Gehen und Laufen

Vor gut zwei Monaten habe ich mir eine Lauf-Uhr gekauft nach dem Vorbild meiner Tochter, die sich mittels eines Fitness-Trackers selbst dazu motivierte täglich 10000 Schritte zu machen. Das hat mir imponiert und – das wollte ich auch.

Mit meiner Anschaffung hoffte ich auch das Laufen, das ich in den letzten zwei drei Jahren arg habe schleifen lassen, wieder neu beleben zu können.

Tja, was soll ich sagen? Hat geklappt. Hat weitaus besser funktioniert, als ich vorher für möglich gehalten hätte. Nicht nur, dass ich durch das Schrittezählen täglich neue Motivation bekomme, mich – draußen – zu bewegen. Sondern durch ein Coaching-Programm, das es kostenlos als Zugabe zur Laufuhr gibt, habe ich in den vergangenen 9 Wochen auf laufmäßig den Wiedereinstieg geschafft und es von anfänglichem Lauf-Gehen für 20 Minuten zu locker Durchlaufen über 70 Minuten geschafft. Mein “gebuchtes” Training sollte mich dazu bringen, dass ich 5 km in 30 Minuten laufen kann. Nix besonderes, schon klar. Vor paar Jahren bin ich 8 km in 43:30 gelaufen. Aber eben vor paar Jahren.
Und jetzt bin ich tatsächlich schon dreimal 10 km gelaufen. Durchgelaufen. Ohne Gehpause. Nicht schnell, aber kontinuierlich.
Und die Schritte? Ich habe jetzt 23 Tage lang täglich mehr als 12.000 Schritte zurückgelegt, inclusive Laufen natürlich. Aber es kamen noch reichlich Spaziergänge und ein paar Walk-Einheiten dazu.

Man merkt, dass ich stolz bin, nicht wahr? Ja, bin ich auch. Vor allem freue ich mich total darüber.

Vorstadt-Abenteuer im Lockdown

Ich sitze am Fenster und starre – wie seit Monaten immer öfter – etwas dösig in den Garten. Alles wie immer. Naja fast. Letzte Woche haben da doch tatsächlich Gärtner die Hecke zum Nachbarn hin geschnitten. Gerade noch rechtzeitig Ende Februar. Danach ist das wegen Brutzeit der Vögel nicht mehr erlaubt. Zwei Männer mit schwerem Gerät haben da einige Stunden für Action und ordentlich Lärm gesorgt. Die Hecke ist jetzt richtig viel niedriger und schmaler. Bin mir immer noch nicht sicher, ob mir das gefällt.

Spannung mit Vögeln

Den Vögeln zuliebe habe ich in den Garten ein Vogelfuttersilo aufgehängt. An einem Metallstab. Darunter noch ein Wasserbecken aufgestellt. In meiner Freizeit kann ich nun beobachten, wie die Spatzen aus der Hecke da heran fliegen, sich ein Korn picken und wieder zurück flattern. Andere lauern schon in der Hecke, um es ihnen gleich zu tun. Sowohl vom Wohnzimmer als auch von der Küche aus habe ich ideale Beobachtungspositionen.

Von einem Busch auf der gegenüberliegenden Seite des Gartens kommt jetzt im Wellenflug eine Kohlmeise, eine halbe Stunde später vom Dach im unteren Stichweg eine Taube, im Verlauf des Nachmittag aus der Tanne eine Elster und noch eine weitere war auch plötzlich da. Letzten Dienstag aber – mein Herz blieb echt einen Moment stehen, sitzt da plötzlich ein Star. Auf dem Rand des Futtersilos! Reglos scheinbar. Sitzt da einfach und scheint zu überlegen, ob diese Körner wohl schmecken, wie sie ihm bekommen und – dann fliegt er einfach wieder weg. Ohne nur probiert zu haben!

