Neujahr

Zur Erinnerung (Kreuz in den Kalender!):
1. Januar: Ausschlafen fast bis halb 10!!! Wie lange hat es das nicht gegeben!
Nach dem Frühstück aber dann zum Ausgleich ziemlich hektisch zum Bahnhof und mit Kind3 im Metronom nach Celle fahren. Sie ist gut drauf, fragt höchstens alle 10 Minuten, wie lange es noch dauert, und die übrige Zeit unterhalten wir uns über andere spannende Dinge. In Celle übergebe ich sie direkt am Bahnhof ihrer lieben Freundin und deren Vater. Seltsames Gefühl, dann so am Bahnhof in der Fremde stehen gelassen zu werden.
Ich mache paar Bahnhofsphotos und fahre mit dem nächsten Metronom zurück, lese dabei den Anfang des Spiegelartikels über die Finanzkrise. Wie kann ein Artikel nur so endlos laberig sein. Wie habe ich es je ertragen sowas zu lesen. Aber egal, danach bin ich schlauer und komme mit dem Gefühl zurück nach Hause, das Jahr mit etwas sinnvollem begonnen und gleich etwas Ferne und Exotik (Celle!) erlebt zu haben.

celle-hbf

Heimweg, abends

Breymannstraße abends
Es hätte so ein netter Heimweg sein können, bei so enorm wunderbarem Licht. Wenn da nicht so ein blödes kleines Mißverständnis gewesen wäre. Ich hole Kind3 vom Schwimmen ab, lasse mir extra Zeit, weil es hieß, sie wolle noch in Ruhe etwas trödeln und ein Eis essen. Aber als ich ankomme, steht sie da völlig aufgelöst und schluchzend, weil sie nach ihrem Gefühl seit einer halben Stunde auf mich wartet, ganz durchgefroren, hat ihr Geld verloren und schon große Angst gehabt, mir sei etwas passiert…
Während ich sie zu trösten versuche, was gar nicht so einfach ist, mache ich beim Aufstehen aus der Hocke eine blöde falsche Bewegung und kann nur noch unwillkürlich aufschreien, wegen dem plötzlichen stechenden Schmerz im Kreuz, genauer im ISG.
Es hätte so ein netter Abend sein können. Aber so nicht.

Kunst in Geismar


Ein Kunst-Sonntag in Geismar, gestaltet von SchülerInnen der Grundschulen und der IGS und ihren engagierten LehrerInnen. Den musikalischen Auftakt geben die Blues Brothers von der IGS.

Gemälde und Photo-Arbeiten sind im Moritz-Jahn-Haus zu bestaunen.
Ein Hoch auf die Förderung unserer Nachwuchstalente!

Bigband-Konzert in der Schule


In der IGS Göttingen geben die Musikklassen des 5. bis 8. Jahrgangs zusammen mit der Blues-Brothers-Band ein zweistündiges abwechslungsreiches und begeisterndes Konzert.
Ein paar photograpfische Eindrücke gibt es demnächst hier.

Geizmar’s next top model

Am Sonntag scheint die Sonne und Mutti und Vatti räumen endlich mal den Garten auf. Seit Monaten hat sich da Schrott und Müll aller Art angesammelt, von der längst ausrangierten Sandkastenmupfel bis zum Stumpf des Apfelbaums, der einem der Winterstürme zum Opfer gefallen ist.
Meanwhile on the other side of the house… – arrangieren die jungen Damen der Nachbarschaft megaspontan und phantasievoll den Geizmar-next-Topmodel-Contest. Von der Sechzehnjährigen bis zur Siebenjährigen sind sie alle dabei, holen sich witzige, abgefahrene und völlig alberne Klamotten aus Schubladen und Schränken, machen mit ipod und Boxen-Dockingstation ordentlich Lautstärke, lassen die Charts rauf und runter laufen und stelzen dazu den Stichweg rauf und runter, wie sie das von Heidi K gelernt haben.
Selbe Sozialisation alle offenbar, so wie sie die einschlägigen Bewegungen, Gangarten und Posen drauf haben.

Ich hasse diese Sendung ja. Abgrundtief. Wenn ich sehe, wie meine große und eigentlich ganz vernümpftige Tochter da schmachtend vor sitzt und meine Frau dabei, dann wird mir irgendwie anders und ich muß dann woanders hingehen.
Aber wenn die versammelte Mädchenschar das nachäfft mit dem ihr eigenen Humor, dann ist das etwas ganz anderes. Und ich darf und muß dann natürlich auch Photos machen. Das Licht ist zwar leider unter aller Kanone und mein Autofokus verdammt oft viel zu langsam – oder die Mädels zu schnell, aber das eine oder andere wirklich witzige Bild entsteht doch dabei.
Es macht vor allem Spaß und bringt sie nach laaanger Winterpause alle wieder zusammen, endlich.

Kai Piranja


Am frühen Sonntagmorgen sitzen die Mädchen zusammen und legen mit den zahmen Fischen und den Raubfischen wunderschöne Figuren. Eine Harmonie, die wie ein Labsal wirkt.

