In der Feldmark

Ich bin nicht Fontane. Insofern kann ich keine Wanderungen durch die Mark Brandenburg beschreiben. Dennoch wirkt allein dieser Titel seit jeher anziehend auf mich. Eines Tages möchte ich diesen Landstrich wenigstens einmal zu Gesicht kriegen.
Auch das Gedicht Meeresstrand von Theodor Storm kommt mir immer mal in den Sinn: Ans Haff nun fliegt die Möwe, und Dämmrung bricht herein.

Aus Göttingens Süden kann ich heute von einem Spaziergang zusammenreimen:

In die Feldmark nun feget der Hund
Wilde Wolken jagen hinterher
Duster rufen die Raben und Regen
Nieselt statt wogendem Meer

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Kran begrünt

Oh du Kran behängtes Säulengrün
Am Zebrahaken Sonn beschien
Stillst mit deinen schlanken Stengeln
Jed Lust auf eitles Herumquengeln
Du täuschst so filigran und schlicht
Ganz keck über dein eigentlich Gewicht

Der Schmiedehammer

Der gute alte dreiheblige Querstanzer
Oder was immer das sein mag
Ich bleib lieber ein Grünpflanzer
Obwohl mich das Teil fasziniert
Gern hätte ich eine Delle gestanzt in den Tag
Was hätte ich mich womöglich blamiert

Jener Donnerstag im Juni

Die Straßen der Innenstadt sind randvoll mit katholisch veranlagten Menschen.
Dazu leicht angewärmter Regen.
Eine Dame ohne Schirm fragt mich, wo es nach Karstadt gehe.
Ich gebe sprachlos Auskunft.

High Huhn

Die Straße ist ein flirrig salzend Band
Jungmädchen ragen bis zum Hals aus engen Schuhen
Einige kippen schon vornüber
Aber ihre Daumen kichern noch