matrix reloaded

spät, ja ich weiß. Der Film lief gestern auch schon nicht mehr im großen Kino, sondern im kleineren Saal. Das machte mir aber nichts aus. Ich war sogar froh, daß die Sound-Anlage nicht so viel von dem Lärm rüberbrachte.
Kurz gesagt: der Film ging mir ziemlich auf die Nerven. Kaum Inhalt, nur eine weitgehend sinnfreie Aneinanderreihung von so übertrieben durchgestylten Kampfszenen, daß es einfach nur lächerlich wirkte. Und wozu? fragte ich mich jedesmal. 100 Mister Smithe und immer noch wieder neue, wobei aber jeder einzelne bereits unverwundbar ist – wie aber auch “der Auswerwählte”. Sie kämpfen ausgeklügeltste Choreographien – um nichts. Es gibt keine Gewinner und keine Verlierer.
Und dann diese bedeutungsschwangeren Blicke zwischen Neo und Trinity, die dann aber doch nicht mit Inhalt gefüllt werden.
Dieser Mischmasch aus biblischen und griechischen und anderen klassischen Namen. Ob den Autoren die Bedeutung der Namen wohl etwas sagt?
Während der “Schlüsselszene”, dem Endlos-Dialog zwischen Neo und dem “Architekten”, bin ich mehrmals eingeschlafen.
Fazit: die in matrix sehr faszinierende (auch politische!) Idee ist in matrix reloaded zugunsten von Effekten um der Effekte willen und unangenehmer Pseudoreligiosität in Vergessenheit geraten. Was an Sinn noch zu erahnenwar, erinnerte mich start an Fassbinders “Welt am Draht” – mit Sicherheit ein intelligenterer Film, der indes noch ganz ohne special effects viel intensivere Spannung erzeugt…
matrix 3 werde ich mir ersparen.

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Reise durch die Nacht

der Erinnerungen

– wie mit einer Zeitmaschine zurück ins Jahr 1978.
Lauter fremde Gesichter, die bei näherem Hinsehen und vor allem, wenn sie beginnen zu sprechen, zu erzählen, plötzlich irritierend vertraut Gestalt annehmen. Freunde, die vor einem eigentlich unüberschaubaren Zeitraum aus der erlebten Zeit herausgefallen sind, treten plötzlich wieder dort hinein. Es macht Plop und die Lücke schließt sich. Noch einmal Pfft und der Anschluß sitzt dicht.
Erinnerungen kommen auf den Tisch, Gemeinsamkeiten werden festgestellt ebenso wie Differenzen und beinahe nahtlos so fortgesetzt, wie sie damals unter- oder abgebrochen wurden.
So viele Fragen, die gar nicht so schnell beantwortbar sind. Die ich auch gar nicht so schnell beantwortet haben möchte.

Ich finde Männer, die sich treu bleiben, gut.

Welch seltsame Konsequenz.

(25 Jahre danach. Abitur-Jubiläum. Wiedersehen der Veteranen.)

Ein Telefonat

kann bewirken, daß das vermeintliche bekannte Universum binnen kürzestem durch ein neues, unbekanntes und vor allem noch weitaus bizarreres ersetzt wird.
Wie intensiv es mich beschäftigt, plötzlich mit meinem besten Schulfreund gesprochen zu haben, den ich vor 25 Jahren aus den Augen verloren habe!
Was tut sich da auf an verschütteten Erinnerungen und Gefühlen.

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Pfingstwetter


Außerordentlich schwül begann der Pfingstsonntag, steigerte sich auf gut 30° und Sauna-Feeling, selbst auf dem Fahrrad.
Am Nachmittag endlich dicke Wolken und…

eine beeindruckende Böenwalze, die einen plötzlichen, lokal sehr eng begrenzten, dafür umso heftigeren Sturm mit sich bringt.

Außerdem Regen, ein paar Blitze und Hagel.

