Erfahrung mit Apple und iPad
Nur weil ich Windows und damit Microsoft am liebsten so schnell wie möglich loswerden will, lasse ich mich noch mehr auf Apple ein. Noch lieber würde ich vollständig auf Linux gehen, das ich mittlerweile auf 3 Geräten zum Laufen gebracht habe. Aber manche Programme und insbesondere die Bildbearbeitung funktionieren unter Linux entweder gar nicht oder einfach extrem unbefriedigend. (Vor allem habe ich noch keinen unter Linux funktionierenden ernstzunehmenden Lightroom-Ersatz gefunden!)
Seit ich vor vielen Jahren bei einem Photo-Wettbewerb einen iPod touch gewonnen habe, nutze ich kleine tragbare Apfel-Devices, die sich auf diesem Wege irgendwie hinterrücks (beinahe heimtückisch, quasi) in mein Leben gedrängelt haben; und trotz vieler immer wiederkehrender Nervereien kann ich nicht von ihnen lassen. Ich habe ein iPhone und ein iPad. Letzteres habe mittlerweile 6 Jahre in Dauergebrauch und da dachte ich, es könnte mal ein Update vertragen. So bestellte ich mir nach monatelangen Recherchen und viel Bedenken und Zögern das iPad Pro mit M5 in 13″. Ich wollte es etwas größer haben, um Photos schön betrachten und bearbeiten zu können.
Das Gerät kam an, wurde in Betrieb genommen – was, wenn man es nicht von einem Backup einfach so bespielen lässt, ganz schön viel Zeit in Anspruch nimmt – und funktionierte. Aber mir fielen schnell seltsame Macken auf: z.B. gibt in unterschiedlichen Programmen (Browser, Notizen-App, Mail) jeweils andere Tastaturen. Sie unterscheiden sich sowohl farblich als auch vom Design der Tasten. Bei Nicht-Apple-Anwendungen gibt es Enter-Tasten, auf denen das Wort „Öffnen“ stehen soll, aber nicht drauf passt; da steht dann nur „ffnen“. Auch sonst habe ich an einigen Stellen den Eindruck, dass Apps nicht an die Display-Auflösung angepasst sind. Sorry, Leute, und das auf einem Gerät für 1500 Öcken?!
Mehr noch als auf meinem bisherigen iPad nervt mich, dass beim Blättern durch die Fotos-App ständig die Ansicht hin und her springt zwischen Vollbild und Einblendung der Werkzeugleisten. Das ist so seit iOS 18. Es führt dazu, dass ich auf andere Apps ausweiche. Ich hatte sehr gehofft, es sei ein Hardware-Problem. Leider nicht.
Außerdem ist mir das gute Stück letztlich zu groß und zu schwer. Ich ertappte mich nach einer halben Stunde, dass ich lieber zu meinem bisherigen 11″-iPad griff.
Das neue soll zwar den derzeit schnellsten verfügbaren Apple-Prozessor haben, aber bei den Apps, die ich nutze, merke ich fast nichts davon. Mein 2020er iPad Pro ist gefühlt bei keiner App wirklich langsamer.
Ich finde das alles sehr schwierig. Vor allem, so ein teures Gerät überhaupt erst zu bestellen – und erst recht, es dann zurück zu schicken. Aber noch viel schlimmer wäre es, das Teil zu behalten und zu meinen mich daran gewöhnen zu müssen. Also habe ich es zurück geschickt und mich schon beim Beschluss und erst recht bei Abgabe im DHL-Shop mega erleichtert gefühlt.