Morgenkonzert

Dank Sommerzeit laufe ich nun doch endlich mal auf wunderbarem Amsel-Soundteppich.
Danke dafür!

wofür es sich lohnt

Früh aufstehen ist oft schweineschwierig. Im Winter im Dunkeln ganz besonders. Und nach knapp 6 Stunden Schlaf – huuuh!
Aber dann auf tief verschneiten Wegen laufen, den Geruch nach klarer Kälte und Schnee in der Nase, die Ruhe in der Stadt vor dem Einsetzen des Berufsverkehrs, nicht einmal Schneeräum-Mafia unterwegs.
Und schließlich Dehnübungen auf Isomatte im Schnee und direkt über mir der Große Wagen, rechts darunter funkelnd Arcturus, hinter mir ruht majestätisch der Löwe und überm Dach des Nachbarhauses strahlt Venus.
In so einem Moment ist es gar nicht kitschig, wenn dann auch noch durch den Großen Wagen eine kleine Sternschnuppe huscht – und mir spontan ein Wunsch dazu einfällt.

Sonntagslauf

Seit wenigstens 3 Jahren laufe ich erstmals wieder deutlich mehr als 10km. Dazu auch noch ordentlich den Berg hinauf, über Diemardener Warte in den Wald hinauf und dort weiter bis zum Kerstlingeröder Feld, auf dem ich noch eine kleine Runde drehe. Ich staune über die vielfältige Blütenpracht, die mir an den Wegrändern und im Gras entgegen leuchtet. Und ich staune über meine Kraft und Ausdauer, das Gefühl bis in die Haarspitzen mit Energie voll getankt zu sein. Als ich nach etwa 14 km und knapp anderthalb Stunden wieder zuhause ankomme, brummt alles in mir, ein geniales Gefühl. Könnte ich öfter haben!

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das mit der Kondition

Es ist schon erschreckend, wie schnell Kondition verschwindet, wenn man nicht ständig an ihr arbeitet. Wegen Urlaub und Hitze und allen möglichen anderen fadenscheinigen Gründen habe ich das Laufen vor allem im Juli doch arg schleifen lassen. Das merke ich jetzt böse. Am Sonntag bin ich das erste Mal wieder “normal” gelaufen, also achteinhalb Kilometer. Das habe ich so gerade eben überhaupt geschafft. Drei Gehpausen mußte ich einbauen und die Beine fühlten sich an wie sehr wackeliger Pudding.
Heute Morgen war es gar nicht so sehr Pudding, sondern eher ein Gefühl von Lähmung. Es dauerte endlos, bis ich mal so annähernd locker laufen konnte, wenn überhaupt. Immerhin habe ich 8 km ohne Gehpause hingekriegt.
Also ab jetzt wird da wieder eine Regelmäßigkeit eingeführt. Und eigentlich will ich auch endlich mal wieder 10 km hinkriegen. Locker und mit Spaß dabei und deutlich unter einer Stunde.

Laufwärts

Nach sehr langer Phase mauer bis gänzlich fehlender Motivation ist es in den letzten beiden Monaten endlich mal wieder richtig aufwärts gegangen mit der Lauf-Disziplin. Im September habe ich es geschafft, jede Woche dreimal zu laufen und den lahmen Trott der Monate davor mit schnellen Intervallen aufzubrechen und dadurch mein Tempo insgesamt und damit auch den Schwung bei der Sache deutlich zu steigern.
13 Läufe, 122km in 11h 51min, das motiviert gleich mit dran zu bleiben. Vom wohligen Gefühl, das die Endorphine vermitteln, ganz zu schweigen.

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Gute Lauf-Phase

Lange schon bin ich nicht mehr so gut gelaufen wie jetzt. Jahrelang! Heute Morgen waren es gerade mal 9° und ich bin trotzdem nur im T-Shirt und kurzer Hose losgelaufen. Die ersten 10 Minuten war es schon frisch, ging aber gut. Ich habe nicht gefroren. Und ich war gleich gut schnell. Bis zum 2km-Punkt habe ich 10:59 gebraucht, bis zum Rathaus genau 18 Minuten. Und an der Sandweg-Querung war ich nach 27:30 Minuten. Sagenhaft. Insgesamt bin ich 4 schnelle Intervalle gelaufen von 2 bis 3 Minuten Dauer. Und weil das morgendliche Frühnebelfeld so lockte, habe ich auch noch den Deich drangehängt. Und da sah es wirklich traumhaft schön aus. Die Morgenröte stieg übern Berg, das Frühnebelfeld so in 2m Höhe, wunderbare Farben, vor mir ein Radfahrer, der sich langsam in der Ferne verlor. Ein Gedicht.

Und so genial läuft es sich jetzt schon seit gut 2 Wochen, seit ich wieder mit Intervallen angefangen habe, also sozusagen nicht nur vor mich hintrotte, sondern mich auch ein bißchen anstrenge: trainiere!
Das Hochgefühl danach ist groß und lang anhaltend.

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Analog photographiert

Heute Morgen bin ich in echt lecker riechender Luft von Geismar zum Kiessee gelaufen und drum rum. Am Deich und über’m Kiessee lag ein dünne Schicht Bodennebel, schon von Ferne sehr einladend. Völlig phantastisch dann auf dem Rückweg, als die Sonne darauf sehr ausgefallene Lichtspiele trieb. Natürlich hatte ich keine Digicam dabei, nur meine äußerst analoge Kamera: als die Sonne genau hinter dem großen Baum am Deich stand und durch den leichten Nebel um den Baumstamm herum eine kleine rot schimmernde Korona entstehen ließ, da blieb ich stehen, fokussierte, zoomte gedanklich etwas hin und her und speicherte das Bild dann in den emotionalen Regionen irgendwo hinter den Augen.