Zukunftsvertrag

Göttingen goes Griechenland.
Gestern Abend gab es im arte-Themenabend einen ausgedehnten Bericht über die Folgen des Rettungsschirms für Griechenland – für die Griechen.
Heute finde ich in meinem Briefkasten einen Aufruf zum Göttinger Appell. Es geht um die faktische Insolvenz der Kommunen und das offenbar damit einhergehende Ende kommunaler Selbstbestimmung.
Der sogenannte Zukunftsvertrag, den das Land der Kommune aufzubürden gedenkt, stellt vage eine sogenannte Teilentschuldung in Aussicht. Voraussetzung dafür ist, daß die Kommune eisern spart – und zwar insbesondere bei kulturellen und sozialen Ausgaben.
Für Göttingen bedeutet das zum Beispiel die zwangsweise Zusammenlegung von KAZ und Musa, zwei kulturellen Einrichtungen, die hier sozusagen zum Urgestein gehören. Es bedeutet ferner eine empfindliche Verteuerung des Schulessens. Um nur mal zwei Beispiele zu nennen.
Das besonders perfide in Göttingen ist, daß die Stadtverwaltung in einer groß angelegten und sicher teuren Aktion den Bürgern ein Mitspracherecht vergaukelte. Auf einer Website konnten wochenlang alternative Spar-Vorschläge für den Stadthaushalt eingebracht und diskutiert werden.
Am Ende scheint es, werden alle Bürgervorschläge als völlig unrealistisch abgebügelt und die Verwaltung zieht die Kürzungen durch, für die sie sich bereits im Vorhinein entschieden hat.
Siehe dazu den ausführlichen Bericht auf goest – goettinger stadtinfo.

Das zeugt von viel feinfühligem Demokratieverständnis und praktizierter Bürgernähe.

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Blühender März


Nie blühte es so früh wie dieses Jahr. Jede Menge Bäume schlagen bereits aus, auch wenn es nach den wunderbar sonnigen und warmen Tagen inzwischen wieder kühl, regnerisch und vor allem sehr windig ist.

Vogeluhr

In der Morgendämmerung, so ab kurz vor 6, singen die ersten Amseln nun richtig.
Am Abend sind die ersten großen Schwärme Kraniche über Göttingen gezogen.

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Vorfrühling


Ein Anblick, den niemand so haben wollte. Eine lange Hecke, die einfach mal so abrasiert wurde. Man darf sicher nicht nach dem Sinn fragen, sondern muß die Pleite der Stadt berücksichtigen. Sicher stellte die Hecke bereits eine Gefahr für die Hundehalter dar, die hier täglich zu tausenden entlang ziehen, um ihre tierischen Kameraden in der Leine zu wässern. Und um etwaigen Klagen, die die Stadtkasse dann wieder belasten könnten, vorauseilend jeglichen Wind aus den Segeln zu nehmen –
Immerhin, man bekommt Einblick in ein Areal, das noch immer unter der Bezeichnung Wassergewinnungsgelände läuft. Auch wenn direkt daneben schon diverse Male Landstraßen geplant und wieder verworfen wurden, wenn ein Umweltminister dort mit seinem Hubschrauber landete – oder eben all die Hunde und ihre Notdurft –
egal.
Es ist fast Frühling, die Luft hat ihren Geschmack verändert – und die Amseln haben wieder angefangen gesangsartige Töne zu üben. Es wird nur noch weniger Tage dauern, bis das volltönende Konzert wieder beginnt.
Vorfrühling = Vorfreude!!!

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