Nach Italien?

Da ich seit langem gern einmal richtig Bahn-Urlaub machen möchte, habe ich mich mal umgeguckt, was so geht.
Und siehe da, es gibt Ziele in Südeuropa, die man auch ohne Flugzeug in akzeptabler Zeit erreichen kann und wo sogar der Weg auch schon ein Ziel sein kann:

Bahnreiseberichte – Sizilien

Und wenn man schon mal in der Gegend ist, kann man auch gleich hier noch mal vorbeigucken:

Vulkan-Tourismus auf Stromboli

Bescheuerte Ansagen

Er sehe im Tempolimit eine Gängelung für die Autofahrer, schreibt der Verkehrsminister in der Bild am Sonntag. Und dann stellt er noch die Notwendigkeit strenger Grenzwerte für Feinstaub in Frage.
Dies als Ergänzung (oder Steigerung oder Abwiegelung?) zu seiner vormaligen Äußerung, Tempo 130 auf Autobahnen habe nichts mit gesundem Menschenverstand zu tun, sondern schade nur der Wirtschaft.

Und Frau KK sagt dazu, „wir sollten keine Phantomdebatten führen, die mehr den Anschein erwecken, dass man eine ganze Gruppe, nämlich die Autofahrer, quälen und bestrafen will, als dass man wirklich damit eine sinnvolle Klimaschutzdebatte führen will“. Man fragt sich, was will sie damit eigentlich sagen?!

Eigentlich ist dem kaum etwas hinzuzufügen. Aber ich möchte klarstellen, dass die Behauptung „alternativer Fakten“ nur die Wahrnehmung der Realität verändert, nicht die Realität selbst. Allerdings spielt das historisch möglicherweise nur eine nachrangige Rolle.

Der Herr Frey und sein Golfplatz

Er selbst wolle den Golfplatz nicht bauen und erst recht nicht betreiben. Und wenn die ökologischen Voraussetzungen nicht gegeben seien, die Bevölkerung Geismars den Platz nicht wolle oder er sich nicht finanzieren lasse, dann würde das Projekt nicht durchgeführt. Sagt Herr Frey.
Eigentlich ist die Sache damit dann ja wohl vom Tisch.
Die ökologischen Argumente gegen das Vorhaben könnten stichhaltiger kaum sein: es gibt Untersuchungen der Universität Göttingen, die den besonderen Lebensraum der ehemaligen Bauschuttdeponie Geismar belegen, genauso aber auch seinen besonderen Schutzbedarf, was insbesondere meint: das Gelände darf nicht grundlegend verändert werden. Was durch den Bau eines Golfplatzes aber kaum zu vermeiden wäre.
Es gibt von der Bevölkerung nach kurzer Zeit bereits über 4000 Unterschriften gegen einen Golfplatz. Demgegenüber steht eine nach Aussagen eines passionierten Golfspielers sehr optimistische Schätzung von potenziell 1000 Golf-Interessierten, die den Platz gegebenenfalls nutzen würden. Die Schätzung ist von 2007 oder 2008. Der Zulauf zu dieser Sportart ist seitdem nicht gestiegen, sondern gesunken.
Tatsächlich ist es so, dass der Bedarf an Golfplätzen allgemein stagniert, wenn er nicht gar sinkt. In der näheren Umgebung gibt es bereits mehrere Golfplätze, die hart um ihre Mitglieder kämpfen müssen. Wie soll da ein weiterer Platz, der zudem noch für das “Volk” offen sein soll, also mit demnach deutlich verminderten Einnahmen durch Club-Mitglieder auskommen muss, finanzierbar sein?
Drei von drei K.O.-Kriterien.
Worüber also will Herr Frey noch nachdenken?
Was soll dieses Herumgeeiere, dieses gar zu offensichtliche Spiel mit verdeckten Karten?
Was sollen diese albernen Sprüche von Denkverboten und Neiddebatte, mit der die offenbar ausschließlich der SPD-Fraktion entstammenden Golfplatz-Vordenker Stimmung zu machen versuchen? Das ist doch schlichtes Stammtischniveau, mit dem von vermutlich ganz anderen Intentionen ablenkt werden soll. Nur welche Intentionen sind das? Wessen Geld steht da im Hintergrund und wem wurde es wofür versprochen? In dieser Richtung sollten Denkverbote vermieden werden! Und wenn hier schon das Wort Transparenz ins Spiel gebracht wird, dann lege er bitte offen dar, worauf diese seltsamen Denkspiele hinauslaufen sollen, der Herr Frey.
Bis hierhin vielen Dank!

kleine Wintergemeinheiten

Mir ist lausig kalt, vor allem am frisch geschorenen Kopf. Eine längerer Spaziergang kommt für die Mittagspause daher gar nicht in Frage. So klappere ich nur ein paar Läden ab, fühle mich unangenehm berührt, dem Oberbürgermeister und seinem Stadtbaurat zu begegnen und den einen zum andern sagen zu hören, da bringe er ihn aber in eine unangenehme Lage, und flüchte letztendlich ins Kaufland. Kekse kaufen.
An der Kasse nur eine ganz kurze Schlange. Beide Kunden vor mir fragen auf die Frage der Kassiererin, ob sie den Beleg mitnehmen wollten, zurück, was diese gesagt habe, worauf sie ihren ganzen langen Spruch noch einmal genauso daher nuschelt wie zuvor. Als ich an der Reihe bin, mache ich mir den Spaß und tue das gleiche noch ein drittel Mal. Und auch die Verkäuferin leiert ihren Spruch ein drittes Mal runter. Natürlich brauche ich den Bon nicht und lehne mithin freundlich dankend ab.
Aber wirklich wärmer ist mir danach nicht.

Unwetter

Am Pfingstmontag (9.6.) bildete sich entlang des Rheinlandes eine Gewitterlinie von gut 200km Länge, die dann allmählich nach Osten zog, sich einmal mehr vor Göttingen teilte und nördlich und südlich durchaus eindrucksvoll an uns vorbeizog.
Am Dienstag Abend gab es einen Gewitteraufzug, den ich so eindrucksvoll bislang kaum gesehen habe. Eine Riesenwolke mit allerlei irrer Einzelwolken darin zog über den ganzen Horizont von Norden bis Süden über uns drüber. Und dann gab es echten Sturm, ein Stroboskop-Blitzfeuerwerk und fett Regen, der in der Stadt einiges unter Wasser gesetzt hat. Oben an der Steinmetzkurve sind Bäume umgestürzt, die ganze Stadt sieht am nächsten Morgen sehr gefleddert aus.
Und jetzt am Mittwochmorgen wird es tiefdunkel und die nächste Gewitterfront überquert Göttingen.