Echte Winterbilder

Falls Sie meinen, wir hätten aber dieses Jahr einen harten Winter hierzulande.
Falls Sie frierend lamentieren, es reiche jetzt aber mal endlich mit Minusgraden und Schnee und alldem.
Gucken Sie mal hier, wie richtiger Winter geht.

An der Frostbar

Schnee, so ganz in weiß, wird ja einfach gern genommen. Je dichter die Flocken, desto froher das Locken. Winteridylle ist wie noch mal an den Weihnachtsmann glauben dürfen.
Allein, es bleibt ja nicht so.
Nur wenige Tage, auf den großen Straßen sogar nur Stunden, dann überlebt nur das Braun, der Schmutz, der Matsch, der Ekel.
Erstaunlich, wie die Leute an den Haltestellen stehen, Dieseldunst atmen und sich dem Frieren hingeben. Anstatt einfach selbst die Füße zu bewegen, die paar Schritte – wenigstens bis zur nächsten Haltestelle – zu gehen und dabei warm zu werden und die Umgebung zu wechseln.
Erstaunlich auch, wie rücksichtslos und nur am Recht des Stärkeren orientiert alle miteinander verkehren. Autofahrer preschen auf Einmündungen zu Vorfahrtsstraßen zu, als seien Radfahrer minderwertige Leben. Radfahrer klingeln Gehbehinderte oder Kinderwagen Schiebende von den schneebefreiten Teilen der Gehwege, weil sie nur dort selbst halbwegs sicher fahren können. Und Fußgänger bleiben gern in Gruppen über das Wetter kakelnd gerade dort stehen, wo sie die meisten anderen behindern. Und alle warten scheinbar nur darauf angefratzt zu werden, damit sie volles Rohr zurück keifen können.
Schlechte Laune und Griesgrämigkeit brauchen gar keinen besonderen Grund, aber sie finden immer einen.

seine Pezeh-Dinoheit erinnert sich

Beim Aufräumen fällt ihm ein Buch in die Hand: “Datenbank-Entwicklung mit dBase III plus”, ein Grundlagen-Handbuch von 1987. Ein seltsamer Moment der Rührung steigt auf. Auf seinem ersten PC, damals einem 286er mit 12 Megahertz, 1 Megabyte Ram und 20 Megabyte-Festplatte, lernte er neben Word 3 und Quattro Pro (Tabellenkalkulation) auch dBase, ein sehr simples, aber extrem lange lauffähiges, ja theoretisch noch immer nutzbares Programm, dessen Daten man charmanterweise auch zum Beispiel im Norton Commander durchblättern und lesen konnte.
Der Norton-Commander, den der eine oder andere vielleicht noch aufgrund seiner charakteristischen Blau-Grün-Farbgebung in Erinnerung hat, sah auch auf dem bernsteinfarbenen Hercules-Monitor schon schick aus und würde noch heute jedes Rennen mit dem Windows-Explorer gewinnen.
Mit dem Buch lernte er, wie man eine relationale Datenbank aufbaut, Redundanzen vermeidet (die man heute an anderer Stelle gern wieder einbaut, als Backup), wie man Schlüsselfelder vorgibt, um Standardisierung statt Chaos durch Vielfalt zu erreichen – und vieles mehr, was weitgehend bis heute Gültigkeit hat und was einem als Blogger mit WordPress (z.B. Tags!) noch immer wichtig ist.
Mit einer nur noch mühsam übersehbaren Anzahl an Betriebssystemen, Datenbankprogrammen und Programmiersprachen hat er sich in den letzten 20 Jahren vertraut gemacht, aber auch hier ist es so, daß man die, mit denen man sein erstes Mal erlebte, nicht vergißt.

Photo-Kalender

Dieses Jahr gibt es mal nicht nur die seit vielen Jahren üblichen Kinderbilder-Kalender für die Familie, sondern auch einen öffentlichen Photo-Kalender für Freunde und alle, die meine Bilder mögen.
Und wegen der anhaltend großen Resonanz auf mein Berlin-Photoblog gibt es als Premiere einen Kalender mit Berlin-Photos.
ws-morninglove
Der Berlin guide Kalender 2010.