Mail-Archivierung

Daß man seine wertvollen Dateien hin und wieder mal sichert, ob auf externe Festplatte(n) oder DVD, ist ja mittlerweile quasi Standard. Aber die Mails? Wenn man sie nicht gerade online bei gmail oder einem ähnlichen Anbieter in vermeintlich sicheren Händen wähnt, dann hat man sie in irgendeinem Verzeichnis auf der heimischen Festplatte, die sich das bevorzugte Mailprogramm ausgesucht hat.
Wenn die Festplatte kaputt geht oder ein Virus zuschlägt, könnte er auch dieses Mail-Verzeichnis treffen und damit möglicherweise unwiederbringliche Korrespondenz vernichten.
Was also tun?
Als ersten Schritt habe ich in meinem Thunderbird ein Speicherverzeichnis für Mails eingestellt, daß nicht auf der Systempartition liegt. Als zweiten Schritt sichere ich dieses Verzeichnis hin und wieder auf einen externen Datenträger.
Damit wird zum Beispiel dann auch ein Umzug mit den Mails von einem auf einen anderen Computer möglich.
Wenn ich aber von Thunderbird, aus welchen Gründen auch immer, auf ein anderes Programm umsteigen wollte, dann würde mir das schon nicht mehr viel nützen. Denn Thunderbird bietet zwar ein paar Import-, aber keine ernstzunehmende Exportfunktion.

Was also tun?
Gut fände ich, wenn man mit irgendeinem Programm die Mails in Textdateien umwandeln und als solche einzeln speichern könnte. Habe ich aber noch nicht gefunden. Hätte natürlich auch im Hinblick auf Mail-Anhänge ein paar große Nachteile.

Die Archivierungssoftware Mailstore Home, die für privaten Gebrauch kostenlos nutzbar ist, werde ich als nächstes mal testen und hier berichten. Das damit erzeugte Archiv z.B. mit Truecrypt verschlüsselt wäre ja schon mal eine Maßnahme, nicht mehr aktuellen aber unbedingt aufbewahrungswürdigen Mailverkehr vor neugierigen Augen einerseits, vor Schäden durch Hard- oder Software andererseits zu schützen.

Bessere Vorschläge werden gern entgegen genommen!

Auf der Suche nach dem verlorenen Winter


Es ist ja nur zwei Jahr her, seit es hier zuletzt ernsthaft winterte mit richtig viel Schnee. Aber der letzte äußerst milde Winter und die milde Nässe der vergangenen Monate erhärten den Eindruck, daß es schon ewig so ist: zu warm und zu naß. Deshalb fahren wir aus und, weil Harz zu weit erscheint und wahrscheinlich zu voll, suchen wir Winterfreuden im Nordthüringischen. Der Wald zwischen Burg Hanstein und Teufelskanzel über der Werra ist schön verschneit und einen netten Sonntagsspaziergang unbedingt wert.

Und Burg Hanstein ist immer eine Augenweide.

Morgendämmerung


Heute Morgen war ich ganz erstaunt, daß der Tag schon um kurz vor sieben deutliche Konturen bekam.

Kai Piranja


Am frühen Sonntagmorgen sitzen die Mädchen zusammen und legen mit den zahmen Fischen und den Raubfischen wunderschöne Figuren. Eine Harmonie, die wie ein Labsal wirkt.

Schon wieder Hochwasser


Wenigstens etwas Gutes hat der Dauerregen der letzten Tage: die Leine ist wieder einmal über die Ufer getreten. Der Sandweg, eine von Göttingens wichtigsten Ost-West-Verbindungen, ist gesperrt. Schön ruhig ist es daher jetzt am Kiessee.
Die Autofahrer fluchen natürlich, weil sie nun morgens auf der Reinhäuser Landstraße im Stau stehen. Ich fahre mit dem Fahrrad dran vorbei und frage mich, ob es wohl doch irgendwann mal ein Umdenken in eine sinnvolle Richtung, eine nachhaltige Verkehrsgestaltung mit Straßenbahn und anderen hochwertigen öffentlichen Nahverkehrsmitteln, geben wird – oder ob immer und immer nur die Beton-und-Benzin-Fraktion das Sagen behalten wird.

