Die Bürgerstraße überqueren

Morgens im Berufsverkehr ist es besonders lustig an diesem Überweg: die beiden Teil-Ampeln, die die sichere Überquerung der Bürgerstraße in Höhe der Gartenstraße ermöglichen sollen, zwingen einen dazu, auf der sehr engen Verkehrsinsel wenigstens eine halbe Minute auszuharren. Manchmal sind es aber auch anderthalb Minuten. Eine sehr bemerkenswerte Zeitdauer, wenn der Auto- und Lastwagenverkehr mit 60 km/h auf nasser oder sogar matschiger Fahrbahn an einen vorbeispritzt.
So wundert es sicher niemanden, wenn bestimmt deutlich mehr als die Hälfte aller Fußgänger und Radfahrer diese sehr gefährliche Straße wenigstens zur Hälfte bei Rot überqueren. Ich würde vorschlagen, die Herren Verkehrsplaner dort mal eine Woche hospitieren zu lassen, als Fußgänger verkleidet, wohlgemerkt.

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Shopping-Center vom Tisch

Zwischendurch mal wieder eine gute Nachricht: nachdem schon OB Danielowski sich mit großer Geste gegen den Bau eines Shopping-Centers auf dem Areal des ehemaligen Stadtbades ausgesprochen hat, pflichten ihm nun auch die Ratsfraktionen vollmundig bei.
Aber was nun? Ideen zu einer sinnvolleren Nutzung denn nur als Parkplatz gibt es reichlich, nur an einem Investor, der zur Umsetzung bereit wäre, scheint es nach wie vor zu mangeln.

Vielleicht platzt die Eiswiese ja in absehbarer Zeit so aus den Nähten, daß es interessant wird, einfach wieder ein Stadtbad aufs Stadtbad-Areal zu bauen :-)
Man wird ja noch träumen dürfen…

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Wall gesperrt

Seit dem 15.2. wird auf dem Wall zwischen Kurze Geismarstr und Nicolajstraße gebaggert. Zuerst wurde mit Baken der Weg abgesperrt, dann mit den schweren Fahrzeugen um die Baken herum über die Wiese gefahren.
Interessieren würde mich auch, wer hier wohl die Anlieger sind.

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Auf dem Markt

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Schneeverkehr

Ich liebe die weiße Landschaft, das weiße Treiben über weißem Grund, die Stille über dem verschneiten Land, die gelbe Farbe des Himmels, wenn er Schnee bringt, das charakteristische Kindergekreische, wenn sie rodeln können, das Knirschen der Schuhe im neuen Schnee, oft auch das harte Kratzen der Schaufeln der Nachbarn, die morgens um halb sieben schon meinen räumen zu müssen.
Aber da ich immer mit Fahrrad unterwegs bin, geht es mir auch voll auf den Keks, ständig nur in Angst unterwegs sein müssen, daß irgendso ein plöter Autofahrer es nicht gelattet kriegt, rechtzeitig zu bremsen und –
Und ich bin es leid, meinerseits als Radfahrer von Autofahrern angepault zu werden, ich würde eine Gefahr im Straßenverkehr darstellen. Wieso meinen Autofahrer eigentlich, sie hätten auch nur ein einziges Vorrecht?! Ich gebe es ihnen nicht. Bestimmt nicht.
Ich fahre als Autofahrer vorsichtig und Radlern gegenüber ganz besonders. Als Radler habe ich die Erfahrung gemacht, daß es ohne eine immer mal wieder offensive Fahrweise nicht geht. Man muß die BMW-Fahrer in Angst und Schrecken um ihren Lack versetzen und den gestressten Muttis auf dem Kindergartenhighway klarmachen, daß es nicht nur drauf ankommt, schnell anzukommen, sondern vor allem: heile anzukommen. Und zwar nicht nur ihre Kiddies, sondern auch die Pappis, die mit zwei Rädern auf der Piste sind. Nämlich! :-(

Aber ich merke auch, daß ich diesen Kampf von Jahr zu Jahr anstrengender und beängstigender finde und dachte heute Morgen einmal mehr an Busfahren.

