Die Einschulungsuntersuchung

Sie ist so aufgeregt. Vorher. Und hinterher auch. Alle andern Kinder im Kindergarten wirken im Vergleich zu ihr wie Babys, als ich sie dort morgens abliefere. Im Anhänger wegen dem ekligen stürmisch-regnerischen Wetter. Dann schnell ohne Anhänger zurück nach Hause, ein bißchen Küche aufräumen. Dann wieder Regenhose anziehen und gegen Wind und Geniesel zum KiGa und das Kind abholen. Sie ist da gerade am Tischdecken am Helfen und faszinierend emsig. Genauso gern kommt sie aber auch sofort mit mir mit, ist ganz großes Mädchen und sehr darauf bedacht, das zu zeigen.
In der Schule müssen wir vor der Bücherei warten. Darin findet die Untersuchung statt. Dauert gut 20 Minuten, bis wir dran kommen. In dieser Zeit ist sie unglaublich geduldig!
Und dann, drin, ist es eigentlich einfach nur nett. Der Arzt ist lieb, entgegenkommend und versteht sein Handwerk. Das Kind macht alles völlig klag- und widerspruchslos mit. Auf dem einen Ohr hört sie schlechter, auf dem einen Auge sieht sie schlechter. Beides nicht gravierend, wird aber registriert. Sie ist keine Überfliegerin, aber sie ist gut, sie ist selbstbewußt und sie WILL. Mit ihrem unnachahmlichen Charme.
Ich bin seeehr stolz auf sie. Und ich bin froh, das mit ihr erleben zu können. All diese Dinge sind einfach immer ganz besonders mit ihr.

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