Gleich 2 Töchter weniger

Am Ostersamstag schon nachmittags kam Alain, um dann am Ostersonntag nach dem Mittag seine Hélène und unsere Helen mit nach Rouen zu nehmen. Das war alles andere als locker wegzustecken. Der Abend am Osterfeuer mit Alain war schon irgendwie seltsam. Er beansprucht viel mehr Aufmerksamkeit, als man ihm gewähren möchte, zumal er meist nur über seine Themen spricht und das natürlich strikt auf französisch.
So suchten wir ihn denn nach dem Feuer auch schnell wieder loszuwerden. Er fuhr dann ins Hotel und wir setzten uns noch ein letztes Mal alle zusammen vor die Glotze. Die drei Großen wollten das gern.
Ich blieb dann doch nicht allzu lange dabei, hatte aber ein sehr wohliges Gefühl dabei, die drei zusammen da zurück zu lassen.
Am Sonntag gab es nettes Brunch mit Toby und Dagmar und Alain. Die Stimmung war gut, wenn auch schon deutlich vom drohenden Abschied gezeichnet. Der wurde dann echt hart. Alles waren am Heulen, sogar Gregor, was dann sehr spontan auch Bine und mir die Tränen in die Augen trieb.
Und dann waren sie weg, das Haus auf einmal total leer und furchtbar still.

Elisa bekommt nun etwas mehr Aufmerksamkeit, Gregor vermutlich noch mehr im Vergleich zu vorher, was den beiden bestimmt gut tut.
Und Helen hat ganz allein aus eigenem Antrieb ein Weblog angefangen, in dem sie mit Photos und kurzen, auf den Punkt gebrachten Texten erzählt, was sie erlebt. Ich bin sehr angetan davon. Und so ist sie auch ganz schnell gar nicht mehr so weit weg. Im Gegenteil: es ist äußerst spannend zu sehen und zu lesen, was in Rouen / Bihorel geschieht und ich kriege von ihr womöglich sogar mehr mit, als wenn sie zuhause wäre…

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