Weiter atmen, denke ich. Dachte ich. So schnell immer vorbei diese Momente. Dann passiert wieder stunden- nein tagelang – nichts. Der Stress hält sich in engen Grenzen. Man calmt ganz gut down.

Nachtleben

Neulich aber wache ich nachts von lautem Klopfen auf. Irgendwo draußen. Richtung erstmal undefinierbar. Sofort denke ich an Einbrecher in einem Nachbarhaus. Da wird ja bestimmt Frau M gleich zur Stelle sein um nach dem Rechten zu sehen, hoffe ich, noch gar nicht richtig wach. Es klopft weiter, ich richte mich auf im Bett und überlege, ob ich aus dem Fenster gucken sollte. Da plötzlich: aufgeregte Stimmen dazu. Die von Frau M meine ich deutlich heraus zu hören. Dieser unverwechselbare Tonfall! Ich muss jetzt aufstehen. Atemlos robbe ich ans Fenster. Halb hockend halb kniend drücke ich die Nase an die Scheibe, lasse den Blick schweifen. Es ist aber nichts zu erkennen. Einfach zu dunkel da draußen. Keine Bewegung. Und nun auch wieder Stille. Kein Blaulicht, keine Schüsse. Zu blöd!
Als nach einer Viertelstunde noch immer nichts zu hören oder sehen ist und mich das Kribbeln meiner eingeschlafenen Beine kirre macht, quäle ich mich in die Senkrechte, hüpfe solange, bis die Beine wieder wach sind, und steige zurück ins Bett. Wenn ich jetzt nur einschlafen könnte. Also ich, nicht die Beine! Aber denkste. Die Aufregung hält mich wach, bis der erste Lichtschimmer am Horizont graut.
Nur gut, dass meine wichtigste Verpflichtung für den folgenden Tag der Hundespaziergang am Nachmittag ist. Bis dahin bin ich soweit wieder auf dem Damm.

Ermittlungstätigkeit

Tage später muss ich ein Gespräch über die Hecke mit anhören. Nachbarin M zu Nachbarin P. Es klärt, dass in der fraglichen Nacht ein Marder offenbar die Kaninchen von Familie T lecker fand und sich mit ihnen zum Essen verabreden wollte. Die Kaninchen klopften vor lauter Aufregung mit ihren Füßchen auf den Käfigboden. Das war, wovon ich wach geworden war. Und die Nachbarinnen auch. Frau M war es dank ihrer Stimmgewalt gelungen den Marder in die Flucht zu schlagen. Nachträgliches Aufatmen. Allerseits gewissermaßen.

Während ich diese Informationen noch verarbeite (doch etwas viel auf einmal!), schießt unser Hund aus dem Wohnzimmer hinaus über die Treppe in den Garten runter und rast zum Zaun, wo gerade die possierlichen reinweißen Schoßhunde von Frau M angekommen sind und wild und in höchster Tonlage unseren Zaun und unseren Hund ankläffen. Eine Aufregung! Wenn jetzt der Zaun nicht wäre!

Zum Glück ist er aber da. Und auch die dichte Hecke. Man gut so.

Auf Beobachtungsposten

Ich brauche dringend etwas Ruhe. So viel ist hier schon lange nicht mehr passiert. Aus der Küche hole ich mir eine Tasse Salbeitee und erklimme damit das obere Stockwerk unseres Häuschens, wo ich mich ans dortige Fenster setze und zur anderen Seite rausgucke. Der Tee ist etwas zu heiß, so dass ich mir die Zunge leicht verbrenne. Leise fluche ich vor mich hin. Ich blicke in die umliegenden Gärten und konstatiere, dass sich dort nichts geändert hat. Alles wie immer. Das beruhigt mich allmählich.