Sauglatter Morgen


Als ich um kurz vor 6 auf die Straße trete, falle ich schon fast direkt auf die Nase, laufe ein paar Schritte, kehre um, denke, das hat doch gar keinen Sinn, fasse mir dann erneut ein Herz und starte doch auf die 10-km-Runde.
Vorsichtig laufe ich, und seltsame Begegnungen ergeben sich. Kennen Sie diese rotblinkenden Hunde? Stellen Sie sich mal so einen vor, der die gleiche Strecke dahin dackelt, wie Sie laufen. Auf glattem Boden. Das dazu passsende Herrchen auf Fahrrad daneben, davor, dahinter, pfeifend, rufend und selber rot blinkend. Und das über eine viertel Stunde. Da kriegt man ganz eigenartige Gefühle.
Später, auf halber Strecke, überquere ich arglos eine Straße, blicke nichtsahnend nach links, kommt da mein Bruder angeradelt, morgens um kurz nach 6, ruft “Moin” und fährt weiter. Wo gibt’s denn sowas, fragt man sich.
Stürmisch zerfurchter stark bewölkter Himmel, immer mal wieder Blick auf einen hell strahlenden Jupiter, der dem seltsamen Treiben hier unten zuguckt. Mehrmals ändere ich den Streckenplan, will erst weniger, dann mehr, dann wieder kürzer, schließlich doch volle 10 km laufen. Und komme nach 1 Stunde wieder zuhause an, um die Familie aus dem Bett zu klingeln, die komplett verschlafen hat.
Und das Telefon spinnt auch.

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Schneewolkenwetter

Am Nachmittag schneit es in dichten dicken Flocken und verwandelt die Stadt innerhalb einer halben Stunde in ein Wintermärchen. Im Licht der Blauen Stunde schließlich schiebt sich eine eigenartige Nebelwolke vom Leinetal her ein Stück nach Geismar hinein.

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Baggern für Kaufland

Nachdem das Lünemann-Gelände nun monatelang still vor sich hin öden durfte, sind nun die Bagger zurückgekehrt, um es gründlich durchzupflügen. Vorbereitung für den Bau des Kauflandes, auf das alle schon so richtig warten.
Erstaunlich, wie es dort riecht, jetzt. Alt irgendwie. Und so seltsam moderig. Als würde dort der Muff von Jahrhunderten ans Tageslicht befördert. Dabei sind die Archäologen schon längst fertig.
Vielleicht ist es aber auch archäologisch uninteressanter Muff, der zum Vorschein kommt, ganz normal Göttingen halt, interessiert eh niemanden.

Auf der anderen, der nördlichen Seite der Innenstadt befindet sich das Gelände des ehemaligen Stadtbads, für das seit Jahren nach einer Lösung gesucht wird. Die Firma ece hat Interesse an diesem Göttinger Filetstück angemeldet, um dort ein riesiges Shopping-Center zu errichten. Um die Auswirkungen einer solchen Einrichtung auf das Überleben der Altstadt zu sondieren, wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben und sein Ergebnis nun veröffentlicht: das Umland würde angelockt, stellt man fest. Vor allem zum Klamottenkauf. Göttingen würde sein Oberzentrumsdasein ausbauen können. Lediglich um den Preis von ca 50 bis 70 Einzelhandelsgeschäften, die dann in der historisch gewachsenen Altstadt pleite und zu machen würden.
Von den Auswirkungen auf den Verkehr, der dann ja aus dem Umland in die Stadt und wieder hinaus geleitet werden müßte, gar nicht zu reden.
Muß man überhaupt ein Wort mehr darüber verlieren?

Mal so aus den persönlichen Erinnerungen hervorgekramt: 1978 lernte ich die französische Stadt Rouen kennen und war spontan begeistert von den vielen schönen Fachwerkhäusern und dem bunten und lebendigen Treiben in der dortigen Fußgängerzone. Ich fotografierte fleißig und wurde dann von einem Mann angesprochen, der mich fragte, warum und was ich da eigentlich fotografierte. Ich sprach von meiner Begeisterung. Er sagte nur, die Innenstädte würden doch inzwischen überall gleich aussehen. Überall dieselben Geschäfte, dieselben Leuchtreklamen, dasselbe Ambiente.
Ich wußte damals nicht, was er meinte.
Und heute? 27 Jahre später?

Die Tänzerin im Regen


… war viel viel schneller als ich mit meiner dickitalen Kamera. Ehe ich die überhaupt nur ausgepackt und angeschaltet und eingestellt hatte, war sie schon von hinnen. Nur noch ein verschwimmendes Leuchten gleißte ins Objektiv.

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