Ach diese Wärme

Es ist elf Uhr abends und ich sitze nur in kurzer Hose am Schreibtisch. Alle Fenster im Haus sind weit geöffnet. Trotzdem ist es immer noch so warm, daß an Schlaf noch lange nicht zu denken ist. Aus den Gärten rings umher dringen gutgelaunte Stimmen und Gelächter.
Morgen geht’s in Urlaub. Ist das schön!

Es ist heiß

Morgens um 10 in der Sonne schon 40 Grad. Um 12 Uhr im Schatten fast 29°.
Man sitzt nur in kurzer Hose und schwitzt vom Atmen.

Weißt du, wie wir abends


schnell zum Baden gingen…

Schwarz war der See

Und kein Mensch in der Näh.
Und kaum angekommen
sind wir weit hinausgeschwommen
wollten vor Glück nicht ans Ufer zurück
(Hermann van Veen)

Fast Mittsommerabend

sommerabend4
Geradezu unanständige Farben an einem wunderschönen Abend, der endlich das Prädikat Sommer verdient.
Als Soundtrack empfehlen wir Tori Amos mit Abnormally attracted to skin.

Sommerabend in der Stadt

Je weiter man hinein rollt, desto intensiver flirren noch die Hitzereste des Tages um die Ecken. Überall nur leichte Kleidung. Männer in kurzen Hosen, Frauen in Tops und Röckchen und noch kürzeren Hosen. Blicke, so weit das Auge reicht. Auf den Firsten an den sommerlich lauschigen Ecken sitzen die Amseln und singen endlose Abendlieder. Oben drüber ziehen die Mauersegler riesige elegant geschwungene Kreise und singen ihr Sommerlied, das mir immer durch und durch geht.
Im Park sitzen überall Grüppchen von Studenten und anderen jungen Leuten, trinken Bier und billigen Wein, philosophieren über die Leichtigkeit des Seins oder spielen Federball. Und vor den Fußgängerzonenkneipen stehen die Großbildglotzen draußen und spielen lauthals Fußball, die zahlenden Gäste wirken ganz klein davor. Ich weiß gar nicht, wer heute spielt, frage mich nur, wie man das aushält darüber zu wohnen und dieses sinnfreie Gelaber des Fußball-Moderators über Stunden –

Ich fahre auf meinem Rad mitten hindurch, längs und wieder quer und atme all das ein. Eigentlich schon davon trunken kehre ich noch in den local Supermarket ein, hätte nicht übel Lust, meine Lieblingskassiererin zu umarmen dafür, daß der Laden noch geöffnet ist um halb zehn, und kaufe ein Sixpack Staropramen. Mit einer Flasche davon sitze ich nun im Garten, schaue dem Mond zu und schreibe.
Diese Sommerabende sind es, wofür es sich lohnt zu leben.