Klimakiller-news (1)

Ich bin ein Klimakiller.
Heute Morgen habe ich das warme Wasser beim Waschen und Zähneputzen deutlich länger als nötig laufen lassen = übermäßiger Wasser- und Energieverbrauch.

Ich habe Kaffee getrunken = umweltschädigender Anbau der Kaffeebohnen, hoher Energieaufwand für den Transport um die halbe Welt.

Ich habe Lebensmittel aus Plastikverpackungen konsumiert = sinnlose Rohstoff- und Energieverschwendung sowohl bei der Verpackungsherstellung als auch bei ihrer Entsorgung.

Ich bin 40 Kilometer Auto gefahren, nur um meine Tochter und eine Freundin von einer privaten Feier abzuholen = extreme Energieverschwendung und damit fahrlässiger Umgang mir Umweltressourcen.

Ich habe ein technisches Gerät bei einem Internet-Versandhändler bestellt = direkte Schädigung der lokalen Handelsinfrastruktur, sinnlos lange Transportwege nur für meine Bestellung quer durchs Land, also Energieverschwendung, CO2-Ausstoß, Waldschädigung und Straßenabnutzung.

Und das war nur heute Vormittag.
Es wird sich einiges ändern müssen.
Vor allem ich selber, mich.

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch
  • Beitrags-Kommentare:1 Kommentar

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Sigurd

    Also, ich für mein Teil stimme eher Helmut Schmidt zu, wenn er sagt, man könne nicht 100%-ig sicher sein, daß die Klimaveränderungen ein Ergebnis menschlichen Handels seien. – Natürlich sollte man ob des Zweifels besonders vorsichtig sein, aber Klimawandel gab es immer in der Weltgeschichte. Und steht schließlich nicht Berlin in einer von der Eiszeit geformten Landschaft?! Diese Eiszeit kam und verging auch wieder ohne Treibhausgase und amerikanische Straßenkreuzer. Ich beobachte heute in gewissem Grad einen Zeitgeist, der den Fortschrittsglauben des 19. Jahrhunderts widerspiegelt, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Schien damals alles menschenmöglich, ist es das heute wieder, nur glaubt niemand mehr an Verbesserung sondern an das genaue Gegenteil. In diesem Denken steckt natürlich auch Hoffnung: Geben wir unseren Lebensstil auf und wenden die Katastrophe ab. So etwas ist bei aller Härte des Verzichts tröstlicher als sich in das Unvermeidliche fügen zu müssen.

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