Lünemann – der Abriß (2)



Rückschau vom 25.10.2004: der Turm wird zerlegt.
Die Ähnlichkeit mit der Entstehung von ground zero, auch während des Aktes der Zerstörung, läßt einem immer mal wieder den Atem stocken. Auch ohne Flugzeuge und ohne Personenschäden.

Lünemann – der Abriß


In der Rückschau: Ereignisse am 08. Oktober 2004




Was ein Bagger in wenigen Minuten abbrechen kann und wieviel Staub sich dabei entwickelt, obwohl alles permanent gründlich naß gespritzt wird.
Aber: hier wird nur mit Löffel und Zange gearbeitet, um die Anwohner, umliegenden Geschäfte und den Straßenverkehr so wenig wie möglich zu belästigen.

Demnächst mehr!

Die letzte Gallierin

Unvermutet kommt der Lünemann-Abriß ins Stocken. Die Bewohnerin des letzten nicht verkauften Hauses hat per einstweiliger Verfügung eine Unterbrechung der Arbeiten bewirkt.
Nicht nur wegen ohrenbetäubendem Lärm mit schwersten Erschütterungen ihrer Hauswand ohne jede Sicherheitsvorkehrungen, sondern auch, weil die Südwand ihres Hauses schwer beschädigt und an zwei Stellen durchbrochen wurde.
Das muß man sich mal vorstellen. Um einen herum wird ein ganzes Karree an Häusern abgerissen und das eigene, das man bis dahin vermutlich schon nur unter Aufbieten letzter Energien hat verteidigen können, wird nebenbei aus Versehen so beschädigt, daß man da eigentlich nur von fachgerechter Entwohnung sprechen kann.
Immerhin: jetzt ist Ruhe eingekehrt. Die letzte Göttinger Gallierin leistet tapfer Widerstand.

Motorsägen vorm Rathaus

Endlich darf die Stadt mal wieder Bäume fällen. Nach so langer (erzwungener) Enthaltsamkeit. Und weil’s so schön ist, gleich erstmal direkt vorm Rathaus: 5 Platanen platt machen.
Denn die Baustelle Geismartor ist ja nun schon bald ein Jahr fertig, höchste Zeit also etwas neues anzufangen, die Einmündung der Geismarlandstraße ins Geismartor nämlich endlich verkehrsgerecht ausbauen. Vor Monaten schon begann man mittels gelber Striche auf der Fahrbahn, eine neue Vorfahrtregelung zu testen und befand die Tests dann auch rasch für erfolgreich.
Wenn die Platanen erst mal weg sind, wird man auch endlich wieder richtig den Anblick des Rathauses genießen können, dieses Paradebeispiels für 70er-Jahre-Architektur und Beton-Denken.

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Die Lange Geismarstrasse

LangeGeismar

Nach der Arbeit zog ich los, um für die Schulkinder Zirkel zu kaufen. Dachte mir, übst du doch gleich mal praktische Solidarität mit den Anliegern der neuesten Göttinger Großbaustelle, von denen einige bereits im Vorfeld um ihre Existenz bangen.
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LangeGeismar

Ausgerechnet zu dieser Zeit wurde mit diesem Gerät hier die Straße regelrecht aufgeschnitten. Man kann sich das ja kaum vorstellen, was für ein infernalischer Lärm dabei entsteht. Alle Passanten hielten sich unwillkürlich mit Kraft die Ohren zu. Ich mit meinem Fahrrad konnte mir nur eins zuhalten und flüchtete schnell in den Papierwarenladen, dessen Türen allerdings so weit geöffnet waren, dass das lärmmäßig keinerlei Unterschied machte.
Wie kann man unter solchen Bedingungen als Verkäuferin arbeiten?!
Dort kann frau! Ich bekam sogar eine außerordentlich freundliche und kompetente Beratung, welcher Zirkel welche Vor- oder Nachteile und deshalb für Schüler mehr oder weniger geeignet sei. Über das Kreischen der kreißenden Straße hinweg nette Worte und mehrere freundliche Lächeln!
Wie sie das aushalte, musste ich sie unbedingt noch fragen. Sie nehme es mit Humor und ab nächste Woche habe sie Urlaub.
Da kann ich ihr nur wünschen, dass die groben Tätigkeiten nach ihrem Urlaub vorbei sind! Und dass sie nicht schon vorher einen Hörsturz erleidet!

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Wärmedämmung?!

SchieferWeg
Folgen der Verordnung?
Sicher eine Geschmacksfrage, aber: niemals, um keinen Preis, würde ich so eine schöne Backsteinfassade mit Plastik verkleiden.

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Der Wendebachstausee

wurde geflutet. Nur mal so zum Test, weil es gerade mal geregnet hatte.
Denn dazu sei er ja da, sagt arrogant und dummdreist der zuständige Amtsschimmelinhaber.
Das Problem dabei ist, dass gerade jetzt rund um den See jede Menge seltene Tierarten, vor allem Vögel brüten. Bzw. gebrütet haben. Denn vermutlich hängen sie jetzt in den Rosten des Abflusses.
Wie das Göttinger Tageblatt lakonisch schreibt, habe man bei der Gelegenheit festgestellt, dass im Deich undichte Stellen sind.
Außerdem sei beachtlicher wirtschaftlicher Schaden entstanden. Denn nicht nur die Vögel brüten gerade, sondern auch die Badesaison soll bald eröffnet werden. Am Wendebachstau wird das aber erstmal nichts, denn da ist Land unter. Und wenn das Wasser abgelaufen ist, wird erstmal langwierig aufgeräumt werden müssen.
Dass ein Naturlehrpfad, gerade neu angelegt, ebenfalls überschwemmt und vermutlich zerstört wurde – Pech eben.
Der zuständige Amtsvollstrecker sieht das ganz cool und findet den Zeitpunkt dieses Tests angemessen und deshalb seine Entscheidung völlig richtig.

[Anmerkung: Für das Fehlen von Links bitte ich um Absolution, der Artikel war vor ein paar Tagen schon im GT und ich finde ihn einfach nicht mehr.]

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Keine Atempause

Geschichte wird gemacht.
Es geht voran.
Das Schnitzeln wird fortgesetzt.

Vernissage0

Jetzt sind die weithin sichtbaren, das Gesicht der ganzen Gegend prägenden Pappeln an der Leine dran. Egal, wievielen Vogelarten sie ein Zuhause bieten. Egal, welch prächtigen Anblick sie jedem bieten, der an der Leine entlang Richtung Kiessee spaziert oder radelt. Egal, wie lange es dauern mag, bis da je wieder gleichwertiger Baumbestand nachwächst.

W A R U M ???

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Abholzaktion auf Leineberg

Einmal mehr durfte das Göttinger Grünflächenamt Feingefühl zeigen, als es darum ging, das kleine Waldstückchen zwischen Leineberg und Bahndamm zu pflegen. Wie die Axt im Walde haben sie sich aufgeführt, die Experten.

Was sie hinterlassen, ist ein Bild der Verwüstung, vor dem man letztlich fassungslos steht und sich fragt, welche Wut zu so einem Ergebnis geführt haben mag.

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