Glauben Sie nur nicht, dass diese Ruhe angehalten hätte! Schon zwei Wochen später hat sich doch tatsächlich die ganze Familie T plötzlich auf ihrem Balkon eingefunden. In der lausigen Kälte! Stehen da am Geländer und machen – wer weiß was! Ich kann es nicht genau erkennen. Das haben sie jedenfalls noch nie gemacht. Ohne ersichtlichen Grund sind die da, wie es aussieht. Ich bin ganz aus dem Häuschen, hole schnell meinen Feldstecher aus dem Nachtschrank und unterziehe dieses Ereignis einer peniblen Untersuchung. Damit bin ich noch nicht ganz fertig, als sich das Geschehen auch schon wieder in Wohlgefallen auflöst. Die Ts sind im Haus verschwunden, der Balkon vakant. War es vielleicht doch nur eine Erscheinung?

Das Leben in unserem Stadtteil ist ja generell eher reizend, insofern nicht direkt Allergiker-geeignet. Trotzdem kann es schon passieren, dass bei sieben Spaziergängen mit dem Hund binnen drei Tagen einfach nichts passiert, was sich der eignen Wahrnehmung aufdrängen würde. Dienstags stehen schon mal gelbe Säcke an den Laternenpfählen, aber das ist dann auch schon das Highlight der Woche.

Der neueste Scheiß

Umso erstaunter und neugieriger werde ich, wie ich bemerke, dass der Audi von Fs einen Montag plötzlich entgegen der Fahrtrichtung geparkt ist! Ich glaube wohl! Und nicht nur das: der Opel von Zs zeigte ihm die kalte Schnauze – direkt von vorn. Das kann ja wohl nicht wahr sein!

Von dieser Ungeheuerlichkeit aufgestachelt, wage ich mich tiefer in den Garagenhof daneben, um festzustellen, dass vom Tor von Garage 73 ein neues Stückchen eierschalenfarbener Lack abgeplatzt ist und einer hübschen rostigen Delle zu mehr Aufmerksamkeit verhilft. Wie schön! denke ich unwillkürlich. Schnell die Kamera gezückt und ein feines Fotto für Instagram gemacht! OMG! This made my day. 😍

Dass die jüngere Tochter von Familie C jetzt auch einen Hund hat, der auf den Namen Early hört, ist dagegen ja schon fast nur Dorftratsch. Aber insofern doch wieder erwähnenswert, als mir Earlylein mitsamt Frauchen auf meinen einsamen Abendrunden nun schon einige Male begegnet ist – und wir dann ein Stück gemeinsamen Weges hatten. Was irgendwie nett ist.

Ach ja.

Am Ende einer Winterwoche

Eine gute Woche allerschönsten Winterwetters ist vorbei. Selten, möglicherweise nie zuvor habe ich Schnee und beißende Kälte so ausgiebig genossen wie in diesen Tagen. Dabei bin ich weder Schlitten noch Ski gefahren, sondern einfach nur mit offenen Augen durch‘s Dorf und über‘s Feld spaziert, jeden Tag gut 10 km.

kleine Wintergemeinheiten

Mir ist lausig kalt, vor allem am frisch geschorenen Kopf. Eine längerer Spaziergang kommt für die Mittagspause daher gar nicht in Frage. So klappere ich nur ein paar Läden ab, fühle mich unangenehm berührt, dem Oberbürgermeister und seinem Stadtbaurat zu begegnen und den einen zum andern sagen zu hören, da bringe er ihn aber in eine unangenehme Lage, und flüchte letztendlich ins Kaufland. Kekse kaufen.
An der Kasse nur eine ganz kurze Schlange. Beide Kunden vor mir fragen auf die Frage der Kassiererin, ob sie den Beleg mitnehmen wollten, zurück, was diese gesagt habe, worauf sie ihren ganzen langen Spruch noch einmal genauso daher nuschelt wie zuvor. Als ich an der Reihe bin, mache ich mir den Spaß und tue das gleiche noch ein drittel Mal. Und auch die Verkäuferin leiert ihren Spruch ein drittes Mal runter. Natürlich brauche ich den Bon nicht und lehne mithin freundlich dankend ab.
Aber wirklich wärmer ist mir danach nicht.