No*Kia

Wenn sogar schon Herr Verheugen auf einmal gegen Subventionen ist, scheint tatsächlich eine Bewegung zu entstehen. Die Frage, welchen Sinn es hat, milliardenschwere Unternehmen mit Steuergeldern zu unterstützen, ist mithin nicht wirklich neu. Bei Kohle- und Stahlindustrie waren da ja schon ganz andere Summen in Bewegung. Oder auch bei der Atomkraft. Dagegen sind die paar Milliönchen für No*Kia doch Peanuts.
Aber wenn es Schule macht.
Und wenn es anders wird, anders als geplant?!

Vielleicht geht es auch ohne

Konsumverzicht ist eine Möglichkeit, die man sich einfach mal genau überlegen muß.
Ausgehend von der Überlegung, daß man einer Firma, mit deren Politik man nicht einverstanden ist, am ehesten schädigt, indem man ihre Produkte nicht kauft und auch allen erzählt, daß man das tut und warum, stellt sich als erstes die Frage nach der Alternative.
Wenn es die im Falle von Nokia in Form eines anderen Handy-Herstellers, der irgendwie ethischer wäre, ganz offensichtlich nicht gibt, dann könnte es vielleicht auch ganz ohne gehen.
Ohne neues Handy sowieso. Das alte geht nämlich immer noch.
Oder überhaupt ohne Handy. Wie das vor wenigen Jahren noch ganz selbstverständlich war. Wirklich brauchen tu ich es sowieso nicht. Reiner Luxus.

Schwarzer Dienstag

Oder wie soll man das sonst nennen, wenn an einem Tag meine bislang bevorzugte Handy-Firma ihr letztes Werk in Deutschland schließt, offenbar aus reiner Profitgier. Wenn außerdem Mehdorn zu einem groß angelegten Rachefeldzug gegen seine eigenen Leute, gegen seine Kunden und vermutlich auch noch gleich den Rest der Welt auszieht, nur weil ihm die Profite etwas geringer als geplant auszufallen drohen. Wenn dann auch noch der einzige Oberkatholik, dem ich Sympathie entgegenbringen konnte, Karl Lehmann, seinen wichtigen Posten abgibt.
Was nun? Mit Sony-Ericsson telefonieren? Wohl kaum. Dann eher einfach kein neues Handy kaufen. Die Telefonmafia soll sowieso so wenig wie irgendmöglich an mir verdienen.
Aber nicht mehr Bahn fahren? Das wäre in jeder Hinsicht das Gegenteil dessen, was ich will. Also gibt es nur 1 Möglichkeit: Mehdorn muß weg. Ganz weg. Ins Gefängnis. Nicht über Los. Keine Tantiemen mehr einstreichen, stattdessen dem Land und dem Volk zurückzahlen, was er ihm weggenommen hat. Alle Privatisierungspläne für die Bahn sofort stoppen.
Und Herrn Lehmann wünsche ich stabile Gesundheit und noch einige schöne und geruhsamere Jahre zum Genießen.

state of play

Im Fernsehen, genauer: auf arte.
Ein 6-Teiler aus England, der äußerst spannend ist, intelligent, sexy, gesellschaftskritisch, außerordentlich gut gespielt – und der zeigt, daß gespannt und begeistert sein von einem Film so gar nicht auf die angeblich notwendigen Action-Szenen oder Hollywod-Sets angewiesen ist. Ein Drehbuch, das intelligent aufgebaut auch den kleinsten Nebenrollen Eigenständigkeit und Entwicklungsraum läßt, und Tempo, das aus der Handlung entsteht und einen nicht mehr losläßt.
Beide Daumen hoch für Mord auf Seite eins!