) hat, auch gerettet wird. Gezielt. Persönlich. Per Hubschrauber.
Wer aber ein Habenichts ist, soll dafür bei jeder sich bietenden Gelegenheit noch einmal extra bestraft werden.
In den Südstaaten hat die schwarze Bevölkerung die A***-Karte. Traditionell.
Aber auch für uns alle wird es noch viel schlimmer kommen. Die sprunghaft steigenden Spritpreise sind da sicher erst zaghafter Vorbote.

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