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trister Morgen

Es regnet Bindfäden, nachdem es schon die ganze Nacht gegen mein Fenster geprasselt hat. Seit kurz nach fünf kann ich nicht mehr schlafen. Die Kinder haben alle keine Lust wieder in die Schule zu gehen. Nicht einmal der Hund hat Lust auf den Morgengassigang.
Und dann auch noch das flickr-Disaster. Dort wurden gestern sehr umfangreiche Änderungen an Layout und Vertragsbedingungen ohne jegliche Vorankündigung durchgeführt und die Gemeinde steht Kopf. Die Performance hat unter dem neuen Layout so gelitten, daß die Seite seit Stunden eigentlich gar nicht aufrufbar ist.
Habe selten, wenn überhaupt je, so viele haßerfüllte Foreneinträge wie gestern zum Thema gelesen. Da ist man froh, wenn man im Internet auch noch andere Zufluchtsorte hat.

Frühling!

Wetterdienste und Lokalzeitung haben es sattsam breitgetreten, daß das Wintergefühl nicht trog: so trübe und grau war es eigentlich überhaupt noch nie – solange wir uns erinnern können.
Heute Morgen ist das Thermometer immerhin deutlich über 0, bei locker +2°. Der völlig bedeckte Himmel und der allerfeinste Nieselregen (rel. Feuchte ca 97%), die gemeinsam das Gefühl verstärken, man liefe eigentlich unter Wasser und fischte nicht nur, sondern atmete vor allem völlig im Trüben, lassen den Übergang zum meteorologischen Frühling jedenfalls nicht gar zu krass erscheinen. Immerhin: die Amseln mögen das und singen fleißig. Was der mentalen Verfassung sehr zuträgt. Insofern wird nach dem tief verschneiten letzten Wochenende jetzt auch gern ein trübes genommen. Wenn’s denn wenigstens klingt!

Ein bißchen Schnee

Letzter Arbeitstag im Jahr: way to work:
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Stellwanne

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Reinhäuser Landstraße

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Große Dinge werfen ihre Schatten voraus.

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Zwölfter Zwölfter Zwölf

Nein, keine Heiratsanzeige hier, auch keine Existenzgründung. Nur ein Blogeintrag zum möglicherweise hübschesten Datum des Jahrhunderts.
Ganz schön finde ich, daß trotz allem die Bloggerei ihre Nische zum Überleben gefunden hat. Offenbar bin ich nicht der einzige, der mit dem nötigen Starrsinn an der schlichten Schönheit der Idee festhält. Auch wenn Milliarden WWWler lieber twittern oder sich bei g+ hangouten oder faithbook ihren Zustand anvertrauen, auf jeden Fall allabendlich dem Internet gute Nacht sagen. Ohne dem scheint Leben zwar noch vorstellbar, aber nicht sinnvoll.

Zur Feier des Tages eine kleine Adventsgeschichte:
Vorgestern Abend hatten wir in unserem Häuschen einen partiellen Stromausfall. Betroffen war insbesondere das Wohnzimmer, wo wir nicht nur essen, sondern vor allem auch fernsehen und unseren Internetanschluß haben: dieses kleine Gerät, das wir Fritzbox nennen und an dem unser virtuelles Leben Kontakt zur Welt hängt. Wenn nun der Strom nicht mehr fließt, frieren auch unmittelbar alle Kontakte und eigentlich beinahe das Leben selbst ein.
Natürlich arbeitete ich zuerst den Notfallplan am Sicherungskasten ab. Alle aus, alle wieder an. Auch mal im Keller geguckt, ob da vielleicht etwas herausgerissen Funken sprühte o.dergl. Aber nichts dergl. Alles tat so, als ob nichts sei. Eine schnelle Lösung bot sich nicht an. Den Elektriker würde man natürlich erst am nächsten Tag verständigen können. Und wann der dann käme!?
Ich tigerte einige Zeit mehr als rastlos hin und her, drehte Glühbirnen raus und wieder rein, schaltete schaltbare Steckdosen aus und bald wieder an und probierte zwischendrin stets erneut, ob ein Reinraus der Sicherungen irgendeinen Effekt bringen wollte. Währenddessen überlegte ich, wie man einen langen Winterabend ohne Glotze und ohne Internet wohl am besten rumkriegen würde. Bis ich auf die Idee kam, das Rasenmäherverlängerungskabel aus dem Schuppen zu holen und mit seiner Hilfe den Strom aus der Küche zur Fritzbox zu bringen.
Was ganz einfach war.
Mir fiel ein Stein vom Herzen.

