Der Schulweg

Sie freut sich so sehr auf die Schule. Sie singt es vor sich hin beim Aufwachen und vor dem Einschlafen.
Seit gut einer Woche besucht sie bereits den Hort, in den sie von der ersten Minute an lieber geht als in den Kindergarten. Der Hort befindet sich im Schulgebäude. Das ist etwa 1,2km von zuhause entfernt. Wir haben sie nun jeden Tag mit dem Fahrrad dort hin gebracht und wieder abgeholt. Natürlich fährt sie selbst auf ihrem eigenen Rad.
Wenn es nun ab Montag Ernst wird mit dem Leben und der Schule und dem ganzen Rest, dann ist Schluß mit dem Radfahren, dann wird sie diesen Schulweg, den sie radelnd schon lange souverän beherrscht, zu Fuß gehen müssen. Die nächsten vier Jahre lang. Vier Jahre. Denn erst in der vierten wird es eine Radfahrerprüfung geben, deren Bestehen Voraussetzung für die Erlaubnis ist.

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Es ist ja wirklich nicht das erste Mal. Aber ich bin (fast) genauso aufgeregt wie sie.

Es wird Herbst

Der erste Morgen mit einstelliger Temperatur, ich ziehe Handschuhe zum Radfahren an. Wird also Zeit die Sommerpause zu beenden. Am Samstag kommt das jüngste Junge in die Schule, endlich! Was gibbert sie dem entgegen – und wie lange schon!
Und wir auch, war doch der Kindergarten, in dem sie das letzte Jahr verbracht hat, eine ziemliche Enttäuschung.

Ich suche vehement neue photographische Orientierung. Nicht allein beim Machen von Bildern, mehr noch bei dem Zeigen und Veröffentlichen. Das Photobloggerwesen ist nicht mehr, was es vor drei, vier Jahren noch war. Vielleicht entwachse ich ihm, vielleicht braucht meine Kreativität auch eher einen Anstoß von innen bzw aus dem realen Leben. Meine Vorliebe für idyllisch marodes Bahn- und Stadt-Ambiente ist nach wie vor groß, aber das Einfangen lebendiger Augenblicke mit lebendigen Menschen wird mir immer wichtiger. Irgendwann möchte ich es gern souverän verbinden können: nicht einfach dokumentarisch photographieren, sondern lebendig inszenieren, so daß mein Eindruck zum Ausdruck kommt.
Keine eigentlich neue Idee, ich weiß, aber für mich eine immerwährend neue Herausforderung, die gerade nach neuen konkreten Ideen verlangt.

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Mittelalterfest auf Burg Hanstein


In sehr romantischer Lage und Umgebung, genau im Dreiländereck Thüringen / Hessen / Niedersachsen findet alljährlich Anfang August das kultige Hansteinfest statt. Das Ambiente ist einfach herausragend, die Stimmung fröhlich und ausgelassen und die Musik von Dectera Lugh, geprägt und mit überschäumendem Temperament vor allem vom Trommler und Schlagzeuger vorangetrieben, wird jedes Jahr besser. Mich überrascht eins ums andere Jahr neu, wieviele Gesichter ich dort wieder erkenne und wie viele von ihnen mir schon vor sechs Jahren oder länger ebenso aufgefallen sind. Was nicht nur an den Gewandungen liegt…