digital independence day

Schon der fünfte DID und entweder ist es ruhiger um das Thema geworden oder einfach schon Routine.
Ich beschäftige mich eigentlich seit Jahren mit diesem Thema und sehr explizit seit Beginn 2025. Mittlerweile habe ich das meiste so „souverän“ für mich eingestellt und geregelt, dass ich mich verhältnismäßig gut damit fühle.

Es bleiben Reste, für die ich noch keine Lösung gefunden habe. Die für mich relevanteste: Bildbearbeitung. Gäbe es Lightroom für Linux, hätte ich keinen Grund mehr Windows weiter zu nutzen. Gibt es aber bislang nicht. Und die Bildbearbeitungen, die es für Linux gibt, von Digikam über RawTherapee bis Darktable, kommen für mich nicht in Betracht. Ich habe sie alle sattsam ausprobiert und finde sie alle im Vergleich zu Lightroom indiskutabel. Was ich durchaus schade finde!

Ein weiteres noch: ich nutze zwar so weit wie irgend möglich CoMaps zum Navigieren, aber wenn ich Restaurants suche oder Geschäfte oder dergleichen, habe ich zu Google Maps noch keine richtig gute Alternative gefunden. Mapy.cz entwickelt sich zwar in die richtige Richtung, hat aber vermutlich einfach noch nicht genug NutzerInnen, um auch nur annähernd ähnliche Benefits bieten zu können.

Und da liegt natürlich genau eins der Kernprobleme des ganzen Souveränitäts-Themas: solange 5,99 Milliarden von 6 Milliarden weiter die Anwendungen von BigTech nutzen, werden die unabhängigen Kleinen niemals technisch aufholen können. Aber kein Grund sich unterkriegen zu lassen oder gar aufzugeben. Es geht eben nur nicht alles auf einmal.

Ich nutze seit vielen Jahren Mail-Provider und Messenger, die nach aktuellem Wissen sicher und souverän sind, ich nutze von Microsoft nur noch das Betriebssystem. Von Meta bin ich weitgehend ganz weg. Immer noch nicht ganz, weil bei Instagram so ein paar Kontakte verharren, die mir sehr am Herzen liegen. Ansonsten ist mir das Fediverse extrem viel sympathischer und ich bin überzeugter Mastodon- und Pixelfed-Nutzer! Abgesehen davon, dass ich auch das Selfhosting mit meinen Blogs wieder aktiv betreibe.

Als Office nutze ich Only-Office, das angenehm ähnlich wie M$-Office funktioniert und dazu enorm kompatibel ist, aber eben nicht aus Redmond kommt!

Anstelle von Google Photos oder ähnlichen Diensten setze ich seit fast einem Jahr auf Immich, das auf meinem Raspberry Pi sehr klaglos und performant läuft.

Die größte Sünde, die bleibt, ist das Smartphone. Da habe ich noch absolut keine Idee.
Aber wie schon erwähnt: man darf nicht in Alles-oder-Nichts-Kategorien denken. Auch kleine Schritte führen zum Ziel. Und davon habe ich inzwischen einige gemacht und kann Sie alle nur ermuntern es genauso zu tun!

Fragen Sie mich gern nach Details!

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