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Pfingst-Radtour


Lange sanfte toskanische Steigung

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Rast an der Mühle in Friedland


An den Leinefällen in Niedergandern

Ankunft auf dem Rittergut Besenhausen

fast web-frei

war das Pfingstwochenende. Gleich am Freitag Nachmittag ging es mit der ganzen Familie zum Geburtstag einer Freundin an den Elm. Nette Party, Übernachtung im Zelt: zwar arg kurz (ca 3 Std. Schlaf), aber sehr romantisch. So eine Nacht im Zelt sollte man sich viel öfter mal gönnen… Am Samstag scheiterte der Versuch, auf dem Rückweg im Harz eine nette Stelle zum Verweilen zu finden. Eigentlich wollte ich den Kindern mal die schöne Oker vorführen, wo ich selbst als Kind so gern Steine hineingeworfen – aber das klappte irgendwie nicht. Der nerfige Ausflugsverkehr an der Oker und die zunehmende Schwüle schlugen auf die allgemeine Laune.
Was sich auch am naturgeschützten Seeburger See nicht besserte, an dessen Ufer wir eigentlich picknicken wollten. Aber ans Ufer ran kommt man nur im Strandbad, Erwachsene 2 Euro und Kinder auch nich ohne :-(

Dafür genossen wir am Sonntag bei bester Hitze und wunderschön aufkeimenden Blumenkohlwolken überall die Schönheiten einer Radtour durch die südniedersächsische Toskana. Mit reichlich Pausen, vor allem im Rittergut Besenhausen, legten wir in sechs Stunden gut 50 Kilometer zurück, so mancher Höhenmeter auch dabei. Die Kinder fluchten zwar wie die Rohrspatzen, wenn’s bergauf ging, bergab dann aber war es um so schöner. Und wieder zuhaus waren nicht nur alle stolz, sondern auch sehr zufrieden mit dem Timing: unmittelbar bei Ankunft legte ein stürmischer Gewitterregen incl Hagel los, den ich auf offener Strecke wirklich nicht hätte erleben wollen!

Und Montag – waren wir faul. Mal von 8 bis 10 Schubkarren voll Sand abgesehen, die aus der Sandkiste raus und wieder rein gekarrt werden wollten. Nachmittags gab’s die ersten selbst gepflückten Erdbeeren. Sehr lecker :-)

Fotos zu all diesen Highlights – soweit nicht bereits bei
Toby zu sehen, folgen.

Freitod multimedial

Jürgen W. hat es geschafft. Als ich gestern Nachmittag zufällig die Nachricht mitbekam und geradezu mit ansehen konnte, wie sie sich binnen Minuten buchstäblich lauffeuermäßig verbreitete, mußte ich unwillkürlich den virtuellen Daumen heben. Hut ab, Herr Möllemann! Das muß Ihnen erst einmal jemand nachmachen. Ein extrem konsequenter Abschluß einer beispiellosen Karriere. Omnipräsent in den Medien der Mann zu Lebzeiten und ein perfekt inszenierter, an medialer Wirksamkeit schwerlich zu toppender Freitod.
Kollegial und demokratisch gesinnt, wie Herr Möllemann eben war, gab er auch noch all seinen KollegInnen bzw Ex-KollegInnen die Chance, sich durch markige und kollegiale Statements zum gegebenen Anlaß selbst in Szene zu setzen. Das ist schon einen ARD-Brennpunkt wert.

Die Medien:
JÜRGEN W. MÖLLEMANN IST TOT
Absturz
Möllemann blieb sich bis zuletzt treu
Welches Geheimnis nimmt Möllemann mit ins Grab?
Ende eines Überlebenskampfes

und immer so weiter …

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Hitze im Juni

gab es letztes Jahr auch. Aber da hatte ich das Glück, mich im Westerwald aufhalten und fortbilden zu können, wo die Luft relativ angenehm war. Jetzt komme ich morgens ins Büro, eigentlich schon von der Radfahrt dorthin naß geschwitzt, und habe sofort das Gefühl, mit einer großen schwammigen feuchtheißen Keule erlegt zu werden. Die Jalousien sind runter, dumpfe Hitze wabert umher und legt die kreativen Hirnfunktionen lahm.
Eigentlich müßte man den ganzen Tag am See verbringen, dann wär’s erträglich. Aber Arbeit ist Fron!

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Fehlerseite

Dank der netten und kompetenten Hilfe von Beate Paland gibt es jetzt für die ganze Domain grapf.de eine effektive Fehlerbehandlung, wenn Besucher nicht existierende Seiten aufrufen. Einerseits freue ich mich drüber, andererseits ist es erschreckend, wieviele fehlende Seiten ich nun plötzlich gemeldet bekomme.