Autoritätsprobleme

Kind3 neigt in ihrer unnachahmlichen Prinzessinnenhaftigkeit dazu, Wünsche, Aufforderungen und Anordnungen ihrer Eltern zu ignorieren. Und zwar vollständig. Wenn die Eltern etwas energischer auf die Erfüllung ihrer Forderungen dringen, entzieht sie sich oder fängt sie ein Höllengeschrei an. Oft geben die Eltern irgendwann klein bei, weil es ihnen zu anstrengend wird, indem sie z. B. selber erledigen, was das Kind eigentlich tun sollte. Die Folgen kann sich jeder an 3 Fingern abzählen.
Manchmal beharrt man als Elter aber auf seiner Erziehungsgewalt und setzt diese durch. Laut und handgreiflich.
Es verunsichert dann völlig, wenn als Folge harten Durchsetzens das Kind plötzlich lammfromm und geradezu zärtlich wird. Es gehorcht nicht einfach, sondern wirkt dankbar dafür, daß man es in seine Schranken gewiesen hat.
Man steht dann da fassungslos vorm Spiegel und fragt sich: wer braucht hier die Therapie?

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. ttt

    Niemand braucht eine Therapie. Sie brauchen höchstens noch mehr Kraft und Ausdauer, konsequent zu bleiben. Die Reaktion des Kindes zeigt doch klar, dass sie Ihnen die Konsequenz nicht nur nicht übel nimmt, sondern sie anscheinend auch braucht. Vielleicht fehlt ihr sonst die Orientierung, weil sie die vier um sich herum zwar gerne austrickst, aber ihr dann doch der Rahmen fehlt, die Wänden, an denen sie sich reiben kann bzw an denen sie sanft zurückprallt.
    Dass diese Konsequent ungeheuer schwer sein kann, erlebe ich auch jeden Tag in der Penne…

  2. grapf

    Kraft, Ausdauer, Geduld, diese Dinge, jaja, Sie haben ja recht. Man muß sich immer wieder aufraffen, die Erziehung ist so gar kein statitscher sondern ein so überaus dynamischer Prozeß – da kommt man manchmal nicht so hinterher, wie man müßte.
    Und die eigene Faulheit ist dabei vermutlich der größte Feind. Aber sie läßt sich auch so gut hinter Toleranz, laissez-faire und all diesen wunderbaren Idealen verstecken.

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