Auf den dringenden Wunsch meiner Tochter hin versorgte ich mit einem weiteren Verlängerungskabel und ein paar Umstöpseleien auch den Fernseher mit Strom, so daß dem friedlichen Verlauf des Abends nichts mehr im Wege stand.
Abendessen und Frühstück genossen wir gemütlich bei Kerzenschein, draußen rieselten putzig einzelne Schneepflöckchen vom unschuldigen Himmelein, während auf unseren Smartphones gar traulich das liebe Internet funkelte.
So freuen wir uns, daß ‘s Lichtlein brennt und sehen all: es ist Advent.

Bryant Park und 42nd street

Im Film “Harold and Maud” zeigt Maud ihrem jugendlichen Verehrer ihre Geruchsgalerie. Harold schnuppert daran, weiß erst gar nichts damit anzufangen, läßt sich dann aber doch zunehmend darauf ein und – riecht.
Er identifiziert Schnee. Und genauer: Schnee in der 42. Straße.
Was ist besonders an der 42. Straße?

Die 42. Straße durchquert Midtown und hält dabei ein paar echte Highlights bereit wie das Chrysler Building, die Grand Central Station, den Bank of America Tower, den Times Square und Port Authority.
Die Straße ist sehr belebt. Allein das Eintauchen ins streetlife beschäftigt für Stunden.
Ganz besonders fasziniert hat mich der Bryant Park, der auf dem Stadtplan kaum auffällt, dessen Name allein ihn aber schon interessant für mich machte.
Gestern Abend guckte ich mir aus einer Laune heraus mal wieder den Film Bladerunner an. Darin spielt Captain Bryant eine tragende Nebenrolle. Zwar ist Bladerunner in Los Angeles angesiedelt, das hat sich science-fiction-mäßig für den Film jedoch sehr in Richtung Manhattan verändert, vielleicht eher: in Richtung Gotham City. Ein Hochhaus-Dschungel, dessen Sound-Kulisse maßgeblich von Polizeisirenen, Werbebildern und -texten und Verkehrsgeräuschen geprägt wird. Ich mußte in Manhattan oft an den Film denken und hätte die Musik von Vangelis als allgemeinen Background-Sound mehr als passend gefunden.
Der Bryant Park ist eine grüne Oase inmitten eindrucksvoller riesiger Skyscraper. Man kann dort auf Gartenmöbeln sitzen, einen Kaffee trinken, sich etwas zu Essen holen oder auch einfach nur so vor sich hinträumen und die den Park umgebenden Hochhäuser anschwärmen und sich dabei ein bißchen vom Pflastertreten erholen.

Ich mag den Namen Bryant. Ich mag die Vorstellung von einem hundert Jahre alten Hochhaus, in dem ich auf einem Balkon, vielleicht in der 42. Etage, über die Brüstung lehne, in einen schmuddligen, verregneten und sehr dunstigen Megacity-Kosmos blicke – und irgendwo unter mir fliegt ein Polizei-Flugfahrzeug mit Blaurotlicht und Sirene entlang. Dazu eine schwer romantische Klangwand aus einem Vangelis’schen Syntesizer.