Der Schulweg

Sie freut sich so sehr auf die Schule. Sie singt es vor sich hin beim Aufwachen und vor dem Einschlafen.
Seit gut einer Woche besucht sie bereits den Hort, in den sie von der ersten Minute an lieber geht als in den Kindergarten. Der Hort befindet sich im Schulgebäude. Das ist etwa 1,2km von zuhause entfernt. Wir haben sie nun jeden Tag mit dem Fahrrad dort hin gebracht und wieder abgeholt. Natürlich fährt sie selbst auf ihrem eigenen Rad.
Wenn es nun ab Montag Ernst wird mit dem Leben und der Schule und dem ganzen Rest, dann ist Schluß mit dem Radfahren, dann wird sie diesen Schulweg, den sie radelnd schon lange souverän beherrscht, zu Fuß gehen müssen. Die nächsten vier Jahre lang. Vier Jahre. Denn erst in der vierten wird es eine Radfahrerprüfung geben, deren Bestehen Voraussetzung für die Erlaubnis ist.

*

Es ist ja wirklich nicht das erste Mal. Aber ich bin (fast) genauso aufgeregt wie sie.

Mit dem Fahrrad

fährt das Kind seit einiger Zeit nur noch selbst, seit sie nämlich das ehemalige von ihrer großen Schwester übernommen hat. Das ist ihr zwar eigentlich noch zu groß, macht aber nix. Der Stolz verleiht ihr Flügel.
Auf dem Weg in den Kindergarten nimmt sie gern jedesmal eine andere Route, um ihre Eltern zu verwirren oder um ihnen zu zeigen, wie gut sie sich schon auskennt, und wo es überall Geheimwege gibt.
In so vielen Bereichen muß man sein Kind so gar nicht erziehen. Die Energie und die Disziplin groß zu werden hat es von ganz allein. Und was man nicht vorbildlich vorlebt, interessiert eh nicht.

Kein Geld für Lehrer

Der Herr Wulff, seines Zeichens niedersächsischer Ministerpräsident, läßt es sich nicht nehmen, höchstpersönlich nach Göttingen zu kommen, um dem X-Lab eine Million Euro zu versprechen. Bis 2010.
Wir freuen uns mit dem X-Lab.
Ganz und gar nicht erfreut sind wir darüber, daß unsere Kinder seit Monaten regelmäßig Unterrichtsausfall zu erdulden haben, weil in ihrem Jahrgang auf der IGS unter anderem aufgrund von Krankheit akuter Lehrermangel besteht. Die Schulbehörde und somit auch die Landesregierung gestehen der Schule keine Feuerwehrkräfte zu, solange eine Unterrichtsversorgung von 90% gewährleistet sei. Gymnasien in Göttingen werden zu 100% versorgt.
Es ist ja erklärte Politik der CDU-Regierung in Niedersachsen die Gesamtschulen auszuhungern. Das sollte man dem Herrn Wulff bei seinen Wahlkampfaktionen mal ans Revers tackern. In Großbuchstaben. Nicht daß da falsche Eindrücke entstehen.

Ein voller Frühlingstag

Mit Kind2 mache ich eine ausgedehnte Radtour einmal lang durch Göttingen, durchs untere Ostviertel in die Nordstadt, am Papenberg vorbei nach Weende. Fasziniert und ein wenig entsetzt begutachten wir die große Baustelle, die das ehemalige Isco-Gelände nun darstellt, und die Lärmschutzwände an der verbreiterten Lutter. Gruselig. Weiter geht’s an der Hennebergschule vorbei und durchs Weender Altdorf in den Klosterpark, wo Herr Hauschild mit der Sanierung der Klostergebäude begonnen hat. Schön ist das da überall.
Im Klosterpark hören wir einen Specht trommeln und entdecken ihn dann auch im Baum. Das finden wir beide ganz toll, wie schnell der seinen Kopf vor- und zurückbewegen kann… Ach und die Romantik in diesem Park geht offensichtlich auch an Kind2 nicht vorbei.
Wir fahren dann aus Weende raus, überqueren die Bahn und die B3 und machen den kleinen Bogen zur Adelebser Bahn und dieser schönen kleinen Eisenbahnbrücke, um von da an an der Leine lang zu fahren. Das ist zuerst ziemlich anstrengend weil matschig, im Groner Wald dann aber ok. Nur die Fahrräder werden ziemlich dreckig. Durch das Musa-Gelände und am Hagenweg vorbei gelangen wir in den Levinpark, gucken einen Moment lang den Enten zu und gondeln dann allmählich nach Hause, wo wir angenehm erledigt und sehr hungrig ankommen. Das war echt schön!
Die Mädels haben derweils mit den andern Kindern des Stichwegs auf dem Garagenhof gespielt und machen auch keine Anstalten damit aufzuhören. Als sie abends endlich heimkehren, waren sie 7 Stunden ununterbrochen draußen!
Kind2 und ich essen Mittag und putzen dann unsere Fahrräder.
Ja, Frühling. Mehr davon, bitte!