Sonntagsrede

Nicht, dass ich ein Politiker wäre oder gar sein wollte. Eine gewisse Affinität zu Sonntagsreden kann ich gleichwohl nicht verhehlen.

Früher, also damals, als am Montag wieder eine neue Woche der Demütigungen begann, mochte ich den Sonntag so wenig wie ich den Freitag liebte. Ist ja inzwischen Kulturstandard bei Arbeitnehmenden. Bei mir war das aber schon so, bevor der Donnerstag kleiner Freitag hieß. Wir nannten den noch Schlado, weil da länger geöffnet war. (Boomer-Nostalgie)

Nein, ich mag es manchmal auch nur so daher zu blödeln, Worte zu würfeln oder schlicht fallen zu lassen und zu gucken, was passiert: meistens zwar nichts, aber das ist dann auch egal, wenn’s vorher wenigstens Spaß macht.

Heute aber will ich vor allem vollmundig (wenngleich mit ausreichend zeitlichem Abstand zur letzten Mahlzeit) ankündigen, dass ich dieses Blog hier – entgegen bislang gehegten anderen Absichten – nun doch nicht schließen, sondern weiter betreiben will.
Vorerst, wie Zorg einschränken würde.

Freuen Sie sich also mit mir oder lassen Sie es sich weiterhin so egal sein wie die letzten langen Jahre, in denen ich nichts von Ihnen hörte (außer tatsächlich einmal vor ein paar Monaten, als ich hier das Geschlossen-Schild aushängte: da schrieb mir ein bis dato Unbekannter, er sei erschüttert.)

Einer der Gründe, den ich in den letzten Monaten immer mal gern vorschiebe, ist der strikte Verweis auf Souveränität, und zwar in der digitalen Variante! So auch hier: selbst seien die Bloggenden, unabhängig und unbeirrbar!
Obacht nämlich: dies ist nicht facebook, auch nicht instagram oder ein anderes asoziales Medium, sondern ein klassisches Blog, bei dem Sie sich gesondert anmelden müssen, wenn Sie Ihre Meinung zum Besten geben wollen. Der große Vorteil: ich verkaufe Ihre Daten nicht (an niemanden!), etwaige Kommentare verändern weder die Reihenfolge der Artikel, die Sie hier lesen, noch Ihr Ranking. Nur meine Laune!

Nun aber schönen Sonntag noch!