Reise durch Myanmar

Ausblick aus der Eisenbahn von Yangon nach Mandalay

Nachdem wir in den vergangenen Jahren bereits einige Reisen nach Südostasien unternommen hatten, entschieden wir uns dieses Jahr für eine Rundfahrt durch Myanmar. Die Planung dafür war deutlich komplizierter als für Vietnam oder gar Thailand. Denn Myanmar, das viele noch unter dem Namen Burma kennen, ist für den Tourismus erst wenige Jahre geöffnet und verfügt noch über wenig Infrastruktur. Zwar findet man an den Orten, die besondere Sehenswürdigkeiten beherbergen, inzwischen ausreichend Hotels und Restaurants, die Verkehrsverbindungen sind jedoch nach wie vor abenteuerlich. Die Straßen sind überwiegend eng, kurvig, kaum ausgebaut und vielerorts noch unbefestigt. Fährt man mit Bussen durch’s Land, benötigt man für Strecken von gut 200 km etwa 6 bis 8 Stunden. Alternativ kann man einige Städte auch mit der Eisenbahn erreichen. Das dauert jedoch noch länger – und der “Komfort” ist nichts für Anfänger. Man muss das schon wollen und den Charme einer Fahrt im offenen Waggon auf sehr sehr holprigen Schienen zu nehmen wissen. Dann allerdings ist es Abenteur und Vergnügen pur. Und es kostet fast nichts.

Was gibt es zu sehen und zu erleben in Myanmar?

Am meisten beeindruckt haben uns die Bewohner, die Burmes*innen. Ihre aufgeschlossene, herzliche Freundlichkeit hat uns immer wieder umgehauen. Zwar sprechen nur relativ wenige Menschen Englisch, so dass die Kommunikation oft eher über Gesten stattfindet, die Bereitschaft dazu ist aber überall vorhanden. Wir fühlten uns an allen Orten, die wir besuchten, sehr willkommen und staunten immer wieder über das große Interesse, ja die Neugier, die uns entgegengebracht wurde.

9 reizende Menschen können auf 1 Moped fahren

Wer am Buddhismus und religiösen Bauwerken interessiert ist, findet in Myanmar mehr, als man sich angucken kann. Goldene Pagoden, soweit das Auge reicht. Prachtvolle und zum Teil riesige Tempelbauten, die inmitten tropischer Landschaft, aber vor allem natürlich in den Städten, faszinierte Blicke auf sich ziehen. Fast alle darf man besichtigen. Die Buddhisten sind sehr tolerant. Selbst beim Beten lassen sie sich nicht von Touristen stören, die meinen, sie müssten direkt vor Buddha Selfies knipsen, am besten noch zusammen mit Mönchen.

in der Shwedagon-Pagode in Yangon

Es gibt einige landschaftliche Highlights, die wir allerdings nicht so herausragend fanden wie beispielsweise in Vietnam. Dafür sind die Städte und dort insbesondere die Märkte atemberaubend exotisch, für europäische Augen fremdartig und geheimnisvoll – wenn auch nicht immer im angenehmsten Sinne. Insbesondere von uns selbstverständlichen Hygiene-Verhältnissen muss man sich schnellstmöglich gedanklich verabschieden. Myanmar ist nicht nur das staubigste Land, das ich bislang bereiste, sondern hat auch das größte Müll-Problem.

In den folgenden Beiträgen werde ich von unserer Tour durch dieses exotische, aufregende und liebenswerte Land berichten.

Yangon (früher Rangoon) vom Zimmer unseres Hostels aus